Gwen Jorgensen nach Rang 14 beim World-Cup-Comeback: „Das ist ätzend“

Frustriert, aber kämpferisch, gibt sich die Triathlon-Olympiasiegerin von 2016 nach einem für sie enttäuschenden Rennen.

Frank Wechsel / spomedis Die Olympiasiegerin von 2016 hat die Olympischen Spiele 2024 im Blick: Gwen Jorgensen war mit ihrem Rennen in New Plymouth nicht zufrieden.

Es war ihr erstes World-Cup-Rennen im Triathlon seit sieben Jahren und der zweite Wettkampf nach dem dritten Platz beim Oceania Triathlon Cup in Taupo. Am Ende landete Gwen Jorgensen im neuseeländischen New Plymouth auf Rang 14 in 1:04:18 Stunden hinter unter anderem der Lokalmatadorin und Siegerin Nicole Van Der Kaay (1:02:57 Stunden), deren Landsfrau Ainsley Thorpe (1:03:06 Stunden) und der Norwegerin Solveig Løvseth (1:03:14 Stunden). Jorgensen war nur fünf Monate nach der Geburt ihres zweiten Kindes mit ihrem Comeback im World-Cup-Zirkus allerdings überhaupt nicht zufrieden. Schließlich hat die US-Amerikanerin, die zwischenzeitlich fünf Jahre als professionelle Läuferin unterwegs war, mit den Olympischen Spielen 2024 in Paris ambitionierte Ziele. „Das ist ätzend. Ich habe gut trainiert und eine Menge investiert. Ich dachte, ich wäre besser“, erklärte die 36-Jährige frustriert in einem YouTube-Video. „Ich bin traurig und enttäuscht. Aber das ist, wo ich stehe, das ist die Realität.“

- Anzeige -
YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

An Position 37 hatte die Olympiasiegerin von 2016 nach 750 Metern in 10:26 Minuten das Wasser verlassen. „Das ist nicht besonders stark“, bilanzierte Jorgensen. Auf dem Rad habe sie beinahe bis zur Führungsgruppe aufschließen können, musste dann allerdings abreißen lassen, da ihre Beine nicht mehr mitgemacht hätten. Die 20 Kilometer legte sie in 36:09 Minuten zurück. „Es war sehr frustrierend, den Anschluss nicht herstellen zu können.“ Lediglich mit ihrer viertschnellsten Zeit (15:25 Minuten) beim abschließenden Fünf-Kilometer-Lauf sei sie zufrieden gewesen. „Das ist das, was ich momentan beim Laufen leisten kann“, sagte Jorgensen.

Gwen Jorgensen: „Ich werde noch nicht aufgeben.“

Es sei frustrierend, dass sie nicht wisse, was als Nächstes komme. „Ich frage mich, ob es das wert ist. Rang 14, das ist nicht dort, wo ich landen muss.“ Die zweifache Kurzdistanzweltmeisterin gibt sich allerdings ebenso kämpferisch. „Ich werde noch nicht aufgeben.“ Am Wochenende des 15. und 16. April steht sie auf der Startliste beim „Americas Triathlon Cup St. Peters Missouri“.

Fehler gefunden? Bitte teile uns hier mit, was wir verbessern können!

Für öffentliche Kommentare und Diskussionen nutze gern die Funktion weiter unten.

- Anzeige -

3 Kommentare

  1. Als neutraler Zuschauer bin ich ehrlich gesagt froh, dass eine 36-jährige Mutter, die zuvor mehrere Jahre auf der Langdistanz (Marathon) unterwegs gewesen ist, nicht mehr mit der absoluten Weltspitze mithalten kann. Das zeigt, dass der Sport in der Zwischenzeit nicht stehengeblieben ist und neue Champions nachwachsen.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

Verwandte Artikel

Die Action vom Wochenende: Gwen Jorgensen siegt in Chile, Hayden Wilde in Australien

Während die US-Amerikanerin Gwen Jorgensen beim World Triathlon Cup in Chile von Disqualifikationen profitierte, überzeugte der Neuseeländer Hayden Wilde in Melbourne über die Mitteldistanz.

Generationenduell und besondere Location: Fünf Fakten zum WTCS-Rennen in Cagliari

Das WTCS-Rennen in Cagliari wartet mit einer flachen Strecke und einem Strandstart auf. Einige große Namen fehlen auf der Teilnehmerliste beim dritten Stopp der Rennserie. Wir stellen einige interessante Fakten vor.

Mehr lesen und erleben mit triathlon+

Triathlon ist mehr als Schwimmen, Radfahren und Laufen. Mit der Mitgliedschaft bei triathlon+ erlebst du den schönsten Sport der Welt so umfangreich wie nie zuvor. Wir haben drei attraktive Modelle für dich: Mit dem Monatsabo hast du die volle Flexibilität. Mit dem Halbjahresabo kannst du unseren Service umfangreich testen und mit dem Jahresabo sparst du bares Geld.

Monatsabo

9,95 -
Jetzt mitmachen bei triathlon+
  • volle Flexibilität
  • € 9,95 pro Monat
  • monatlich kündbar
Empfehlung!

Jahresabo

89,95 -
Größte Ersparnis bei triathlon+
  • Mindestlaufzeit 12 Monate
  • danach monatlich € 9,95
  • nach 1 Jahr monatlich kündbar

Halbjahresabo

39,95 -
Ein halbes Jahr zum Vorteilspreis
  • Mindestlaufzeit 6 Monate
  • danach monatlich € 9,95
  • nach 6 Mo. monatlich kündbar