Große Rennen trotz Coronakrise:
Hanson mit Comeback-Sieg in Campeche, Sissons und Holland gewinnen Weltcup

Während die meisten Rennen aufgrund des Coronavirus bereits abgesagt wurden, fanden am vergangenen Wochenende trotzdem noch drei große Wettkämpfe mit hochklassigen Startfeldern statt.

Trotz der zahlreichen Wettkampfabsagen aufgrund des Coronavirus und der Tatsache, dass auch die International Triathlon Union (ITU) im Laufe des vergangenen Wochenendes vorerst alle Rennen bis Ende April absagte, fanden am 14. und 15. März noch drei große Veranstaltungen statt: der Ironman 70.3 Campeche in Mexiko, der erste und vorerst letzte ITU-Weltcup über die Sprintdistanz in Mooloolaba (Australien) und die olympische Distanz beim Mooloolaba Triathlon Festival.

Holland und Sissons gewinnen Weltcup-Auftakt in Australien

Beim ersten Weltcup des Jahres im australischen Mooloolaba ging es für eine Vielzahl von Topathleten um den ersten und auch vorerst letzten Weltcup-Sieg der Saison – zumindest für vorerst anderthalb Monate. Kurz nach dem Rennen gab die ITU bekannt, alle Rennen bis Ende April ausnahmslos abzusagen.

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Im erstklassig besetzten Frauenfeld gab es einen britischen Doppelsieg: Vicky Holland setzte sich nach 57:46 Minuten mit der schnellsten Laufzeit des Tages von 16:55 Minuten für die fünf Kilometer gegen Landsfrau Georgia Taylor-Brown durch, die 15 Sekunden später die Ziellinie überquerte. Platz drei ging an Ashleigh Gentle (AUS / 58:13 Minuten), der bei ihrem Heimrennen im Endsprint gegen Andrea Hewitt (NZL) der Sprung aufs Podium gelang. Das Frauenrennen in Mooloolaba fand ohne deutsche Beteiligung statt.

Auch bei den Männern gab es einen Doppelsieg zu verzeichnen. Allerdings nicht für Großbritannien, sondern für Neuseeland. In einem packenden Endsprint um den Sieg setzte sich schließlich Ryan Sissons nach 51:50 Minuten zeitgleich und hauchdünn gegen Hayden Wilde durch. Das Besondere: Wilde, der zuletzt sogar neuseeländischer Meister über 5.000 Meter wurde und sich bei mehreren Lauf- und Radsportevents in hervorragender Form präsentierte, stürzte einen Tag vor dem Wettkampf mit dem Rad, kam ins Krankenhaus und wusste bis zum Rennmorgen nicht, ob er überhaupt an den Start gehen würde. Daher zeigte er sich trotz des knappen Ausgangs nach dem Rennen sehr zufrieden mit dem Resultat. Bronze ging an den Australier Luke Willian nach 51:54 Minuten. Lasse Lührs, einziger deutscher Starter, belegte nach 52:38 Minuten Rang elf.

Alle Ergebnisse gibt es hier.

Hanson und Hering siegen beim Ironman 70.3 Campeche

Beim Ironman 70.3 Campeche in Mexiko sorgte der US-Amerikaner Matt Hanson für ein spektakuläres Comeback. Hanson, der in seiner Karriere dreimal den Ironman Texas gewann, als äußerst starker Läufer gilt und im vergangenen Herbst für drei Monate mit einer Laufverletzung aussetzen musste, meldete sich in beeindruckender Manier zurück. Mit der schnellsten Laufzeit des Tages in 1:15:47 Stunden setzte sich der 34-Jährige nach 3:48:57 Stunden mit 1:11 Minuten Vorsprung gegen den Kanadier Jackson Laundry (3:50:09 Stunden) durch. Rang drei ging an Michael Weiss (AUT / 3:52:24 Stunden). Mitfavorit Cody Beals erwischte einen unglücklichen Tag, hatte sowohl beim Radfahren als auch beim Laufen mit Problemen zu kämpfen und belegte am Ende nur Rang zehn (4:10:48 Stunden). Pieter Heemeryck (BEL), der auch starten wollte und zu den Siegesanwärter gehört hätte, konnte aufgrund der weitreichenden Folgen des Coronavirus seine geplante Reise nach Mexiko gar nicht erst antreten.

Im Frauenrennen setzte sich Jackie Hering (USA) gegen Landsfrau Sarah True durch, nachdem True das Rennen direkt von Beginn an über das gesamte Schwimmen und Radfahren bis hin zu Laufkilometer fünf anführte. Beim Laufen war Hering an diesem Tag allerdings eine Liga für sich, absolvierte den Halbmarathon in 1:23:54 Stunden und lief damit rund achteinhalb Minuten schneller als True. Das Ziel erreichte die 35-jährige Siegerin nach 4:16:48 Stunden und damit 6:49 Minuten vor der Hawaii-Vierten von 2018. Komplettiert wurde das amerikanische Podium durch Danielle Dingman, die nach 4:37:49 Stunden die Ziellinie überquerte. Beide Profirennen in Campeche fanden ohne deutsche Beteiligung statt.

Max Neumann gewinnt Kurzdistanz beim Mooloolaba Triathlon Festival

Der Australier Max Neumann hat die olympische Distanz beim Mooloolaba Triathlon Festival gewonnen. Diese fand etwas modifiziert mit einem verkürzten Schwimmen über 750 Meter statt. Neumann war nach 1:41:54 Stunden im Ziel und hatte damit einen komfortablen Vorsprung von gut zwei Minuten auf den zweitplatzierten Trent Thorpe aus Neuseeland (1:43:55 Stunden). Dritter wurde Neumanns Landsmann Jonathan Sammut in 1:44:46 Stunden.

Auch bei den Frauen waren die Abstände der ersten drei Athletinnen recht groß. Hier siegte die Kanadierin Joanna Brown in 1:57:24 Stunden. Zweite wurde Kerry Morris mit einer Zeit von 1:59:21 Stunden. Sie startete bis Anfang des Jahres für Australien, wurde beim Rennen in Mooloolaba aber lediglich als „internationale Athletin“ aufgeführt, da sie zukünftig unter der irischen Flagge an den Start gehen wird. Platz drei belegte die Australierin Kirralee Seidel (2:01:58 Stunden).

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