Samstag, 25. Mai 2024

Supertri E: Wer wird Weltmeister im E-Sports-Triathlon?

Neuer Name, gleiches Format: Bei den Rennen der Supertri E (ehemals Super League Arena Games) werden am Samstag die Triathlon-Weltmeister im E-Sports gekürt. Dabei haben auch deutsche Athletinnen und Athleten Chancen auf den Titel.

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Unter neuem Namen findet die E-Sports-Weltmeisterschaft der ehemaligen Super League Triathlon am kommenden Samstag in London statt. Waren es in den vergangenen Jahren noch mehrere Rennen und Austragungsorte, werden in diesem Jahr die Weltmeister in nur einem Wettkampf ermittelt. Fest steht, dass es keine Titelverteidigung geben wird. Sowohl Henri Schoeman als auch Sophie Linn stehen nicht auf der Startliste für das Indoor-Spektakel, dafür aber eine Handvoll Athleten, die auch für einen Sieg bei den Olympischen Spielen infrage kommen.

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Das Format

Der Druck auf die Profis ist höher als zuvor. In den vergangenen Jahren konnten sie ein schwächeres Ergebnis mit einem weiteren Rennen der Serie ausbügeln. In London besteht dazu keine Möglichkeit mehr. Das Teilnehmerfeld (31 Männer und 22 Frauen) tritt am Vormittag zu Vorläufen an, aus denen die zehn schnellsten Männer und Frauen für das abendliche Finale ermittelt werden.

Die Vorläufe bestehen aus zwei Rennen. Bei beiden gehen die Athleten in der klassischen Abfolge Schwimmen, Radfahren und Laufen an den Start. Nach einer kurzen Pause erfolgt anschließend das zweite Rennen mit Verfolgungsstart. Dort gehen die Teilnehmer in den Zeitabständen des ersten Rennens auf die Strecke. Die Zielreihenfolge bildet zugleich das Endergebnis der Vorläufe. Alle Rennen gehen über die Distanz 200 Meter Schwimmen, 4 Kilometer Radfahren und 1 Kilometer Laufen.

Das Finale wird schließlich im bekannten Format der Arena Games in drei aufeinanderfolgenden Rennen mit kurzen Pausen ausgetragen. Die ersten beiden Rennen werden im Massenstart absolviert. Die Reihenfolge der Disziplinen ändert sich jedoch vom ersten zum zweiten Lauf. So wird zunächst in klassischer Abfolge Schwimmen – Radfahren – Laufen um die besten Plätze gekämpft. Im darauffolgenden Rennen geht es in umgekehrter Reihenfolge (Laufen – Radfahren – Schwimmen) rund. Das letzte der drei Finalrennen wird wiederum im Verfolgungsmodus ausgetragen. Dabei ergeben die Zeiten der ersten beiden Läufe addiert den Startabstand der jeweiligen Athleten. Wer als Erster über die Ziellinie läuft, krönt sich zum E-Sport-Triathlon-Weltmeister 2024.

Die Starterfelder

Im Frauenfeld kommt es zum Aufeinandertreffen von mindestens drei Titelanwärterinnen für die Olympischen Spiele. Darunter die E-Sports-Weltmeisterin von 2022 Beth Potter (GBR), die Französin Cassandre Beaugrand und Katie Zaferes (USA). Potter führt derzeit das Ranking der WTCS an, Beaugrand befindet sich knapp dahinter auf Rang zwei. Aber auch deutsche Starterinnen haben eine Chance auf eine vordere Platzierung, darunter Marlene Gomez-Göggel, Lena Meißner oder Tanja Neubert. Außerdem starten Julia Bröcker und Franka Rust. Die jüngste Starterin im Feld ist erneut Fanni Szalai. Die 16-Jährige Ungarin startete bereits im vergangenen Jahr bei den Arena Games am Sursee und belegte dort den dritten Platz.

Die Starterliste der Herren wird angeführt von Simon Henseleit. Für den Nürnberger wird es das erste Rennen der Saison, nachdem der WTCS-Auftakt in Abu Dhabi kurzfristig abgesagt wurde. Konkurrenz bekommt er unter anderem von Sam Dickinson (GBR), Chase McQueen (USA), Max Stapley (GBR) und dem Briten Hugo Milner, der Ende März den Europe Triathlon Cup in Quarteira gewann. Der Olympia-Bronzemedaillengewinner von 2012, Jonathan Brownlee, hat seinen Start für das Indoor-Format kurzfristig abgesagt. Aus Deutschland stehen des Weiteren Fabian Schönke, Henry Graf und Justus Töpper auf der Starterliste.

Übertragung

Alle Läufe werden live auf YouTube übertragen. Zudem überträgt Eurosport 1 am Samstagabend ab 19:30 Uhr.

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Jan Luca Grüneberg
Jan Luca Grüneberg
Nach dem Studium der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln ist Jan Luca Grüneberg seit 2022 bei spomedis und wurde dort zum Redakteur ausgebildet. Wenn er gerade mal nicht trainiert, hört oder produziert er wahrscheinlich Musik.

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