Freitag, 3. Februar 2023
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SzeneDrei Podiumsplätze für deutsche Athletinnen und Athleten

Drei Podiumsplätze für deutsche Athletinnen und Athleten

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Beeindruckende Kulisse zum Start des Ironman Lanzarote.

Philipp Bahlke wird Dritter auf Lanzarote

Der Ironman Lanzarote wurde seinem Ruf als hartes Rennes wieder einmal gerecht. Bei starken Winden und hohen Temperaturen, gerade auf der Laufstrecke, wurde den Athletinnen und Athleten alles abverlangt. Gut zurechtgekommen sind dabei die deutschen Starter, allen voran der Stuttgarter Philipp Bahlke. Der 33-Jährige bestimmte das gesamte Rennen in der Spitzengruppe und war ab dem Schwimmausstieg unter den ersten drei Athleten zu finden. Auf der 180 Kilometer langen Radstrecke setzten sich der Däne Mathias Petersen und Philipp Bahlke vom Feld ab, einzig der favorisierte Belgier Bart Aernouts konnte etwas Zeit gut machen. Doch der Abstand nach dem Schwimmen (+6:10 Minuten) war zu groß, um im harten Gegenwind Richtung Mirador del Rio die Lücke zu schließen. Am Anstieg gelang es Petersen auch, den Abstand auf den von Faris Al-Sultan trainierten Deutschen auf eine knappe Minute zu vergrößern. Dass die Fahrt im Gegenwind Körner gekostet hatte, spürten die Athleten dann auf dem Rückweg. Einzig der spätere Sieger, Kenneth Vandendriessche aus Belgien, konnte den Abstand halten und kam als Dritter mit einem Rückstand von rund sechs Minuten in die Wechselzone zum Laufen.

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Ironman Lanzarote 2022 – JMitchell Das Männerpodium vom Ironman Lanzarote um den drittplatzierten deutschen Philipp Bahlke.

Der Marathon brachte schließlich die Entscheidung. Mit einer Zeit von 2:40:37 Stunden zeigte der Sieger Vandendriessche hier die stärkste Leistung und schob sich noch an Petersen und Bahlke vorbei, die auf den Plätzen zwei und drei folgten. Auf Platz vier und mit der zweitstärksten Laufleistung des Tages landete Dominik Sowieja, der nach dem Radfahren noch auf dem elften Rang lag. Mit Tobias Drachler auf Platz neun, Christoph Mattner auf elf sowie Silas Köhn und Philipp Mock auf den Rängen 16 und 17 kamen weitere deutsche Profis ins Ziel.

Schulz Vierte beim britischen Sieg von Dant

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Das Frauenrennen präsentierte sich mit einem kleinen Feld von nur sechs Athletinnen. Einzige Deutsche am Start war Jenny Schulz, die mit einem guten Marathon noch an der Kanadierin Angela Naeth vorbeilief und sich den vierten Platz sicherte. An der Spitze jedoch war es ein Zweikampf zwischen der Britin Lydia Dant und der Niederländerin Els Visser. Dant nutze ihre Radstärke und fuhr einen Vorsprung von gut sechs Minuten auf Visser heraus. Die Niederländerin ließ nichts unversucht und verkürzte den Abstand zur Britin auf der Laufstrecke kontinuierlich. Auf den letzten zehn Kilometern konnte Visser keine weiteren Kräfte bündeln und musste der Britin mit 1:44 Minuten Vorsprung den Sieg überlassen. Dritte wurde die Italienerin Elisabetta Curridori mit einem Abstand von 25:25 Minuten.

Svenja Thoes sichert sich das zweite Podium innerhalb einer Woche

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Getty Images for Ironman Svenja Thoes als Zweite auf dem Podium beim 70.3-Ironman Marbella hinter der Siegerin Nikki Bartlett und der Italienerin Federica de Nicola.

Vor einer Woche gewann Svenja Thoes bei der Challenge Malta, jetzt wurde sie beim Ironman 70.3 Marbella Zweite. Die schnellste Schwimmzeit des Tages lieferte Katarina Krüger, die eine der drei deutschen Starterinnen im Feld war. Sie setzte sich damit nach der ersten Disziplin recht deutlich von der Konkurrenz ab, konnte aber auf dem Rad und auf der Laufstrecke mit den Besten nicht ganz mithalten. Svenja Thoes konnte an ihre Leistung von vor einer Woche anknüpfen. Auf dem Rad musste sie nur die Siegerin Nikki Bartlett aus Großbritannien sowie Federica de Nicola aus Italien ziehen lassen. Mit der zweitschnellsten Laufzeit des Tages konnte sie de Nicola jedoch noch abfangen und sich den zweiten Podestplatz innerhalb einer Woche verdienen. Mit Verena Walter und Katharina Krüger auf den Plätzen sieben und acht kamen die anderen beiden deutschen Starterinnen ins Ziel.

Bei den Männern war kein Deutscher am Start, das Feld zeigte sich aber sehr international besetzt. Dabei war unter anderem der Amerikaner Chris Leiferman, der erst vor zwei Wochen Vierter bei der Weltmeisterschaft in St. George wurde. Die Flucht nach vorn ergriff Christophe De Keyser aus Belgien, der nach dem Schwimmen als Zweiter aus dem Wasser kam und schon einen Vorsprung von gut einer Minute auf die weiteren Verfolger hatte. Mit einer starken Leistung auf dem Rad ließ er den Abstand auf die Gruppe um Leiferman auf 1:30 Minuten anwachsen. Die Spannung des Rennens ließ auf der Laufstrecke nicht nach, Leiferman drückte aufs Tempo und knapste Sekunde um Sekunde vom Vorsprung des Belgiers ab. Am Ende konnte De Keyser das Zielbanner 30 Sekunden vor dem heranstürmenden Leiferman in die Luft halten. Als Dritter komplettierte der Südafrikaner Bradley Weiss das Siegertreppchen.

Reischmann wird Dritte in Frankreich

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Getty Images for Ironman Alexia Bailly aus Frankreich, die Chilenin Barbara Riveros sowie Anne Reischmann stoßen auf ein gelungenes Rennen und die Podiumsplatzierung an.

Anne Reischmann erkämpfte sich beim Ironman 70.3 Pays d’Aix-en-Provence ihren ersten Podiumsplatz dieser Saison, nachdem die 30-jährige auf Mallorca Fünfte wurde und dort ihren Qualifikationsplatz für die Ironman-70.3-Weltmeisterschaft gesichert hatte. Nach einem für sie nicht so starken Schwimmen kam Reischmann als Siebte aus dem Wasser. Wie jedoch schon in Alcudia zeigte sie auf dem Radkurs, der einige Höhenmeter enthielt, ihre Stärke und fuhr sich im Feld nach vorn. Den abschließenden Halbmarathon lief sie in der zweitschnellsten Zeit des Tages (1:21:46 Stunden) und kam hinter der Siegerin Barbara Riveros aus Chile und der Französin Alexia Bailly als Dritte ins Ziel. Julia Skala auf Position sieben und Stella Kubasch auf Rang zehn rundeten das deutsche Gesamtergebnis in Südfrankreich ab.

Im Starterfeld der Profimänner war es der Franzose Clément Mignon, der nach seinem zweiten Platz vor zwei Wochen auf Mallorca erneut zuschlug und sich mit einem Vorsprung von knapp vier Minuten auf den Dänen Scott Steenberg den Sieg sicherte. Steenberg zeigte in den ersten beiden Disziplinen eine hervorragende Leistung und ging als Erster auf die Laufstrecke. Beim Halbmarathon musste der 22-jährige Däne kämpfen, um seinen Vorsprung zu verteidigen. Am Ende musste er einzig den Mignon ziehen lassen, der den Halbmarathon in 1:10:14 Stunden lief. Dritte wurde der Italiener Mattia Ceccarelli.

Nordamerikanische-Meisterschaften

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Kevin LeClaire/IRONMAN Mit einem Hechtsprung durchbricht Jason West als Sieger der nordamerikanischen Meisterschaft das Zielbanner.

Chattanooga, Tennesse war am vergangenen Wochenende Austragungsort für die nordamerikanische Ironman-70.3-Meisterschaft. In einem starken Teilnehmerfeld setze sich Jason West in 3:37:14 Stunden mit einer knappen Minuten Vorsprung vor Matthew Hanson durch, der vor zwei Wochen bei der Ironman-Weltmeisterschaft in St. George mit dem 13. Platz seinen Qualifikationsplatz für die Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii sicherte. Für Jason West ist es der bisher größte Sieg seiner Karriere. Dritter Amerikaner auf dem Podium war Rodolphe Von Berg, der auf dem Radkurs nichts unversucht ließ, die Gruppe zu verkleinern und die Lücke auf den schnellsten Schwimmer, Ben Kanute, zu schließen.

Bei den Frauen siegte die Amerikanerin Jackie Hering, die gemeinsam mit Paula Findlay aus Kanada auf die Laufstrecke ging. Findlay konnte dem Tempo von Hering, die den Halbmarathon in 1:18:12 Stunden absolvierte, jedoch nicht folgen und überquerte mit vier Minuten Rückstand als Zweite die Ziellinie. Die Britin Holly Lawrence sicherte sich den dritten Platz vor Lesley Smit aus den USA, die das Podium für die Nordamerikanischen Meisterschaften vervollständigte.

Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.
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