Sonntag, 26. Mai 2024

Titelkämpfe beim Ironman 70.3 Elsinore

Getty Images for IRONMAN

Die Britin Holly Lawrence, die jüngst den Sieg beim Ironman 70.3 Des Moines einfahren konnte, bekommt es bei ihrem Unternehmen Titelverteidigung unter anderem mit einer starken Landsfrau zu tun. Lucy Charles-Barclay dürfte nach der kurzfristigen Absage von Daniela Ryf, die sich stattdessen für einen Trainingsblock in St. Moritz entschieden hat, die größte Konkurrenz im Kampf um die Meisterschaft werden. 

Charles-Barclay kommt als Siegerin des Eton Dorney Triathlon nach Dänemark. Zwar war dies ihr bislang einziger Saisonsieg, doch wie gut die 27-Jährige drauf ist, bewies sie unter anderem bei ihrem Kurzdistanzdebüt im WTCS-Rennen in Leeds, wo sie Fünfte wurde und mit einer beeindruckenden Laufleistung namhafte Spezialistinnen hinter sich ließ.

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Weitere Anwärterinnen auf eine gute Platzierung im überschaubaren Feld sind die Dänin Maje Stage Nielsen und Sara Svensk aus Schweden. Aus Deutschland sind Anna-Lena Best-Pohl und Carolin Lehrieder am Start. Letztere kommt mit zwei vierten Plätzen bei den Challenge-Mitteldistanzen in Gdansk (Polen) und Riccione (Italien) im Gepäck in den hohen Norden, um in den Titelkampf einzugreifen.

Starke Konkurrenz bei den Männern

Rodolphe von Berg wird ebenfalls versuchen, seinen Sieg aus 2019 zu wiederholen und den Europameistertitel mitzunehmen. Der Amerikaner, der in dieser Saison eigentlich einen Ausflug auf die Langdistanz wagen wollte, hat in den stark besetzten Rennen bei der Challenge Miami (Platz 5) und beim Ironman 70.3 St. George (Platz 4) gezeigt, dass er zu den stärksten Athleten auf der Mitteldistanz gehört. Entsprechend zählt er auch beim Ironman 70.3 Elsinore zu den Favoriten.

Starke Konkurrenz reist aus Deutschland an: Florian Angert zum Beispiel, der in diesem Frühjahr schon reichlich Rennkilometer in den USA sammeln konnte. Und auch Michael Raelert möchte in Helsingör wieder auf sich aufmerksam machen. Der Routinier konnte sich bei verschiedenen Mitteldistanzen schon stark in den ersten beiden Disziplinen präsentieren, doch beim Laufen schließlich nie belohnen. Um hier schlagkräftiger zu werden, hat er jüngst einen Trainingsblock am Chiemsee eingelegt, und er hofft auch auf die Geister der Vergangenheit. In Helsingör feierte der Rostocker 2017 seinen dritten Ironman-70.3-EM-Titel nach 2010 und 2012. Dementsprechend habe er gute Erinnerungen an das Rennen, ließ Raelert im Vorfeld wissen.

Elf deutsche Athleten am Start

Mit Jan Stratmann kommt ein weiterer Podiumskandidat aus Deutschland, der in diesem Jahr seinen internationalen Durchbruch gefeiert hat. Der zweite Platz bei der Challenge St. Pölten dürfte dem 26-Jährigen reichlich Rückenwind für die Reise in den Norden geben. Hier wird er auf eine große Zahl an Landsmännern treffen. Neben den genannten Athleten stehen auch Frederik Henes, Cedric Pietzsch, Fabian Günther, David Breuer, Jesse Hinrichs, Dominik Rueß und Sebastian Neef auf der Startliste.

Die größten Namen der internationalen Konkurrenz sind sicher Daniel Baekkegard (DEN), Max Neumann (AUS), Flilipe Azevedo (POR), Magnus Ditlev (DEN), Jesper Svensson (SWE), George Goodwin (GBR) und Kyle Smith (NZL). Eine Live-Übertragung des Rennens hat Ironman nicht angekündigt. Wer die Sportler während des Wettkampfs verfolgen will, muss auf den Athlete Tracker des Veranstalters zurückgreifen.

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2 Kommentare

  1. Moin,

    Ich finde es ziemlich ungluecklich, dass zwei „Europameisterschaften“ parallel stattfinden. Das ist ja fast wie beim Boxen… Fuer den Sport (und die Zuschauer) wäre es sicherlich besser wenn Ironman, Challenge und die ETU da zu irgendeiner Einigung kommen könnten. Die pragmatischste Lösung wäre sicherlich wenn die 70.3 Europameisterschaft zwischen IM und Challenge rotieren wurde.

    Anne Haug und Nicola Spirig sind am Walchsee, während Lucy-Charles Barcley and Holly Lawrence in Elsinore am start sind. Das Ganze wäre sehr viel interessanter wenn die im gleichen Rennen gegeneinander antreten wuerden.

    Sportliche Gruesse,

    Norman Zielke

  2. Du sprichst mir aus der Seele, Norman. Da muss sich ein/-e Nicht-Triathlet/-in zuerst schlau machen, was das Ganze soll und wer jetzt welchen Titel gewonnen hat. Mitteldistanz? 70.3? Bisher war ich der Meinung, dass dies dasselbe sei…
    Kirsten Stenzel Maurer

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Nils Flieshardt
Nils Flieshardt
Nils Flieshardt ist Chefredakteur der Zeitschrift triathlon und seit über 15 Jahren als Radexperte im Einsatz. Wenn er nicht am Rechner sitzt, findet man ihn meist hinter der Kamera auf irgendeiner Rennstrecke oder in Laufschuhen an der Elbe. Als Triathlet ist er mehr finish- als leistungsorientiert, aber dafür auf allen Distanzen zu Hause.

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