NEU! triathlon-News Ausgabe vom 21. Oktober, 06:02 Uhr · 1:01 Min · Kurzfassung

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DTU nominiert Martin Engelhardt für DOSB-Präsidentenamt

Die Deutsche Triathlon Union hat gemeinsam mit weiteren Mitgliedsverbänden des DOSB den Wahlvorschlag für ihren Präsidenten Martin Engelhardt eingereicht. Präsidium und Landesverbände hatten ihm am vergangenen Wochenende einstimmig ihre Unterstützung zugesagt, die Wahl findet am 5. Dezember 2026 in Frankfurt am Main statt. Engelhardt (66) führt die DTU von 1987 bis 2001 und erneut seit 2011, seit 2024 ist er DOSB-Vizepräsident.

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Böcherer, Frommhold und Stein schielen beim Ironman Lanzarote auf die Kona-Quali

Michael Rauschendorfer Anspruchsvolles Terrain: Besonders der bergige und windanfällige Radkurs auf Lanzarote hat es in sich. Der US-Amerikaner Jesse Thomas sicherte sich im Jahr 2016 beim Rennen auf der Vulkaninsel den Sieg vor Jan Frodeno.

Vom Rennen auf der Vulkaninsel Lanzarote zur Weltmeisterschaft auf der hawaiianischen Vulkaninsel Big Island: Diesen Plan haben gleich mehrere deutsche Athleten ins Auge gefasst, die im bisherigen Qualifikationszeitraum noch keines der begehrten Tickets für die Ironman-WM ergattern konnten. Am kommenden Samstag werden je zwei Startplätze bei den Profimännern und Profifrauen ausgelobt. Da das Starterfeld der Profimänner mit 51 gemeldeten Athleten im Vergleich zu 17 Profifrauen genau dreimal größer ist, ist es außerdem realistisch, dass der Veranstalter die zwei zusätzlichen „unassigned“ (nicht zugewiesenen) Kona-Slots ebenfalls im Rennen der Herren verteilt. Die Chancen, einen der begehrten Startplätze für die WM im Oktober von der Kanareninsel mit nach Hause zu nehmen, stehen also vermutlich besonders bei den Profimännern gut.

Böcherer will sich den Sieg sichern

Ein Spaziergang zum Kona-Ticket wird es auf dem anspruchsvollen Kurs auf Lanzarote jedoch nicht. Besonders der bergige und windanfällige Radkurs mit knapp 2.400 Höhenmetern hat es in sich. Nur, wer auch in der zweiten Disziplin eine beachtliche Watt-pro-Kilogramm-Leistung abliefern kann, hat bei der Vergabe um die vorderen Plätze überhaupt eine Chance. Diese Tatsache könnte besonders den drei deutschen Athleten Andreas Böcherer, Nils Frommhold und Boris Stein in die Karten spielen, die allesamt als starke Radfahrer bekannt sind. Böcherer kennt das Rennen auf der Kanareninsel bereits: Im Jahr 2007 feierte er auf Lanzarote sein Langdistanzdebüt und kam als Fünfter über die Ziellinie. 14 Jahre später ist die Marschroute für den Freiburger klar: Platz eins soll her. „Ich freue mich auf ein echtes Battle und habe keinen Grund, mich zu verstecken“, teilte Böcherer einige Tage vor dem Rennen mit. In allen drei Disziplinen sehe er sich gut gerüstet: „Beim Schwimmen hat mir das Training mit dem Baden-Württembergischen Triathlonverband sehr geholfen. Auf dem Rad bin ich in extrem guter Form und beim Laufen so stabil wie selten“, so Böcherer weiter.

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Frommhold und Stein nach DNF in Tulsa bei zweiter Langdistanz der Saison

Nils Frommhold, der zuletzt beim Ironman Tulsa ein DNF zu verzeichnen hatte, will sich nun im zweiten Anlauf in dieser Saison das Ticket für seinen fünften Start auf Hawaii sichern. „Ich weiß immer noch nicht, ob das Rennen eine Schönheit oder ein Biest ist, aber ich mag die Vorstellung, an dieser ikonischen Startlinie zu stehen“, teilte Frommhold über seinen Instagram-Kanal mit. Boris Stein hatte bei der Heimreise von Tulsa das gleiche unbefriedigende Resultat im Gepäck: Auch beim Westerwälder stand nach verletzungsbedingten Problemen ein DNF zu Buche. Sollte Stein im Vorfeld des Rennens dieses Mal ohne Hindernisse durch die Rennwoche kommen, ist ihm – wie auch Frommhold und Böcherer – der Sieg bei der Langdistanz auf Lanzarote zuzutrauen. Aus dem deutschen Lager stehen außerdem noch Sebastian Neef, Markus Thomschke, Stefan Schumacher, Fabian Rahn und Christian Altstadt auf der Startliste.

Starke internationale Konkurrenz

Beim Kampf um die Podestplätze und die Kona-Slots könnten den deutschen Startern auch einige internationale Athleten gefährlich werden. Mit Startnummer eins geht der Italiener Alessandro Degasperi an den Start, der die Langdistanz 2018 und 2015 bereits gewinnen konnte. Auch Patrick Nilsson gehört zum engsten Favoritenkreis. Der Schwede hat nach seinem DNF in Tulsa noch etwas gutzumachen und sicherlich auch ein Auge auf einen der Slots. Gleiches gilt für den Franzosen Antony Costes, der in Tulsa als 36. finishte. Neben dem Spanier Ivan Rana zählen außerdem Frodenos Trainingsgefährte Nick Kastelein (AUS), Kristian Hogenhaug (DEN), Pieter Heemeryck (BEL) und Matt Trautman (ZAF) zum Kreis der Favoriten auf die vorderen Plätze – alle ebenfalls noch ohne Ticket für die WM auf Hawaii.

Überschaubares Profifeld der Frauen

Das Starterfeld der Profifrauen ist deutlich kleiner als das der männlichen Profis. Mit der Britin Simone Mitchell und der Dänin Michelle Vesterby stehen zwei Athletinnen ganz oben auf der Startliste, denen beiden der Sprung auf den obersten Podestplatz zuzutrauen ist, die beide jedoch ihr Kona-Ticket bereits in der Tasche haben. Noch ohne Startberechtigung für die Weltmeisterschaft auf Hawaii sind Manon Genet (FRA), die in dieser Saison mit ihrem Sieg bei der Mitteldistanz beim TriGames Cagnes-Sur-Mer bereits ihre gute Form unter Beweis gestellt hat, die Britin Laura Siddall, die zuletzt auf Platz vier bei der Challenge St. Pölten landete‚ und die Belgierin Alexandra Tondeur. Für Deutschland steht unter anderem Jenny Schulz auf der Startliste, die voraussichtlich auch als einzige deutsche Athletin auf Lanzarote an den Start gehen wird.

Startzeiten, Preisgeld, Livetracker

Der Startschuss bei den Profimännern fällt um 7 Uhr Ortszeit (8 Uhr deutscher Zeit). Fünf Minuten später beginnt das Rennen der Profifrauen und weitere fünf Minuten später starten die ersten Agegrouper in ihren Wettkampf auf Lanzarote. Die Profis kämpfen um ein Gesamtpreisgeld in Höhe von 50.000 Euro. Einen Livestream des Rennens wird es nach bisherigen Erkenntnissen nicht geben. Das Geschehen bei der Langdistanz und die Zwischenstände können jedoch wie gewohnt über den Live-Tracker von Ironman verfolgt werden.

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Marvin Weberhttp://marvinweber.com/
Marvin Weber ist Multimedia-Redakteur bei triathlon: Neben Artikeln fürs Magazin und die Homepage ist der gebürtige Siegerländer auch immer auf der Suche nach den besten Motiven für die Foto- und Videokamera. Nach dem Umzug in die neue geliebte Wahlheimat Hamburg genießt er im Training vor allem die ausführlichen Ausfahrten am Deich.

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