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Andreas Böcherer beendet seine Karriere ohne Abschiedsrennen

Er ist dann mal weg: Andreas Böcherer beendet seine erfolgreiche Karriere als Profi.

„Klar war ich traurig, dass ich nicht noch ein Abschiedsrennen bestreiten konnte, zum Beispiel in Roth. Aber nachdem ich das verdaut habe, blicke ich jetzt sehr zufrieden zurück auf das Große und Ganze.“ Andreas Böcherer wirkt entspannt im Gespräch mit tri-mag.de und betont, dass er sich sehr gut fühle mit seiner Entscheidung. „Die Dankbarkeit überwiegt.“

Bereits im Frühjahr kündigte der Freiburger sein Karriereende an, plante aber noch Teilnahmen unter anderem beim Ironman Südafrika, der WM in St. George oder der Challenge Roth. Einen letzten Start verhinderten dann „nervige Infekte“, wie Böcherer sagt. „Es war zuletzt schon abzusehen, dass Triathlon kein Broterwerb mehr für mich ist.“

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In 7:53:40 Stunden beendete Böcherer 2016 den Ironman Frankfurt

Mit seiner 15 Jahre andauernden Profikarriere darf der 39-Jährige mehr als zufrieden sein. Böcherer benennt den Gewinn der 70.3-Europameisterschaft 2011 in Wiesbaden, Platz zwei beim Ironman Frankfurt 2016 mit einer Zeit von 7:53:40 Stunden („ohne Carbonschuhe“) sowie Rang fünf 2016 bei der Ironman-WM auf Hawaii als seine größten sportlichen Erfolge. Auf der Mitteldistanz gelangen ihm zudem elf Ironman-70.3-Siege und eher zum Ende seiner Laufbahn triumphierte er 2018 erstmals bei einem Ironman-Rennen (Italien) sowie im Vorjahr beim Ironman Lanzarote.

Er ging keiner Konkurrenz aus dem Weg, legte sich stets mit der Weltspitze an

Andreas Böcherer machte es sich nie einfach, trat oft in stark besetzten Rennen an und legte sich gern und immer wieder mit der Weltspitze an. Deshalb musste er sich gelegentlich mit den undankbaren Plätzen zwei oder drei begnügen.

Es sind aber auch die vielen kleinen Momente, die Böcherer im Rückblick auf die Profizeit sofort einfallen, und die ihm wichtig sind und waren. Beispielsweise als Sebastian Kienle 2016 beim Ironman Frankfurt auf ihn wartete, ihm zunickte und ihm damit seinen Respekt zollte, nachdem er kurz vorher fast mit einem Motorrad kollidiert wäre. Und es sind die vielen schönen Reisen, die ihm Triathlon ermöglicht hat und die er teilweise mit Familie und Kindern machen konnte.  

Böcherer startet neue Karriere im Datenanalyse-Bereich

Dennoch, eine Rückkehr wird es nicht geben. Andreas Böcherer schlägt demnächst ein neues Kapitel auf, er befinde sich gerade, wie er sagt, „in der heißen Bewerbungsphase“. Er wird in den Datenanalyse-Bereich einsteigen und hat dann nur noch entfernt mit Triathlon zu tun. „Ich werde weiter Sport machen, aber natürlich nicht mehr auf diesem Niveau.“ Er möchte zukünftig in seiner Freizeit gern zwei, drei Athleten betreuen.

Seine Abschiedsnachricht in den sozialen Medien habe Andreas Böcherer mehrmals angefangen und mehrmals seinen Text wieder verworfen. Am Ende ist es diese kurze Nachricht geworden, in der, wie er sagt, alles Wichtige drinstehe: „„Bin dann mal weg. Danke Triathlon, das war eine geile Zeit!“

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3 Kommentare

  1. Hätte ihn gerne nochmal auf großer Bühne gesehen. Die Generation um Sebi und Co. tritt ab. Ich hab selbst ca. 2009 mit Triathlon begonnen und als Freiburger die Karriere von Andi natürlich genau verfolgt. Wie schon geschrieben, einer der sympathischsten Athleten überhaupt. Und für mich immer die Benchmark des ungedopten Athleten. Er wird dem Triathlonzirkus fehlen!

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Christian Wriedt
Christian Wriedt
Schreiben und Bearbeiten von Texten, Verbesserung der internen Abläufe und Erstellung von Abgabeplänen – das ist der tägliche Dreikampf von Christian Wriedt in der triathlon-Redaktion. Der studierte Sportwissenschaftler ist vor allem aufgrund seiner langjährigen journalistischen Erfahrung verpflichtet worden. Dem Triathlon begegnet der gebürtige Hamburger und leidenschaftliche Fußballer mit großer Neugier und noch größerem Respekt.

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