Sonntag, 26. Mai 2024

Olympiatest und -quali in Paris: Zeitplan, Strecke, Favoriten und Livestream

Paris ruft zur Generalprobe für die Olympischen Spiele 2024: Vom 17. bis 20. August trifft sich die Kurzdistanz-Elite in der französischen Metropole, um Kurs und Bedingungen zu testen. Wer dabei ist? Wie sieht der Kurs aus? Und wo können die Rennen live verfolgt werden?

Aliaksandrkazlou | Dreamstime.com Mitten in Paris: Start und Ziel an der Pont Alexandre III.

In dieser Woche treffen sich die weltbesten Kurzdistanz-Triathleten in Paris zum Kräftemessen auf dem Kurs für die Olympischen Spiele im kommenden Jahr. An vier Tagen werden die Athleten vor der Kulisse der Wahrzeichen von Paris ihre Wettkämpfe austragen. Für einige Nationen, unter anderem auch für die Deutschen, wird es dabei um die namentliche Direktqualifikation für Paris 2024 gehen.

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Der Kurs

Die Einzelrennen der Frauen und Männer werden über die olympische Distanz von 1.500 Metern Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und 10 Kilometern Laufen ausgetragen. Dabei erfolgt der Start auf einem Ponton am Fuße der Brücke Pont Alexandre III. Auf den zwei Schwimmrunden in der Seine unterqueren die Triathleten jeweils die Invalidenbrücke, ehe es über eine Rampe und 36 Stufen hinauf zur Wechselzone geht.

Der Radkurs besteht aus sieben Runden, die die Distanz von 40 Kilometern ergeben, dabei führt die Strecke am Orsay-Museum, dem Grand sowie Petit Palais entlang sowie über die Avenue des Champs Élysées mit dem Triumpfbogen im Hintergrund – einem Bild, das aus den Übertragungen der Schlussetappe der Tour de France bekannt sein dürfte. Speziell an dem Radkurs ist, dass 26 Prozent der Strecke über Kopfsteinpflaster führen. Der abschließende Zehn-Kilometer-Lauf besteht aus vier Runden à 2,5 Kilometern. Das Ziel wird wie die Wechselzone auf der Pont Alexandre III sein.

Für die Mixed-Staffel wird eine Runde von 300 Metern geschwommen, die 5,8 Kilometer lange Radstrecke besteht aus zwei Runden, die größtenteils flach sind, jedoch einige technische Kurven beinhaltet. Im Gegensatz zum Einzel enthält der Kurs mit guten 32 Prozent einen höheren Anteil an Kopfsteinpflaster. Auch die Laufrunde, die 900 Meter lang ist und zweimal absolviert werden muss, enthält Kopfsteinpflasterabschnitte und endet auf der Alexandre-III-Brücke.

Das Paratriathlon-Rennen wird über die übliche Sprintdistanz ausgetragen: 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen. Das Schwimmen findet wie bei allen anderen Rennen in der Seine statt, wobei nur eine Runde von 750 Metern geplant ist, die unter der Invalidenbrücke hindurchführt. Die 20 Kilometer lange Radstrecke besteht aus einer Runde von 1,5 Kilometern und fünf Runden von je 3,7 Kilometern, die größtenteils flach sind und an ikonischen Orten in Paris vorbeiführen. Die Laufstrecke setzt sich aus einer Runde von 1,2 Kilometern und zwei Runden von je 1,9 Kilometern zusammen.

Donnerstag, 8 Uhr: Die Athletinnen

Sowohl beim Frauenrennen also auch beim Rennen der Männer werden die amtierenden Olympiasieger, Flora Duffy (Bermudas) und Kristian Blummenfelt (Norwegen), am Start sein. Für Flora Duffy ist es der erste internationale Auftritt in diesem Jahr, nachdem sie einen langen Genesungsweg aufgrund eines Kniesehnenrisses hinter sich hat. Mitfavoritinnen werden die Lokalmatadorin Cassandre Beaugrand sowie die mit Startnummer 1 ins Rennen gehende Britin Beth Potter sein. Ebenso ist die amtierende Gewinnerin der PTO US Open Taylor Knibb (USA) wieder auf einer kürzeren Distanz am Start. Ob sie mit den ganz schnellen Läuferinnen mithalten kann, bleibt abzuwarten. Aus deutscher Sicht sind fünf Athletinnen am Start: Neben der amtierenden deutschen Meisterin Lisa Tertsch und der Bronzemedaillengewinnerin der Supersprint-Weltmeisterschaft Laura Lindemann sind Marlene Gomez-Göggel, Nina Eim und Lena Meißner nominiert. Annika Koch sowie die Olympiateilnehmerin von Tokio Anabel Knoll sind nicht mit im Aufgebot der deutschen Mannschaft, da sie zum Meldeschluss nicht unter den Top fünf der deutschen Athletinnen im Ranking der World Triathlon Championship Series (WTCS) vertreten waren. Die beiden schnellsten deutschen Frauen, die unter den Top 8 finishen, qualifizieren sich für die Olympischen Spiele 2024 an gleicher Stelle.

Startliste der Frauen

Freitag, 8 Uhr: Die Athleten

Unter den 66 gemeldeten männlichen Athleten sind neben dem Briten Alex Yee vor allem die Franzosen Léo Bergere, Dorian Coninx und Pierre Le Corre zu beachten, ebenso der Neuseeländer Hayden Wilde, der sich in Hamburg den Weltmeistertitel im Supersprint holte. Wie der Norweger Kristian Blummenfelt den Spagat zwischen den 100 Kilometer langen PTO-Rennen und der olympischen Distanz hinbekommen wird, präsentiert er am Freitag – aber schon zum Supersprint in Hamburg hat der amtierende Olympiasieger gezeigt, dass er durchaus ein Wort auf den kurzen Distanzen mitzureden hat. Im deutschen Aufgebot fehlt der amtierende deutsche Meister Lasse Nygaard Priester, da er, ebenso wie Annika Koch und Anabel Knoll bei den Frauen, nicht unter den Top 5 der deutschen Athleten in der Weltrangliste war. Die Farben der DTU vertreten hingegen Jonas Schomburg, Tim Hellwig, Johannes Vogel, Lasse Lührs und Simon Henseleit. Auch bei den Männern gilt: Die beiden schnellsten Deutschen, die unter den Top 8 finishen, qualifizieren sich für die Olympischen Spiele 2024 an gleicher Stelle.

Startliste der Männer

Wann sind die Rennen?

Alle Rennen werden live und auch im Nachhinein auf triathlonlive.tv zusehen sein. Die Übertragung beginnt jeweils um 7:44 Uhr. Der Startschuss für die jeweiligen Rennen wird immer um 8 Uhr morgens fallen. Dabei haben die Frauen den Auftakt am Donnerstag, dem 17. August, die Männer folgen einen Tag später am Freitag. Am Samstag gehört das Renngeschehen den Paratriathleten, ehe zum Abschluss am Sonntag die Mixed-Relay am Start sein wird. Die deutsche Staffel ist durch den Weltmeistertitel von Hamburg bereits für die Olympischen Spiele 2024 qualifiziert.

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Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.

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