NEU! triathlon-News Ausgabe vom 29. Oktober, 06:02 Uhr · 1:03 Min · Kurzfassung

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Jan Frodeno plant Karriereende nach der Ironman-WM 2023

Eigentlich sollte 2022 für Jan Frodeno ein besonderes Jahr werden: eine Saison mit zwei Ironman-Weltmeisterschaften innerhalb von fünf Monaten, mit dem zweiten Collins Cup, mit Duellen gegen die arrivierten Konkurrenten – und gegen die Aufsteiger aus Norwegen. 2022 ist bisher auch ein besonderes Jahr für den 41-Jährigen. Allerdings in anderer als der ursprünglich gedachten Form. Es ist bislang ein Jahr der Rückschläge: Erst bremst ihn eine Coronainfektion kurzzeitig aus, dann verhindert ein Teileinriss der Achillessehne seinen Start bei der Ironman-WM im Mai in St. George. Sein Comeback-Rennen bei der Challenge Roth beendet Frodeno nach wenigen Laufkilometern vorzeitig, um seinen Start bei der Ironman-WM auf Hawaii im Oktober nicht zu gefährden. Doch ein Radsturz beendet schließlich auch diesen Traum, da – einfach ausgedrückt – eine dadurch verursachte Infektion im Bereich der Hüfte drei Operationen nach sich zieht. Über die ernste Situation und wie er seine Zukunft sieht, spricht der dreifache Ironman-Weltmeister jetzt in einem Welt-Interview.

Es geht um mehr als Sport

So sei es nicht nur um seine sportliche Karriere gegangen. „Mein Arzt in Deutschland hat das ferndiagnostisch betreut und sagte irgendwann zu mir: ‚Junge, nur dass du es kapierst, hier geht es nicht mehr um Sport, hier geht es darum, dass du irgendwann wieder normal gehen kannst’”, erklärt der 41-Jährige in dem Interview. Das sei der Moment gewesen, „in dem du sagst: Jetzt ist alles andere zweitrangig. Wenn die Alternative eine Gewebetransplantation ist, geht es nicht um dreieinhalb Watt mehr oder weniger auf dem Rad, sondern um einen gediegenen Ruhestand irgendwann einmal”.

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2023 soll das Karriereende folgen

In dem Interview verrät der 41-Jährige, der kürzlich mit seiner Familie aus dem spanischen Girona nach Andorra gezogen ist, auch, dass er seine Karriere nach einem Sieg im Oktober auf Hawaii beendet hätte – nach einem Abschiedsrennen in Deutschland. Nun aber disponiere er um und visiere seinen Start auf Hawaii im kommenden Jahr an. „Ich will 2023 hinfahren mit der festen Überzeugung, dass ich noch der Beste sein kann, dass ich gewinnen kann.“ Es soll der letzte Höhepunkt seiner Karriere werden – und ein besonderes Jahr, wie Frodeno im Welt-Interview betont: „Ich freue mich darauf, mein letztes Karrierejahr gemeinsam mit [meinen Kindern] anzugehen, als Familie.“

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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

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