Sonntag, 21. April 2024

Gwen Jorgensen belegt Platz neun bei U.S. Olympic Trials über 5.000 Meter

Der größte Moment ihrer Karriere: 2016 gewann Gwen Jorgensen in Rio de Janeiro olympisches Gold im Triathlon, wechselte kurze Zeit später in den Laufsport. Eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Tokio über 5.000 Meter verpasste die 35-jährige Amerikanerin gestern Nacht bei den U.S. Olympic Trials in Eugene.

Kurz nach ihrem emotionalen Triathlon-Olympiasieg 2016 in Rio de Janeiro gab Gwen Jorgensen überraschend bekannt, dass sie die Sportart wechseln würde – mit dem klaren Ziel, zu den Olympischen Spielen zurückzukehren und eine Medaille zu gewinnen. Der ursprüngliche Plan für Tokio: ein Start im Marathon. Nachdem der Umstieg auf den Unterdistanzen für die Ausnahmeläuferin im Triathlon hervorragend lief, setzten Verletzungsprobleme und Stagnation ein, die von 2018 bis 2020 zu mehr enttäuschenden als erfolgreichen Ergebnissen für Jorgensen führten. Als Konsequenz folgte die Einsicht, dass eine Qualifikation und das notwendige Training für eine konkurrenzfähige Marathonleistung nicht machbar seien. Jorgensen, die sich dem erfolgreichsten amerikanischen Laufteam, dem Bowerman Track Club, anschloss, fasste mit ihrem Coach Jerry Schumacher einen Alternativplan: den Umstieg auf die Bahn und der Fokus auf 5.000 und 10.000 Meter. Jorgensen lief die 5.000 Meter in diesem Jahr in einer neuen Bestzeit von 15:09 Minuten und blieb damit hauchdünn unter der geforderten Olympia-Norm der Frauen von 15:10 Minuten. Zeitgleich sicherte sie sich schon im vergangenen Jahr die Qualifikation für die amerikanischen Olympic Trials über 5.000 Meter, bei denen die ersten drei Frauen (mit Olympia-Norm) das US-Ticket nach Tokio bekommen.

Platz neun bei Hitze-Trials in 15:50 Minuten

Erwartungsgemäß musste sich Jorgensen der starken Konkurrenz bei den U.S. Olympic Trials in der vergangenen Nacht geschlagen geben und landete auf Platz neun im Endlauf – angesichts der nur knappen Qualifikation im Vorlauf vor drei Tagen kein schlechtes Ergebnis. Bei warmen und schwülen Bedingungen im neuen Stadion „Hayward Field“ in Eugene, Oregon, erreichte die 35-Jährige nach 15:50.62 Minuten das Ziel und verpasste damit eine Teilnahme über 5.000 Meter bei den Olympischen Spielen in Tokio. Jorgensens favorisierte Teamkolleginnen Elise Cranny und Karissa Schweizer landeten in 15:27 und 15:28 Minuten auf den ersten beiden Rängen. Das dritte Tokio-Ticket holte Rachel Schneider (15:29 min). Auf einem Foto bei Instagram ist Jorgensen nach dem Rennen zusammen mit Cranny und Schweizer zu sehen. In der Bildunterschrift freut sich die ehemalige Triathletin für die beiden Mitstreiterinnen und lässt von der Enttäuschung zunächst nichts durchblicken. Sie kündigt aber an, in den kommenden Tagen einen ausführlichen Rennbericht folgen zu lassen.

Fehler gefunden? Bitte teile uns hier mit, was wir verbessern können!

Für öffentliche Kommentare und Diskussionen nutze gern die Funktion weiter unten.

- Anzeige -
Simon Müller
Simon Müller
Simon Müller ist selbst als ambitionierter Athlet unterwegs. 2022 wurde er Deutscher Meister auf der Kurzdistanz, 2019 qualifizierte sich bei seinem ersten Ironman in Mexiko mit einem AK-Sieg in 8:45 Stunden für den Ironman Hawaii. In seiner Brust schlägt neben dem Triathleten- auch ganz besonders ein Läuferherz. Simons Bestzeite über 10 Kilometer liegt bei unglaublichen 30:29 Minuten.

Verwandte Artikel

Laura Lindemann bloggt: Veränderungen für die Olympischen Spiele 2024

Laura Lindemann ist eine von drei Olympia-Starterinnen in Paris 2024. Auf tri-mag.de berichtet sie von ihrer Vorbereitung sowie den Höhen und Tiefen, die ihr auf dem Weg begegnen. Wie hat sich das Team um Lindemann im vergangenen Jahr entwickelt – und welchen Blick auf den Triathlonsport als Beruf hat Anne Haug ihr vermittelt?

Die Action vom Wochenende: Gwen Jorgensen siegt in Chile, Hayden Wilde in Australien

Während die US-Amerikanerin Gwen Jorgensen beim World Triathlon Cup in Chile von Disqualifikationen profitierte, überzeugte der Neuseeländer Hayden Wilde in Melbourne über die Mitteldistanz.

ePaper | Kiosk findenAbo

Aktuelle Beiträge

Mehr lesen und erleben mit triathlon+

Triathlon ist mehr als Schwimmen, Radfahren und Laufen. Mit der Mitgliedschaft bei triathlon+ erlebst du den schönsten Sport der Welt so umfangreich wie nie zuvor. Wir haben drei attraktive Modelle für dich: Mit dem Monatsabo hast du die volle Flexibilität. Mit dem Halbjahresabo kannst du unseren Service umfangreich testen und mit dem Jahresabo sparst du bares Geld.

Monatsabo

9,95 -
Jetzt mitmachen bei triathlon+
  • volle Flexibilität
  • € 9,95 pro Monat
  • monatlich kündbar
Empfehlung!

Jahresabo

89,95 -
Größte Ersparnis bei triathlon+
  • Mindestlaufzeit 12 Monate
  • danach monatlich € 9,95
  • nach 1 Jahr monatlich kündbar

Halbjahresabo

39,95 -
Ein halbes Jahr zum Vorteilspreis
  • Mindestlaufzeit 6 Monate
  • danach monatlich € 9,95
  • nach 6 Mo. monatlich kündbar