Kein Rennen Ende September:
Ironman Frankfurt für das Jahr 2020 abgesagt

Nach vielen Wochen der Ungewissheit gibt es seit Mittwochmittag die endgültige Klarheit: In diesem Jahr wird es in Frankfurt keine Ironman-Langdistanz mehr geben. “Hessenschau.de” berichtete zuerst über die Absage.

Nachdem die für den 28. Juni geplante Ironman-Europameisterschaft Anfang April mit diversen weiteren Rennen des Veranstalters wie in Hamburg, im Kraichgau oder Nizza vorerst auf einen späteren Termin im Jahr verschoben wurde, gibt es für den großen Showdown in Frankfurt nun die Gewissheit, dass in der Mainmetropole im Jahr 2020 kein großer Triathlonwettkampf der Marke Ironman mehr stattfinden wird. Spekuliert wurde in den vergangenen Wochen immer wieder über eine Verschiebung des Rennens auf das letzte Septemberwochenende. „Die Enttäuschung können wir mehr als gut verstehen, denn wir teilen sie alle. Auch wenn wir das Rennen nicht zum ursprünglich geplanten Zeitpunkt durchführen können, freuen wir uns umso mehr auf unvergessliche Momente bei der Mainova Ironman European Championship Frankfurt am 27. Juni 2021″, wird Oliver Schiek, Geschäftsführer von Ironman Germany, in der Pressemitteilung des Unternehmens zitiert. Vonseiten der Stadt Frankfurt heißt es: “In diesen Zeiten der Corona-Pandemie steht für die Veranstalter die Gesundheit von Athletinnen und Athleten und den vielen Helferinnen und Helfern an der Strecke an erster Stelle – so schmerzlich die Absage dieses absoluten Leuchtturm-Events uns alle trifft”, sagt Markus Frank, Stadtrat und Dezernent für Wirtschaft, Sport, Sicherheit und Feuerwehr der Stadt Frankfurt am Main.

Vier Optionen für angemeldete Athleten

Für die gemeldeten Starter des Rennens will das Unternehmen vier Optionen anbieten: die Ummeldung für das Ironman-Rennen in Frankfurt im kommenden Jahr am 27. Juni 2021 oder die Übertragung des Startplatzes auf den am 6. September geplanten Ironman Hamburg, den Ironman Portugal Cascais (7. November 2020) und den Ironman Tallinn in Estland (5. September 2020). Alle Optionen sind kostenfrei. Für die Übertragung des Startplatzes auf eines der drei Rennen, die in diesem Jahr in Hamburg, Cascais und Tallinn stattfinden sollen, sind die Kontingente laut Ironman begrenzt.

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Staffelrennen am “längsten Tag des Jahres” im Hessischen Rundfunk

Komplett ohne Triathlonveranstaltung wird das kommende Wochenende, an dem beim Ironman Frankfurt eigentlich mit Athleten wie Patrick Lange und Daniela Bleymehl an den Start gegangen wären, nicht über die Bühne gehen. Das hr-Fernsehen, das in den vergangenen Jahren sonst die Europameisterschaft in der Mainmetropole übertragen hat, wird am 28. Juni einen Staffelwettkampf ausrichten, bei dem drei Staffeln gegeneinander antreten werden. In der Ironman-Staffel werden sich Andreas Raelert, Patrick Lange und Anne Haug die Mitteldistanz über 1,8 Kilometer Schwimmen, 80 Kilometer Radfahren und 20 Kilometer Laufen teilen. Als Gegner von Raelert, Lange und Haug werden für die Experten-Staffel Sarah Köhler, John Degenkolb und Gesa Felicitas Krause sowie für die Legenden-Staffel Jan Sibbersen, Max Levy und Daniela Bleymehl sowie Nicole Leder (beide jeweils zehn Kilometer) in den Wettkampf starten.

Übertragen wird das Rennen im hr-Fernsehen und auf hessenschau.de am 28. Juni von 11 bis 16.15 Uhr.

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11 Kommentare
  1. Marcel

    da hat doch eh keiner dran geglaubt, also wer soll da enttäuscht sein? Ausser das man unnötig hingehalten wird von IM bis mal vernünftige Informatonen kommen, dass ist die einzigste Enttäuschung.

    1. Christian Frank

      Welche andere Information als die, dass man mit Stadt und Behörden in Gesprächen steht, wäre vernünftig gewesen?

  2. Ina

    mal schauen was noch so alles abgesagt wird, was derzeit noch eifrig organisiert wird. Ich könnte mir gut vorstellen, dass auch IM Hamburg noch abgesagt wird. Nachdem auch der Marathon Berlin in dem Jahr nicht stattfindet, habe ich meine Zweifel das überhaupt ein Triathlon in diesem Jahr sein wird. Verstehen kann ich es, weil es sollte für jeden sichtbar sein, Corona ist nach wie vor aktiv. Wir wollen das nur nicht wahrhaben, solange es noch nicht uns, oder unseren Bekanntenkreis getroffen hat. Ich denke für unser aller Gesundheit, sollten wir einfach mal auf Dinge verzichten die nicht lebenswichtig sind. Vielleicht sollten die großen Veranstalter lieber ein Rennen rein für die Profis planen, damit die wenigstens Geld verdienen können, da sind es nicht soviele Starter und man kann da mit Sicherheit auch mal reale Rennen für die machen. Wir Agegrouper aber sollten einfach mal Vernunft walten lassen. Ich bin da total überrascht, wie viele das Rennen vor ihre eigene Gesundheit stellen wollen, aber sonst immer am meckern sind, wenn es beim Schwimmen rau zu geht, oder der Radstreckenkurs nicht so abgesichert ist, wie man sich das gerne wünscht, da wird dann geschrien nach Sicherheit und bei der Gesundheit aller da siegt dann er Egoismus? Ich kann das nicht nachvollziehen. Vielleicht sollten wir auch mal an die Organisatoren und Behörden denken, die für uns alle eine Entscheidung treffen müssen, wenn es gut geht ist alles fein, aber wehe es löst ein Infektionsgeschehen aus. Man sollte sich mal in andere Rollen versetzen.
    Und das der IM Frankfurt abgesagt werden muss kann man doch auch nachvollziehen, eine Region wie Frankfurt hat in normalen Zeiten jede Woche irgendein Event, auch was an Vereinen und DRK benötigt wird, diese ganze Zahl an Helfern. Diese Terminlücken müssen erst einmal vorhanden sein, daher mich wunderte das nicht und nein ich bin nicht enttäuscht zumal der Veranstalter nichts dafür kann, es ist einfach eine neue Krankheit schuld, die aktuell die Welt in Atem hält und gerade nichts mehr so ist, wie es mal war. Leisten wir einfach mal alle einen Beitrag, damit es bald wieder so sein kann, wie es mal war. Dazu muss aber jeder mal sein “ich will aber” Egoismus abstellen. Es ist ja nicht so das wir unseren Sport nicht ausüben können, wir müssen einfach “nur” auf Wettkämpfe mal verzichten, mehr ist das nicht.

    1. Fred

      @ Ina: den meisten geht doch alles schon wieder am Hintern vorbei, die waren nicht betroffen und schon ist für sie Corona nicht existent. Die wenigsten halten Abstand und leider auch unter Triathleten sind viele Egoisten unterwegs. Ich kotze schon immer wenn ich mit dem Auto unterwegs bin, da sieht man ja wie viele sich beim “Radtraining” verhalten, rote Ampel drüber, Vorfahrt geht mich nichts an, einfach ballern. Denen ist auch die Gesundheit völlig egal – ob eigene oder der anderen. Verzicht ist für die einfach ein Fremdwort. Aber es gibt auch sehr viele die brauchen in dem Jahr tatsächlich keinen Wettkampf und schützen die anderen – somit schließe ich mich deinen Ausführungen an!

    2. Jan

      Wir müssen nicht nur auf Wettkämpfe verzichten sondern bei IM auch auf Erstattung oder Gutschein. Wenn man die angebotenen Alternativen nicht nutzen kann ist das Geld weg. Steht zwar in den AGB, die sind aber unwirksam (habe ich prüfen lassen). Alle anderen erstatten ja auch bzw. geben Gutscheine aus. Bei einem kleinen Veranstalter kann ich das ja noch nachvollziehen, nicht aber bei einem börsennotierten Millionenunternehmen.

  3. Christopher

    Ja, genau! Wir sollten auf alles lebenswichtige verzichten! Wenn wir einfach die Grenzen zu lassen, uns komplett abschotten, den Flugverkehr einstellen und das Haus auch nur noch verlassen, wenn es wirklich lebensnotwendig ist – natürlich nur noch mit Ganzkörperschutzanzügen-, dann könnten wir vielleicht alle über 130 Jahre alt werden und am Ende nur aus purer Langeweile sterben. Ich denke, dass dieser Beitrag ähnlich qualifiziert war, wie der meiner Vorrednerin.

    1. Michael

      Äußerst qualifiziert. Da beschwert sich jemand – meiner Meinung nach zu recht – über rücksichtsloses Verhalten und du willst das mit deiner egoistischen “mein totales Vergnügen ist lebensnotwending” Tour ins lächerliche ziehen…

  4. Sven

    Christopher deine Äußerung geht gar nicht und sie ist – NICHT WITZIG !!!

  5. Jens

    Für mich sind alle angebotenen Alternativen nicht machbar und es ist wirklich sehr, sehr asozial, dass keine Rückerstattung (meinetwegen auch abzgl. einer “normalen” Bearbeitungsgebühr) bzw. Gutscheine für ein Rennen z.B. in den nächsten 3 Jahren erfolgt. Einen IM macht man nicht mal einfach so, der muß langfrsitig in die Lebensplanung passen, alles andere ist ungesund. Ich bin gerade Vater geworden und da ist in den nächsten 12-18 Monaten erst mal kein sinnvolles Training möglich. Sicherlich geht es auch anderen ähnlich. Konsequenzen werde ich sicherlich aus diesem nur an Profit orientiertem Verhalten, das nichts mit den Wünschen der Athleten zu tun hat, ziehen: Zukünftig KEINE Rennen mehr unter dem IRONMAN Label, tut weh, aber nach fast 20 Jahren Treue inkl. Hawaii wird mir so die weitere Lust vergrault. 600€ ohne Gegenleistung und erkennbares Entgegenkommen zu behalten ist einfach eine Unverschämtheit und wenn es nur noch um Kohle und nicht um den Sport geht, verliert der Mythos seine Anziehungskraft. Sollte sich der Veranstalter nicht doch noch etwas “menschliches” überlegen, bin ich und sicherlich auch viele andere tolle Athleten raus!!! Es gibt ja noch andere schöne Rennen bei denen es mehr “herzelt”…

    1. Tina

      Jens du hast absolut recht, ich bin auch enttäuscht. Sehe es ähnlich wie du, es ist ja keine kurze Distanz die man immer recht gut in den Alltag integrieren kann, einen IM benötigt auch viel freie Zeitfenster, also eine Zeitumstellung und das hat man mal nicht jedes Jahr. Zumindest nicht ich. Mit den Preisen die nur noch eine Richtung gehen – nämlich nach oben, nerven mich schon seit langem und jetzt zu sehen, wie man als Athlet so teilweise behandelt wird verändert auch den Blickwinkel. Dann mache ich lieber weniger Rennen und meide alle die Veranstalter die in der Krisenzeit für meine Begriffe über die Strenge geschlagen haben. Solidarität hin, Solidarität her, einen Goldesel habe ich leider auch nicht im Garten stehen. Ich muss genauso gucken wie ich um die Runden komme und dann auf Geld zu verzichten, warum sollte ich das tun? Schön für die Leute die das können und wollen, aber ich sehe das nicht ein. Leider gibt es ein paar Veranstalter die dann auch der Meinung sind, ich werfe dir nun einen neuen Termin hin, nimm ihn war oder dein Geld ist weg, oder du bekommst halt etwas aber es hat mit dem was du gebucht hast nicht mehr viel zu tun. Ich finde das unmöglich. Das hat auch mit Triathlon nicht mehr viel zu tun. Ich habe auch keinen Bock bei so einem Veranstalter an den Start zu gehen. Ich verstehe, wenn Veranstalter nun in Schwierigkeiten kommen, wenn alles ausfält, aber irgendwo sind auch Grenzen. Man hat sich ja bewusst einen Termin ausgesucht der in sein Leben passt und es ist ja auch schön, wenn der Veranstalter einen neuen Termin vorschlägt, aber er sollte bitte auch als weitere Alternative die Geldrückzahlung anbieten. Ich verstehe das nicht so ganz.

    2. Andreas

      Genauso ist das! Ironman-Veranstaltungen dienen nur noch der Gewinnoptimierung auf Kosten der Athlethen/innen. Das zeigt sich in dieser Krisensituation ganz deutlich. Dass es auch anders geht, haben die Veranstalter der Challenge Roth bewiesen!
      Wenn es so ist wie Jan schreibt, dass die AGB unwirksam sind, dann fordert eine Erstattung. Notfalls mit anwaltlicher Hilfe. Das werde ich versuchen. So leicht lasse ich diese Abzocker nicht davon kommen.
      Viel Erfolg!

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