Rookie Raelert auf Platz 3

Er kann auch lang - und wie: Andreas Raelert finisht bei seinem Kona-Debüt auf Platz 3. Bei den Frauen fallen zwei Rekorde, Chrissie Wellington zerlegt das Feld nach Belieben.

Von > | 3. Oktober 2018 | Aus: SZENE

Chrissie Wellington aus Großbritannien gewinnt den Ironman Hawaii viermal.

Chrissie Wellington aus Großbritannien gewinnt den Ironman Hawaii viermal.

Foto >Frank Wechsel / spomedis

Nach der verpassten Olympia-Chance in Peking 2008 hat sich Andreas Raelert für die Langdistanz entschieden – und greift in Kona gleich richtig an. Doch lange bleibt das Rennen zunächst in der Hand der Gastgeber: Andy Potts dominiert das Schwimmen, Chris Lieto das Radfahren. Beim Laufen schließen der Vorjahres-Champion Craig Alexander aus Australien und Raelert zu ihm auf.

Alexander überläuft Lieto

Lieto wird von Alexander überlaufen, kann sich aber vor Raelert durchsetzen. Der Rostocker finisht bei seinem Kona-Debüt vor Chris McCormack als Dritter. Timo Bracht kommt auf Platz sechs ins Ziel. Faris Al-Sultan, der auf der ersten Hälfte der Radstrecke noch in Führung lag, wird Zehnter – ein Platz, der ihm nun anders als in den Vorjahren nicht mehr die direkte Qualifikation für das Folgejahr einbringt, denn als Profi-Kunden-Bindungsprogramm führt die World Triathlon Corporation (WTC) nun das "Kona Pro Ranking" ein, in dem die Profis über die Saison Punkte sammeln müssen, um wieder in Kona an den Start gehen zu können. Erst für den Ironman Hawaii 2019 wird dieses System wieder abgeschafft.

Bei den Frauen fallen die Rekorde

Bei den Frauen erwartet inzwischen jeder eine erneute Dominanz von Chrissie Wellington – und die Britin liefert. in 8:54:02 Stunden verbessert sie den 17 Jahre alten Streckenrekord von Paula Newby-Fraser um 86 Sekunden. Im Ziel hat sie fast 20 Minuten Vorsprung auf die kleine Australierin Mirinda Carfrae, obwohl diese in 2:56:51 Stunden einen neuen Marathonrekord aufstellt. Dritte wird die Spanierin Virginia Berasategui, die in ihrer Karriere gleich zweimal des Dopings überführt wird und damit als eine der größten Betrügerinnen in die Geschichte des Triathlons eingeht.