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Erster Test im Wüstenstaat
Starkes Profifeld zum Saisoneinstieg beim Ironman 70.3 Dubai

Mit dem Ironman 70.3 Dubai steht am Samstagmorgen der erste große Wettkampf im Rennkalender, bei dem sich das stark besetzte Profifeld einem Formtest unterziehen kann.

FedMexTriatlon Ist Kristian Blummenfelt unschlagbar? Das können einige Profiathleten beim Ironman 70.3 Dubai am Samstag herausfinden.

Am Samstag müssen Triathlonfans früh aufstehen, denn der Startschuss beim Ironman 70.3 Dubai fällt um 7 Uhr Ortszeit beziehungsweise um 4 Uhr deutscher Zeit. Verfolgt werden kann das Rennen jedoch nur über den Ironman-Tracker, eine Live-Übertragung gibt es nicht.

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Der Wettkampf ist aufgrund des Streckenverlaufs und der Topografie prädestiniert für schnelle Zeiten. Das Schwimmen erfolgt im Rechteck mit zwei langen Geraden im Arabischen Golf. Beim Radfahren und Laufen bekommen es die Athletinnen und Athleten schließlich mit Wendepunktstrecken zu tun. Der Radkurs hält lediglich 220 Höhenmeter bereit, nahezu alle auf der ersten Hälfte der 90 Kilometer. Je nach Windverhältnissen dürfte es also mit Vollgas bergab in die zweite Wechselzone gehen. Der Halbmarathon führt schließlich entlang der Strandpromenade mit nur leichten Erhebungen und vernachlässigbaren 30 Metern Höhendifferenz. Als erstes großes Rennen der Saison geht es für die Profis vorrangig um einen Formtest auf dem Weg zu den Saisonhighlights.

Inhaber der Weltbestzeit gegen Vorjahressieger

Wenn es um schnelle Strecken geht, ist ein Athlet nicht weit: Kristian Blummenfelt, der sich in den vergangenen sechs Wochen im Höhentrainingslager in der Sierra Nevada vorbereitet hat. Einige von Blummenfelts Kollegen dürften jedoch etwas dagegen haben, dass der Norweger seine aus dem Vorjahr bekannte Dominanz an den Tag legt. Da wäre beispielsweise Daniel Baekkegard, der als Drittplatzierter der Ironman-70.3-WM und Vorjahressieger mit der Startnummer eins ins Rennen geht. Der Zweitplatzierte des Vorjahres, der Portugiese Filipe Azevedo, wird ebenfalls wieder angreifen. 2021 hatte er sich im Zielsprint gegen den Schweden Rasmus Svenningson und den Schweizer Andrea Salvisberg durchgesetzt. Salvisberg wurde damals knapp Vierter, hat aber dadurch bereits gezeigt, dass eine Platzierung auf dem Podium möglich ist.

Es stehen allerdings noch eine Handvoll Athleten auf der Startliste, die ebenfalls Kandidaten für die vorderen Plätze sind. Unter anderem Bart Aernouts, der das Rennen 2020 bereits gewinnen konnte. Für den Belgier wird es darauf ankommen, dass sein Rückstand nach dem Schwimmen nicht zu groß ist und er seine Rad- und Laufstärke ausspielen kann. Außerdem auf der Startliste dem Favoritenkreis zugehörig: Jan van Berkel (SUI), David Plese (SVN), Anthony Costes (FRA) und Pieter Heemeryck (BEL). Heemeryck musste das Rennen 2021 als Siegeskandidat abbrechen, ist nach eigener Aussage jedoch wieder fit und motiviert. Interessant werden könnte der Auftritt des Österreichers Paul Ruttmann, der 2021 den zehnten Platz belegte und dabei die schnellste Radzeit erzielte.

Den Belgier Marten van Riel sollte man ebenfalls auf der Rechnung haben. 2021 konnte er einige starke Ergebnisse in der WTCS einfahren und wurde bei den Olympischen Spielen in Tokio Vierter. Mitteldistanzerfahrung bringt der 29-Jährige ebenfalls mit: 2019 siegte er beim Ironman 70.3 Xiamen. Aus Deutschland stehen mit Per van Vlerken, Christopher Dels und Sven Wies drei Profis auf der Startliste. Van Vlerken wurde am vergangenen Wochenende Dritter beim Volcano Triathlon auf Lanzarote, Wies wird in Dubai sein Debüt als Profitriathlet geben.

Favoritinnenrolle von Daniela Ryf gefährdet?

Bei den Frauen ist in Person von Daniela Ryf ebenfalls die Vorjahressiegerin am Start. Die Schweizerin zeigte 2021 meistens gewohnt gute und sehr gute Leistungen, doch es wurde deutlich, dass sie bei einer starken Konkurrenz nicht unschlagbar ist. Für sie geht es in Dubai um einen ersten Formtest. Die starke Konkurrenz ist beim kleinen, aber feinen Profifeld in Dubai definitiv gegeben. Gleich fünf der 13 Profifrauen kommen aus Deutschland. Laura Philipp ist sicherlich die Athletin, die Ryf den Sieg streitig machen könnte. Philipp hat 2021 zwar nur wenige Rennen gemacht, diese allerdings alle gewonnen: den Ironman Finland, den Ironman 70.3 Zell am See, den Ironman Austria sowie den Heidelbergman.

Carolin Lehrieder will sich ebenfalls einem Realitätscheck unterziehen. Sie hat insgesamt vier Wochen Trainingslager auf Lanzarote hinter sich und ist in aufgeregter Vorfreude. Spannend wird zudem der Start von Daniela Bleymehl, der gleichzeitig als Comeback und Neustart bezeichnet werden kann. Das letzte Rennen der 33-Jährigen war der Ironman Hawaii 2019, den sie auf dem neunten Platz beendete. Im Juli des vergangenen Jahres wurde Bleymehl zum zweiten Mal Mutter. Für sie geht es in Dubai nun darum, wieder in die Wettkampfroutine hineinzufinden, bevor beim Ironman Südafrika die Hawaii-Quali angegriffen werden soll. Wenn sie an ihre Leistungen anknüpfen kann, ist ein Platz auf dem Podium realistisch. Außerdem stehen aus deutscher Sicht Margrit Elfers und Elena Illeditsch auf der Startliste.

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1 Kommentar
  1. Andreas

    Wüsste jetzt nicht, wer der Genannten, Blummenfelt gefährlich werden sollte!

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