Wolfgang Dittrich erster Deutscher auf dem Podium

Mark Allen und Paula Newby-Fraser gewinnen den Ironman Hawaii 1993 - dank der Einbürgerung der Damensiegerin der erste US-Doppelsieg seit acht Jahren. Und es gibt die erste deutsche Treppchenplatzierung.

Von > | 18. September 2018 | Aus: SZENE

Foto >Thorsten Frahm

Mark Allen jubelt zum fünften, Paula Newby-Fraser gar zum sechsten Mal als Champion des Ironman Hawaii. Blieb der Thron bei den Männern bisher komplett in US-amerikanischem Besitz, kehrt der Titel bei den Frauen nach acht Jahren ins Mutterland des Triathlons zurück. Denn Paula Newby-Fraser wurde inzwischen eingebürgert und holt nach fünf Ironman-Weltmeistertiteln für Simbabwe noch drei für die USA. 1993 fährt sie zunächst einen Radrekord (4:48:30 Stunden) und finisht schließlich in 8:58:23 Stunden, zehn Minuten vor Dauerkonkurrentin Erin Baker aus Neuseeland. 

Zäck verbessert eigenen Radrekord

Bei den Männern ein Bild, an das man sich gewöhnen kann: Die Deutschen setzten dem Rennen lange ihren Stempel auf. Wolfgang Dittrich dominiert das Schwimmen in 48:30 Minuten, lässt sich danach aber nicht so leicht abschütteln. Auf dem Rad bestimmt erneut Jürgen Zäck die Pace, der Koblenzer verbessert seine eigene Bestmarke und fährt in 4:27:42 Stunden Streckenrekord.

Dittrich Dritter, vier Deutsche in Top Ten

Der 35 Jahre alte Mark Allen kann die Angriffe des Finnen Pauli Kiuru abwehren. Er überholt ihn nach der Halbmarathonmarke und finisht in 8:07:45 Stunden – Streckenrekord. Kiuru hat fast sieben Minuten Rückstand – und weitere sechs Minuten später gibt es eine kleine Sensation: Wolfgang Dittrich, 31 Jahre alt, läuft seinen Marathon in 3:01:14 Stunden nach Hause und schafft als erster Deutscher eine Podiumsplatzierung bei der Ironman-Weltmeisterschaft in Kailua-Kona, Hawaii, USA. Mit Jürgen Zäck auf Platz fünf, Holger Lorenz auf Platz acht und Olaf Sabatschus auf Platz zehn landen drei weitere deutsche Männer in den Top Ten, Lothar Leder wird Vierzehnter.