Der Ticker vom Wochenende:
Philipp erfolgreich auf Abwegen, Dirksmeier meistert die Hölle und Funk siegt in Podersdorf

Laura Philipp siegt beim Xterra-Rennen in Tschechien, Patrick Dirksmeier bezwingt die Hölle von Q, Frederik Funk siegt in Podersdorf und neue Bestzeit bei der Challenge Roth – der Ticker von einem ereignisreichen Triathlonwochenende.

Laura Philipp gewinnt Xterra-Rennen in Tschechien

Eine Woche nach der abgebrochenen Challenge Davos verlief der Saisonstart für Laura Philipp nun in anderer Hinsicht holprig, mit zwei Siegen bei Xterra-Wettkämpfen in Tschechien aber äußerst erfolgreich. Am Freitag konnte sie sich bereits beim sogenannten Shorttrack durchsetzen, bestehend aus 400 Metern Schwimmen mit kurzem Landgang, fünf Runden mit jeweils 1,8 Kilometern auf dem Mountainbike sowie drei Runden Kilometern Trailrunning (1,1 Kilometer). Am Tag darauf folgte der Hauptwettkampf mit einer abgewandelten Kurzdistanz auf einem technisch sehr anspruchsvollen Kurs: 1,5 Kilometer Schwimmen, 33 Kilometer Mountainbiken mit Hindernissen und knapp 1.100 Höhenmetern sowie einem Trail Run über 10,5 Kilometer mit gut 300 Höhenmetern. Philipp führte das Rennen gleich zu Beginn an und erreichte in allen Disziplinen die schnellsten Splits des Tages. In 2:52:43 Stunden gewann sie mit mehr als fünf Minuten Vorsprung vor den Italienerinnen Sandra Mairhofer (2:57:43 Stunden) und Marta Menditto (2:58:03 Stunden).

Sieg für Frederic Funk beim Austria Triathlon in Podersdorf

Frederic Funk hat die Mitteldistanz des Austria Triathlon in Podersdorf gewonnen. Mit einer Zeit von 3:43:31 Stunden hatte er knapp zehn Minuten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten, dem Italiener Christian Haas (3:53:10 Stunden). Dritter wurde der Ungar László Tarnai mit 3:53:51 Stunden. Funk stellte wieder einmal seine Stärke in der zweiten Disziplin unter Beweis und fuhr mit 1:58:39 Stunden über die 90 Kilometer den schnellsten Radsplit des Tages. Die Heidelbergerin Laura Jansen hat die Frauenwertung in 4:11:45 Stunden und einer Laufzeit von 1:19:55 Stunden gewonnen. Zweite wurde die Österreicherin Simone Kumhofer (4:16:12 Stunden), Lisa Gerss belegte Rang drei (4:19:26 Stunden).

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Über die Langdistanz, die ebenfalls im Rahmen des Events ausgetragen wurde, gewann Michael Weiss in 7:36:56 Stunden. Die extrem schnelle Zeit ergab sich unter anderem durch eine fast drei Kilometer zu kurze Laufstrecke (39,6 Kilometer). Die Plätze zwei und drei gingen an Maximilian Hammerle mit 7:55:11 Stunden und Christian Störzer mit 7:56:40 Stunden. Bei den Frauen siegte Verena Walter in 8:49:02 Stunden vor Simona Krivankova aus Tschechien (8:58:22 Stunden) und Alena Stevens aus der Slowakei mit einer Zeit von 9:06:29 Stunden.

Patrick Dirksmeier gewinnt die Hölle von Q

Patrick Dirksmeier hat sich den Sieg bei der vierten Auflage der Hölle von Q gesichert. Mit einer Zielzeit von 4:06:55 Stunden gewann Dirksmeier deutlich vor Marc Dülsen (4:11:38 Stunden) und Christian Kramer (4:15:52 Stunden). Im Frauenrennen gewann Dörte Zimmermann (5:00:49 Stunden), vor Marie Elisabeth Alert (5:18:41 Stunden) und Manuela Süß (5:19:33 Stunden). Das Rennen in Quedlinburg im Harz konnte mit einem strengen Hygienekonzept mit knapp 200 Einzel- und rund 300 Staffelstartern ausgetragen werden. Zudem gingen in diesem Jahr rund 110 Starter mit einer geistigen Behinderung bei der „Hölle Special“ an den Start. Die Mitteldistanz über zwei Kilometer Schwimmen, 83 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen hat es vor allem mit 1.400 Höhenmetern auf dem Rad in sich. Insgesamt müssen die Athleten 1.600 Höhenmeter absolvieren. Eine Bildergalerie vom Rennen folgt in den kommenden Tagen auf tri-mag.de. Wie es triathlon-Chefredakteur Nils Flieshardt bei seinem „Besuch in der Hölle“ ergangen ist, berichtet er in einer Reportage in der triathlon 185.

Marvin Weber / spomedis Einmal “durch die Hölle”: Mit 1.400 Höhenmetern ist der Radkurs der Mitteldistanz in Quedlinburg äußerst anspruchsvoll.

Para-Staffel knackt Challenge-Roth-Zeit von Vorjahressieger Andreas Dreitz

Christiane Reppe, Tim Kleinwächter, Peter Renner und Thomas Frühwirth hatten am Wochenende ein Ziel: Gemeinsam in der Staffel die Zeit von Vorjahressieger Andreas Dreitz (7:59:02 Stunden) zu unterbieten. Die Para-Staffel knackte mit einer Zeit von 6:49 Stunden am Ende sogar gleich zwei Rekorde – kein Einzelathlet und keine Staffel waren in der deutschen Langdistanz-Triathlonhochburg bisher schneller. Die erste Disziplin des Rennens absolvierte Paralymics-Siegerin Christiane Reppe, die als Kind durch eine Krankheit ihr rechtes Bein verloren hat. Auf dem Rad übernahm anschließend Tim Kleinwächter mit Begleitung von einem Arzt auf einem Tandemrad. Kleinwächter ist nach einem Radunfall stark sehbehindert und besitzt seitdem nur noch zwei Prozent Sehstärke. Für die dritte Disziplin wurde der Staffelstab an Thomas Frühwirth übergeben, der mit einem Handrollstuhl auf der Marathonstrecke unterwegs war. Mit der Aktion sammelte die Staffel Geld für wohltätige Zwecke. 1.500 Euro waren bereits kurz nach dem Rennen zusammengekommen. Wer ebenfalls spenden will, kann sich hier an der Aktion beteiligen.

Alistair Brownlee siegt bei Helvellyn Triathlon

Ein Rennhöhepunkt war Alistair Brownlee am vergangenen Wochenende anscheinend nicht genug. Nach seinem neunten Platz bei der ITU-Kurzdistanz-Weltmeisterschaft am Samstag in Hamburg ging er nicht einmal 24 Stunden später beim Helvellyn Triathlon im Norden von Großbritannien an den Start und sicherte sich bei einem der härtesten Triathlonwettkämpfe der Welt auch gleich noch den Sieg (3:16:28 Stunden). Zweiter wurde Elliot Smales (3:21:43 Stunden), Platz drei ging an Sam Wade (3:35:16 Stunden). Das Rennen der Frauen gewinn die Britin Nikki Bartlett (3:51:05 Stunden) vor India Lee (4:08:01 Stunden) und Tara Grosvenor (4:15:53 Stunden).

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