Ironman Hawaii 1981:
Zwischen 9 und 26 Stunden durch die Lava

Der Ironman hat eine neue Heimat: Auf Big Island entstehen die Mythen, die fortan Sportler aus aller Welt anziehen. 306 Männer und 20 Frauen gehen an den Start der Premiere in Kailua-Kona.

Nach der Abkommandierung von Ironman-Gründer Commander John Collins nach Washington D. C. übernimmt der „Local Health Club“ die Verantwortung für den Ironman. Und der sieht das Potenzial – aber auch die Gefahren. Honolulu und die Straßen Oahus sind zu gefährlich für die Durchführung des 226 Kilometer langen Extrem-Events. Die neue Renndirektorin Valerie Silk sucht eine neue Heimat und wird auf Big Island fündig. Kailua-Kona ist mit seinem Flughafen gut erreichbar – und die Laufstrecke führt bis 1989 sogar über den damaligen Airport. Nördlich von diesem: Lava, nichts als Lava. Und das bis Hawi, dem Wendepunkt der Radstrecke.

Mythen entstehen

Der Queen Kaahumanu Highway wird der Schauplatz vieler zukünftiger Triumpfe und mindestens ebenso vieler Tränen und Dramen. Ging es in und um Honolulu noch heiß, aber zivilisationsnah zu, wird der Ironman erst in den Lavafeldern der Kona-Küste zur wahren Herausforderung gegen die Naturelemente. Jetzt entstehen die Mythen, die immer mehr Anziehungskraft auf Sportler in aller Welt entfalten. Und auch organisatorisch macht das Rennen einen Riesenschritt nach vorn: Musste bisher jeder Teilnehmer seinen eigenen Helfertross organisieren, schaffen es Silk und ihr Team, für die 326 Teilnehmer 950 Volunteers an den Streckenrand zu bringen.

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Zwischen 9 und 26 Stunden

Erster Sieger in der neuen Heimat des Ironman wird der dreifache Olympia-Radfahrer im US-Trikot John Howard in 9:38:29 Stunden. Bei seinem einsamen Ritt auf dem Queen Kaahumanu Highway ist er eine halbe Stunde schneller als die Konkurrenz. Schon im Vorjahr, als er Dritter wurde, hatte er mit einer Zeit von 4:28 Stunden auf der weniger windanfälligen Strecke um Oahu für Aufmerksamkeit gesorgt.

Von den insgesamt 20 Frauen ist Linda Sweeney die Schnellste. Den Rekord der bis dahin langsamsten Finisher-Zeit stellt der 72-jährige Walt Sack auf – mit 26:20 Stunden.

Ironman Hawaii 1981 | Männer

16. Februar 1981 | Kailua-Kona, Hawaii (USA)

PLATZNAMELANDGESAMT3,86 KM SWIM180,2 KM BIKE42,195 KM RUN
1John HowardUSA9:38:291:11:125:03:293:23:48
2Tom WarrenUSA10:04:380:59:405:37:093:27:49
3Scott TinleyUSA10:12:471:05:345:47:523:19:21
4Thomas BougheyUSA10:23:400:56:265:57:003:30:14
5Dennis HansenUSA10:26:431:03:486:01:453:21:10
6Dante DettamantiUSA10:29:021:11:095:36:153:41:38
7James ButterfieldBER10:31:261:27:485:58:303:05:08
8Jonathan DurstUSA10:34:110:58:075:33:474:02:17
9Conrad KressUSA10:38:151:02:265:49:403:46:09
10Roland KrueperUSA10:39:111:02:566:00:573:25:28

Ironman Hawaii 1981 | Frauen

16. Februar 1981 | Kailua-Kona, Hawaii (USA)

PLATZNAMELANDGESAMT3,86 KM SWIM180,2 KM BIKE42,195 KM RUN
1Linda SweeneyUSA12:00:321:02:076:53:284:04:57
2Sally EdwardsUSA12:37:251:28:306:58:364:10:19
3Lyn BrooksUSA12:42:151:20:077:13:114:08:57
4Cynthia MarksUSA13:00:511:11:077:33:024:16:42
5Kika WalkerUSA13:33:291:08:177:21:475:03:25
6Nancy KummenUSA13:34:161:51:176:26:065:16:43
7Georgia GatchUSA14:21:001:05:377:23:365:51:47
8Carol LaplantUSA14:24:151:45:277:43:494:54:59
9Christa ObaraUSA14:44:072:10:447:48:504:44:33
10Patricia SpechtUSA14:50:081:57:067:41:135:11:49

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