Dienstag, 4. Oktober 2022
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SzeneEuropean Championships in München

European Championships in München

DTU/Steffen Hoffmann Laura Lindemann ist eine von sechs deutschen Athletinnen, die das Podest bei den European Championships in München anpeilen.

Die Stadt München ist vom 10. bis zum 21. August Ausrichter der zweiten Auflage des Multisport-Events, bei dem in neun verschiedenen Sportarten die Europameister gekürt werden. Die Premiere der European Championships fand 2018 in Glasgow und Berlin statt.

Frauen blicken auf die Medaille

Bei den Frauen ist der Blick ganz klar Richtung Podest gerichtet. Gleich fünf der sechs deutschen Triathletinnen sind unter den Top 30 der Weltrangliste. Mit Laura Lindemann auf Platz drei sogar die höchstplatzierte aus Europa. Wie Lindemann auch kommt der Großteil direkt aus der Höhe (Livigno oder Sankt Moritz) nach München. „Die meisten Athletinnen sind entweder nach dem WTCS-Rennen in Hamburg oder nach dem Bundesligarennen in Schliersee in die Höhe gefahren. Wir konnten mit dem Höhentrainingslager noch mal einen guten Block an Grundlage legen. Für die European Championships kommen wir optimal vorbereitet nach München. Den Effekt der Höhe nehmen wir für den weiteren Saisonverlauf noch gut mit zum World Cup nach Karlsbad“, sagt Daniel Unger, der für das dezentrale Trainingslager in Sankt Moritz zuständig war.

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Insgesamt ist die gesamte Gruppe aus Sankt Moritz ohne Ausfälle durchgekommen, weshalb Unger, gerade auch wegen der hohen Leistungsdichte, zuversichtlich ist, dass die Frauen mit einer Medaille aus dem Rennen herausgehen. Mit der Bronzemedaille von Lisa Tertsch und dem fünften Platz von Laura Lindemann beim WTCS-Rennen in Hamburg, haben gleich zwei Athletinnen beim letzten Rennen sehr stark aufgetrumpft und wollen beim Heimspiel in München den Titel holen. Nina Eim, die mit dem neunten Platz in Hamburg ihre beste Platzierung auf WTCS-Ebene erzielte und auch Anabel Knoll, die durchgängig unter den Top 15 bei den vergangenen WTCS-Rennen platziert war, sind zwei weitere Athletinnen dabei, die das Rennen mitgestalten können. Das starke deutsche Frauenaufgebot komplettieren Annika Koch, Zweite der deutschen Meisterschaften in Berlin und Marlene Gomez-Göggel.

Zwei internationale Athletinnen, die im Kampf um die Medaillen mitmischen werden, sind die Olympia-Vierte von Tokio Rachel Klamer aus den Niederlanden sowie die Französin Cassandre Beaugrand, die das WTCS-Rennen in Leeds für sich entscheiden konnte.

Das Frauenrennen startet am Freitag um 17:15 Uhr über die olympische Distanz von 1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren und dem abschließenden 10-Kilometer-Lauf und wird ab 17:05 Uhr bei der ARD übertragen.

Starke internationale Konkurrenz bei den Männern

Fünf deutsche Männer werden am Samstag am Start sein und sich etwas stärkerer internationaler Konkurrenz in der Breite ausgesetzt sehen als die Frauen. Angeführt wird das Aufgebot der deutschen Triathleten von Lasse Lührs und Lasse Nygaard Priester, die bei den Finals in Berlin Platz eins und zwei belegten. Tim Hellwig, der am besten dastehende in der Weltrangliste, erholt sich langsam vom Frühjahr und kommt zu alter Stärke zurück. Daniel Unger schätzt die Form von Hellwig ähnlich ein: „Tim ist auf dem richtigen Weg zu alter Stärke zurück. Vielleicht ist er noch nicht ganz dort, wo er letztes Jahr zum Rennen in Hamburg war, aber ich schätze ihn stärker ein als zum letzten WTCS-Rennen“. Ebenso mit in der Höhe war Jannik Schaufler, der zuletzt im European Triathlon Premium Cup zwei sechste Plätze erlaufen konnte. Letzter Deutscher, der nicht mit in Sankt Moritz oder Livigno war, ist Jonas Schomburg, der Olympiastarter von Tokio. Er trainiert in Frankreich, um sich auf die Europameisterschaft vorzubereiten.

Der stärkste Gegner dürfte Léo Bergere aus Frankreich sein. Die Nummer eins der Weltrangliste zählt neben Marten van Riel und Jelle Geens aus Belgien sowie dem Schweizer Max Studer und dem Vize-Weltmeister von 2020 Vasco Vilaça zu den Favoriten. Auf den ehemaligen Südafrikaner Richard Murray, der seit Anfang des Jahres für die Niederlande startet, darf man auch noch ein Auge haben.

Übertragen wird das Rennen der Männer am Samstag im ZDF ab 16 Uhr.

Mixed Relay mit Henseleit und Wernz

Bei den vergangenen beiden Europameisterschaften belegte die deutsche Mixed Relay den zweiten Platz. Auch bei den beiden letzten WTCS-Rennen in Leeds und Hamburg sprang am Ende mit Platz eins und drei jeweils eine Medaille heraus. Somit ist die Staffel neben Frankreich klarer Favorit auf einen Podiumsplatz. Schlussendlich wird es neben der sportlichen Leistung darauf ankommen, keine Zeitstrafen zu kassieren. Für das Deutsche starten neben Laura Lindemann und Nina Eim, die beide auch schon im Einzel am Start sind, Simon Henseleit und Valentin Wernz.

Das Rennen startet am Sonntag um 18:00 Uhr, die Übertragung beginnt um 17:45 Uhr in der ARD.

Lars Wichert
Lars Wichert
Lars Wichert ist dreimaliger Weltmeister im Rudern und nahm an den Olympischen Spielen 2012 in London und 2016 in Rio de Janiero teil, bevor er zum Triathlon wechselte. 2021 gewann er sein erstes Rennen beim Ironman Hamburg in 8:12:46 Stunden, der schnellsten jemals erzielten Rookie-Zeit bei den Agegroupern.
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3 Kommentare

  1. Wieso verliert ihr kein Wort über die AK Europameisterschaft in der Sprintdistanz am Sonntag Vormittag. Finde ich schade und wird den Athleten nicht gerecht.. Auch hier starten deutsche Athleten, oder ist das für euch minderwertig

  2. Hm, die Damen Startliste ist ja bei den anderen “großen” Nationen wirklich recht dünn.
    Und Jannik Schaufler hast du bei den Männern unterschlagen 😉
    Außerdem steht Vincent Luis nicht auf der Startliste, die ich zu sehen bekommen habe, aber vll habt ihr als akkreditierte Journalisten da das bessere Material. Richard Murray wäre noch ein großer Name, der mir spontan über den Weg gelaufen ist…

    • Moin Thomas,
      danke für den Hinweis. Jannik Schaufler war in einer anderen Version noch drin 🙂
      Nun sollte es angepasst sein.
      Beste Grüße
      Lars

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