Marten Van Riel: „Ich bin ziemlich enttäuscht von der Strecke, die man uns in Paris gegeben hat“

Bei den Olympischen Spielen in Tokio finishte Marten Van Riel auf dem vierten Platz, dieses Jahr will er in Paris eine Medaille gewinnen. Mit der Wettkampfstrecke ist der Belgier aber nicht zufrieden.

Der Belgier Marten Van Riel gewann 2023 beim Ironman 70.3 Bahrain und Ironman 70.3 Fortaleza zwei Rennen über die Mitteldistanz.

In weniger als einem halben Jahr fällt der Startschuss für den olympischen Triathlon in Paris. 1,5 Kilometer Schwimmen in der Seine, 40 Kilometer mit dem Rad durch das Zentrum der französischen Hauptstadt und zum Abschluss ein Zehn-Kilometer-Lauf ins Ziel auf der Pont Alexandre III erwarten die Athletinnen und Athleten am 30. und 31. Juli. Marten van Riel, der Viertplatzierte der vergangenen Spiele in Tokio, ist von der Olympiastrecke nicht begeistert. „Um ehrlich zu sein, bin ich ziemlich enttäuscht von der Strecke, die man uns in Paris gegeben hat“, sagt der Belgier in einem Youtube-Video. Das sei etwas, wofür er sich beim Weltverband World Triathlon schon immer etwas eingesetzt habe.

- Anzeige -

Start und Ziel bei den Olympiarennen ist die Pont Alexandre III, dort werden auch die Wechselzonen sowie Tribünen für Zuschauer aufgebaut. Außerdem bekommen Triathlonfans die Möglichkeit, sich die Rennen entlang der Strecke anzuschauen. Bei allen Straßenwettbewerben der Olympischen Spiele wird es möglich sein, kostenlos an den Streckenrand zu gelangen. „Der Verlauf der Triathlon- und Para-Triathlon-Veranstaltungen in Paris ist genau das, wovon wir seit Jahren für die Triathlon-Familie geträumt haben“, sagte World-Triathlon-Präsidentin Marisol Casado bei der Bekanntgabe der Strecken. „Der Herzschlag der Stadt wird im Rhythmus des Rennens widerhallen, denn die Athleten werden mitten in der Stadt der Lichter schwimmen, Rad fahren und laufen. Ich kann mir nur vorstellen, wie schön es sein wird, die besten Triathleten und Para-Triathleten der Welt durch die belebten Straßen sprinten zu sehen, vorbei an historischen Wahrzeichen und angefeuert von einer tosenden Menge.“

Marten van Riel sieht das anders: „Sie brauchen interessantere Strecken, denn ein Rennen über die olympische Distanz ist, ehrlich gesagt, ziemlich langweilig anzusehen“, so der Belgier.

Ziel ist eine Olympiamedaille

Nach einer langen Verletzungshistorie, angefangen mit einer Knöchelverletzung nach einem WTCS-Rennen in Leeds und einem Fahrradsturz, bei dem er sich das Schulterblatt brach und fünf Rippen prellte, stieg Van Riel im November 2023 wieder ins Wettkampfgeschehen ein. Beim Ironman 70.3 Fortaleza und dem Ironman 70.3 Bahrain sicherte er sich den ersten Platz. „Diese Rennen waren eher ein Zwischenziel, um einen wirklich guten Winter zu haben und eine gute Grundlage für ein tolles Jahr 2024 zu schaffen“, sagt er. „Natürlich will ich in Paris immer noch eine Medaille gewinnen.“ Und auch wenn der Belgier mit der Strecke nicht zufrieden ist, wird er alles geben, um das Ziel zu erreichen.

Mehr zum Thema

Fehler gefunden oder Feedback zu diesem Artikel? Bitte teile uns hier mit, was du loswerden möchtest oder was wir verbessern können!
Feedback unter Artikel

Tauche ein in die spannende Welt von triathlon+ und erfahre mehr Hintergründe, mehr Service und mehr Triathlonerlebnis – digital hier und auf Wunsch ohne Aufpreis monatlich in deinem Briefkasten.

Monatsabo

9,95 -
Jetzt mitmachen bei triathlon+
  • Zeitschrift inklusive!
  • volle Flexibilität
  • € 9,95 pro Monat
  • monatlich kündbar
Empfehlung!

Jahresabo

94,95 -
Größte Ersparnis bei triathlon+
  • Zeitschrift inklusive!
  • Mindestlaufzeit 12 Monate
  • danach monatlich € 9,95
  • nach 1 Jahr monatlich kündbar
- Anzeige -
Jule Radeck
Jule Radeck
Jule Radeck studierte Sportwissenschaften, bevor sie als Volontärin bei spomedis nach Hamburg zog. In ihrer Freizeit findet man sie oft im Schwimmbecken, manchmal auf dem Fahrrad und immer öfter beim Laufen, denn inzwischen startet sie in einem Liga-Team im Triathlon.

Verwandte Artikel

Nina Eim nach Weltcup-Sieg auf Lanzarote: „Es macht mir wieder richtig Spaß, Rennen zu bestreiten“

Der Weltcup auf Lanzarote markiert für Nina Eim einen besonderen Neustart. Nach einem schwierigen Saisonende 2025 meldet sich die Deutsche mit einem Sieg zurück – und spricht über neu gewonnenes Selbstvertrauen, ihre Vorbereitung in Namibia und die Ziele für die kommende Saison.

Unantastbar: Hayden Wilde ist T100-Champion – Mika Noodt dank viertem Platz Vizeweltmeister

Unangefochten hat sich Hayden Wilde zum T100-Weltmeister gekrönt. Hinter ihm entwickelte sich ein packendes Rennen um die Podiumsplätze. Mit einem glücklichen Ausgang für Mika Noodt.

ePaper | Abo

Unser Newsletter

Newsletter triathlon

Aktuelle Beiträge