Der Patagonman gehört wie der Norseman und Swissman zur Rennserie „XTRI World Tour“. Einfach anmelden kann man sich für dieses Rennen nicht, für eine Teilnahme muss man sich bewerben und Losglück haben. Das Auswahlverfahren hat einen guten Grund, denn die Strecken haben es in sich und sollten nicht unterschätzt werden.
Der Patagonman ist ein Punkt-zu-Punkt-Rennen. Es findet mitten in Patagonien (Chile) statt. Das Schwimmen über 3,8 Kilometer beginnt mit einem Sprung ins 13 Grad kalte Wasser von einer Fähre – kälteempfindlich sollte man hier nicht sein. Auf den 180 Radkilometern müssen schließlich knapp 2.500 Höhenmeter überwunden werden, fast alle davon in den letzten zwei Dritteln. Beim abschließenden Marathon geht es auf anspruchsvollen Trails nochmals ordentlich bergauf und bergab. Für die Strapazen werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Ausblicken in die eindrucksvolle Natur belohnt – sofern sie denn die erforderlichen Cut-Off-Zeiten schaffen. Insgesamt hat man für die Strecke 17 Stunden Zeit, die 90-Kilometer-Marke auf dem Rad muss nach maximal sechs Stunden passiert werden.
Hoffman reiht sich in die Siegerliste ein
Die Langdistanz für Extremsportler hat bereits berühmte Sieger hervorgebracht, unter anderem den Briten Tim Don. Bei der diesjährigen Austragung war es der US-Amerikaner Ben Hoffman, der sich der Herausforderung stellte und als Erster nach 8:50:09 Stunden die Zielglocke läuten durfte. Zweiter wurde sein Landsmann Kevin Jervis mit 9:03:33 Stunden und Platz drei ging an den Briten Scott Whittlestone (9:50:22 Stunden). Mit Nikolai Presl und René Naarmann haben auch zwei deutsche Athleten die weite Reise auf sich genommen und das Rennen auf den Plätzen neun und 17 beendet.
Bei den Frauen gewann die Spanierin Caroline Livesey in 10:21:53 Stunden vor der Britin Maggie Rusch (10:27:01 Stunden) und Saleta Castro (ESP), die das Podium nach 10:36:34 Stunden komplettierte.