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Ironman Lake Placid: Letzte Chance zur WM-Qualifikation für die Profi-Athleten

Matthew Hanson und Joe Skipper peilen beim Ironman Lake Placid das Podium an – und haben das Ticket für die Ironman-Weltmeisterschaft in Nizza bereits in der Tasche. Für andere Profis geht es in dem Rennen um die letzten beiden WM-Slots. Alle Informationen findet ihr hier.

Nils Flieshardt Andreas Dreitz könnte sich einen von zwei Slots für die Ironman-WM in Nizza sichern..

Die letzten beiden Slots für Ironman-Weltmeisterschaft der Männer in Nizza werden am kommenden Wochenende beim Ironman Lake Placid im US-Bundesstaat New York vergeben. Mit dem Rennen läuft also auch der Qualifikationszeitraum für die aktuelle Saison ab. Alle weiteren Profirennen 2023 bieten bereits Tickets für die Ironman-WM der Männer 2024 an, die dann wieder auf Hawaii stattfinden wird. Wir werfen einen Blick auf das Startfeld des bevorstehenden Events.

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Skipper der Favorit für den Sieg

Der Brite Joe Skipper ist eher holprig in die Saison gestartet und hinter seinen eigenen Erwartungen zurückgeblieben. Der 35-Jährige hat keinen Druck, sich für die WM qualifizieren zu müssen, da er dies durch einen Sieg beim Ironman Wales im vergangenen Jahr bereits frühzeitig geschafft hat. Mit seiner gewohnten Stärke, die der Zwölfte der PTO-Rangliste jüngst mit Rang fünf bei der Challenge Roth gezeigt hat, zählt er im US-Bundesstaat New York zu den Kandidaten für den obersten Podestplatz. Der US-Amerikaner Matthew Hanson und der Kanadier Cody Beals sind zwei weitere Athleten, die schon für die Ironman-Weltmeisterschaft qualifiziert sind. Hanson hatte sich den Slot für den Showdown in Nizza im November 2022 als Zweiter beim Ironman Arizona hinter Skipper gesichert. Dem Vorjahressieger des Rennens in Lake Placid, Cody Beals, reichte ein fünfter Platz beim Ironman Texas, um das Ticket zu lösen. Hanson und Skipper sollten gegenüber Beals durch ihr ähnliches Stärkenprofil der Rad-Lauf-Kombination im Vorteil sein, wenn es um die Podiumsplätze geht.

Hoffman, Amberger, Dreitz oder ein anderer Athlet?

Andere Athleten, die gern in Nizza einchecken möchten, stehen gehörig unter Druck – und mit dem Rücken zur Wand. Das heißeste Eisen aus deutscher Sicht hat Andreas Dreitz im Feuer. Für den 34-Jährigen lief zu Saisonbeginn nicht viel zusammen. Umso erfreulicher aus seiner Sicht war zuletzt der neunte Platz bei der Challenge Roth. Mit hinzugewonnenem Selbstvertrauen könnte der Franke bei einem für ihn guten Rennverlauf einen der beiden Slots bekommen. Zumal die beiden Favoriten auf die vorderen Plätze, Hanson und Skipper, die Rennen ähnlich gestalten. „Ich gehe eigentlich ganz entspannt ins Rennen“, sagte Dreitz gegenüber tri-mag.de. Die Form sei noch nicht da, wo sie mal war, dafür seien die Leistungen aller Disziplinen ausgeglichener.

Josh Amberger wird das Rennen mit sehr großer Wahrscheinlichkeit aufgrund seiner Schwimmstärke von Anfang an bestimmen. Der Australier scheiterte in dieser Saison bei seinem bisher einzigen Versuch, einen Nizza-Slot zu lösen, als er beim Ironman Hamburg 13. wurde. Um einen der zwei begehrten Plätze zu erhalten, muss der 34-Jährige am besten mit etwas Vorsprung vor seinen Slot-Konkurrenten auf den abschließenden Lauf gehen. Ben Hoffman, aktuell auf Platz 113 der PTO-Rangliste, ist derweil der einzige Athlet im Startfeld, der bei der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii schon einmal auf dem Podium stand. Die aktuelle Platzierung dürfte auch ein wenig darüber täuschen, was der 39-jährige US-Amerikaner tatsächlich leisten kann. Man darf daher gespannt sein, wie der Routinier ins Renngeschehen eingreifen wird.

Wie sich ein Podiumsplatz in Lake Placid anfühlt, das weiß allerdings Michael Weiss. Im vergangenen Jahr landete der Österreicher hinter Cody Beals auf Rang zwei. Die Stärke des 42-Jährigen ist ganz klar das Radfahren. In Anbetracht der weiteren Konkurrenz wird es für ihn dieses Jahr jedoch schwer, an den Erfolg aus 2022 anzuschließen. Mit Lukas Schnödewind und Yannick Fischbach stehen zwei weitere deutsche Athleten auf der Startliste.

US-amerikanischer Sieg bei den Frauen?

Der Qualifikationszeitraum für die Ironman-WM der Profi-Frauen auf Hawaii ist unterdessen noch bis zum Ironman Mont Tremblant am 20. August geöffnet. Somit werden insgesamt noch sechs Slots für das mythische Rennen im Pazifik offeriert – zwei davon beim Ironman Lake Placid. Das Startfeld bei den Frauen wird bis auf drei Ausnahmen ausschließlich von Athletinnen aus Nordamerika bestimmt. Unter den Starterinnen befindet sich Jodie Robertson, die im vergangenen Jahr als Dritte auf dem Podium landete. Die US-Amerikanerin, die jüngst eine Wildcard für die PTO US Open erhalten hat, gewann vor gut einem Monat den Ironman Coeur d’Alene. Mit Sarah Crowley und Rach McBride sind zwei bekanntere Athletinnen am Start, wobei die Australierin Crowley ihren Platz für Hawaii schon sicher hat. Eine weitere Aspirantin auf einen der beiden Slots kann die ehemalige Olympiateilnehmerin Ai Ueda aus Japan sein.

Liveübertragung des Rennens

Das Profirennen der Männer beginnt am Sonntag um 6:25 Uhr Ortszeit (12:25 Uhr deutscher Zeit), ehe die Frauen zwei Minuten später um 6:27 Uhr (12:27 Uhr) folgen. Das Rennen wird ab 16 Uhr live auf der Ironman-Webseite übertragen. Ferner kann das Rennen auch im Ironman-Tracker verfolgt werden.

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Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.
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2 Kommentare

  1. Ist halt auch ein Statement an IM, dass sich die beiden nordamerikanischen Aushängeschilder Long und Sanders sich offenkundig nicht für Nizza interessieren.
    Brownlee stand seit Hamburg gefühlt/real auf jeder IM-Startliste und ist nirgendwo gestartet. Wird zu M. Realert 2.0.
    Die Athletinnen, die sich zur Zeit noch für Hawaii qualifizieren, sind auch nur noch von der Qualität „best of the rest“. Neulich mit der 50 jährigen McQuaid als I-Tüpfelchen. Das gäbe es bei der Leistungsdichte bei den Männern nicht.

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