Donnerstag, 22. Februar 2024
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Tödlicher Unfall auf der Radstrecke überschattet Ironman Hamburg

Und auf einmal rückte der Sport ganz weit in den Hintergrund: Bei den Ironman European Championship in Hamburg kam es auf der Radstrecke zu einem tödlichen Unfall. Am Deich im Stadtteil Spadenland kollidierte ein Agegrouper frontal mit einem entgegenkommenden Begleitmotorrad, das neben der Spitzengruppe der Profis fuhr. Der Einsatzleiter der Polizei bestätigte kurze Zeit später der ARD „Sportschau“, dass der Motorradfahrer bei diesem schrecklichen Unfall ums Leben kam. Der Agegrouper ist verletzt ins Krankenhaus eingeliefert worden, bei ihm besteht aber keine Lebensgefahr. Die sportliche Berichterstattung über den Ironman Hamburg haben wir zunächst unterbrochen.

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Christian Wriedt
Christian Wriedt
Schreiben und Bearbeiten von Texten, Verbesserung der internen Abläufe und Erstellung von Abgabeplänen – das ist der tägliche Dreikampf von Christian Wriedt in der triathlon-Redaktion. Der studierte Sportwissenschaftler ist vor allem aufgrund seiner langjährigen journalistischen Erfahrung verpflichtet worden. Dem Triathlon begegnet der gebürtige Hamburger und leidenschaftliche Fußballer mit großer Neugier und noch größerem Respekt.
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89 Kommentare

  1. Und genau deswegen sperrt die Challenge Roth soweit wie möglich die Motorräder – wer sie.bilder gesehen hat kann nur den Kopf schütteln was die Journalistin Motorräder da abgezogen haben.
    Das Renngeschehen versauen sie mit ihrem Windschatten ohnehin. Das waren ja mehr als Sportler in der Gruppe…

  2. @Mark
    Falscher Zeitpunkt und falscher Kommentar. Erstmal abwarten und Ruhe bewahren. Schlimm genug was da passiert ist, aber voreilige Schlüsse ziehen, ist die falsche Herangehensweise.
    Erstmal mein Beileid an die Hinterbliebenen und gute Genesung allen Betroffenen.

  3. Und Ironman berichtet im youtube Livestream weiter als ob nichts geschehen wäre. Völlig pietätslos. Die Bilder der Athleten, die über den Deich klettern, wurden nicht gezeigt, und die Moderatoren plaudern munter weiter und thematisieren den völlig irregulären Wettkampf, der durch die Zwangspause unterschiedlicher Länge entstand überhaupt nicht. Respekt vor der ARD, die abgebrochen hat, nachdem das Statement des Eisatzleiters an der Unfallstelle gezeigt wurde.

    • Auch ich war von diesem absolut pietätlosen Verhalten dieser Kommentatoren entsetzt. Bis zum Ende der IM-Berichterstattung haben diese ehemaligen Triathlongrössen das Ereignis mit keinem Wort erwähnt. Stattdessen stereotyp alle 5 Minuten ihr angesichts der Situation befremdlich:“what a gorgeous Day today in Hamburg“ vor sich hin gebrabbelt. Unfassbar, mein Respekt vor diesen ehemaligen Sportgrössen ist aufgrund offensichtlicher Charakterschwäche völlig auf 0 gesunken. Ignorieren von Tatsachen ist keine Lösung. Merke: wer den Kopf in den Sand steckt, bringt seinen Hinter in eine gefährliche Situation. Die Krönung bei der YouTube-Übertragung war aber der Umgang von IM, die die zunehmende Kritik im Forum an dem Verhalten der Kommentatoren zunächst versuchte, mit Löschen von Beiträgen in den Griff zu bekommen, bis sie es offensichtlich nicht mehr geschafft haben und daraufhin ganz eingestellt haben. Nord-Korea lässt grüßen.

      • Schliesse mich diesem Kommentar vollumfänglich an. Erbärmlich und menschenunwürdig, insbesondere nach so einem Ereignis.
        Ich würde zudem erwarten, dass Herr Schiek heute bereits seinen höhenverstellbar-ergonomischen Arbeitsplatz geräumt und sich auf nimmer Wiedersehen von seiner Belegschaft verabschiedet hat. Solch ein moralisch unehrenhaftes Verhalten hinsichtlich der Krisenkommunikation ist Grund genug, sich dann aber wie ein 7-Jähriger hinter Papi`s Rücken (WTC) zu verstecken ist unübetroffen.

  4. @Mark: das mag sein. Du kennst aber die genaue Situation nicht. Genau so wenig wie alle anderen. Ich denke dies ist jetzt aber der falsche Rahmen um die mediale Berichterstattung der Wettkämpfe zu kritisieren. Wir sollten jetzt in Gedanken bei allen Beteiligten des Unglücks sein. Eine Analyse sowie Maßnahmen werden so oder so folgen.

    • Was heißt ich kenne die Situation nicht? Schau dir die Bilder an.
      Die Motorräder fahren auf dem Mittelstreifen, auf der Gegenspur kommen die Agegrouper entgegen. Man sieht wie der Motorradfahrer VOLL auf die Gegenspur gezogen ist, andere Motorräder überholt um sich in eine bessere Position zu bringen. Dann kommt ein Agegrouper…
      Das Motorrad hat ganz klar den fürchterlichen Unfall verursacht.
      Die ganze Zeit war das schon super gefährlich, hat Sebi im Stream ja auch mehrfach Kopfschüttelnd gesagt.
      Das wäre vermeidbar gewesen. Und dad macht es so schlimm.

      • nein wir kennen die Situation nicht! Wir spekulieren nur. Man sieht kurz vor dem Unfall, ein Motorrad auf der Gegenspur, aber man sieht nicht den Unfall. Vielleicht versuchte der Radfahrer dem Motorrad auszuweichen und ist dabei in ein anderes Motorrad gefahren. Alles Spekualtion. Überlasse dies alles bitte den Ermittlungen.

  5. Egal, was die richtige oder falsche Entscheidung bzgl der Fortführung der Übertragung im Livestream war … mit welch lockerem Humor und welcher Begeisterung die Amis noch bis Finish das Rennen feiern, irritiert doch sehr.
    Zumindest jetzt zum Ende der Übertragung haben sie respektvoll die Presseerklärung verlesen.
    Ein trauriger Tag für den Sport.

  6. Das war klassisch amerikanisch: The Show must go on! Was mich etwas wundert, dass es erst hieß, Frodeno steigt aus (Manager…ARD…), was dann aber ja nicht der Fall war.

    Ich wollte 2024 in Hamburg starten…nach all den Bildern auf der sauengen Radstrecke lass ich das nun und geh nach Roth.

    • Richtig. Genau darum kann man die Entscheidung über Rennabbruch nicht der Firma überlassen, die a) keinerlei finanzielles Interesse an einem Abbruch haben kann und b) zu weit vom Ort des Geschehens entfernt ist. Ja, Todesfälle hat es in unserem Sport leider immer schon gegeben, vor allem beim Schwimmen. Hier aber konnte jeder, der den Livestream und den Kommentar (Danke Sebi) verfolgt hat, schon vorher sehen, daß sich Gefährliches anbahnt. Und dann müssen Behörden eben auch die Möglichkeit haben, zu intervenieren. Am besten, bevor es so schreckliche Unfälle gibt!

      …weil genau DAS wohl kaum passieren wird (es ist eh schon schwierig, solche Großereignisse zu organisieren, Sicherheitsauflagen gibt es ja bereits usw.), bleibt Athleten da nur die vernüftige Entscheidung über Rennalternativen bzw. den eigenen Start oder Nicht-Start.

  7. Zunächst mein Beileid an die Angehörigen des Motorradfahrers. Aber wie es nach dem Unfall weiter ging geht gar nicht. Wir waren hier am Bildschirm geschockt. Schon der Start beim Rad 8 Athleten und 10 Motorräder, hat ja Sebi auch gleich kritisiert das das nicht geht. Dann die Info Frodo geht raus, dann doch nicht! Warum ? Ich bin auf die Info der nächsten Tage gespannt, aber das ging heute gar nicht. Diese Radstrecke war / ist ein schlechter Scherz

  8. Ein ganz schlimmer Unfall und wie man den bei IM ignorieren kann, obwohl er im Livestream sehr gut zu sehen ist…
    Das Rennen an sich war danach eine Farce. Das waren doch keine gleichen Bedingungen für alle Rennteilnehmer, als da über den Deich gekraxelt werden musste, um den Unfall zu umgehen.
    Super war auch, dass es für das Radrennen 10 Livekameras gab, obwohl dafür offensichtlich gar kein Platz war. Da wurde massiv in das Rennen seitens der Motorräder eingegriffen (sei es durch Windschatten oder aber auch, weil die Profis in engen Passagen/Kurven aufgehalten wurden + es war da schon gefährlich). Beim Laufen wiederum gab es dann anscheinend nur noch eine einzige Kamera… Die war beim führenden Mann, dem man dann dauerhaft zuschauen durfte. Da wären diverse Kameras wesentlich sicherer gewesen als beim Radfahren. Natürlich nicht gefehlt haben aber die obligatorisch nutzlosen Radler rund um die ersten 3 Läufer!

  9. Das Rennen vor zu setzen, war die einzig richtige Entscheidung. Wenn bei einer Fußball Europameisterschaft ein Ordner oder ein Fan zu Tode kommt, weil er zum Beispiel stürzt, würde das Spiel auch weiter übertragen werden. Niemals würde die Veranstaltung abgebrochen werden, auch ein Livestream würde weiterlaufen. Dass die Strecke irregulär war zusammen mit dieser Masse an Motorrädern, dass hat Kienle ja mehrfach gesagt.

  10. Die Szenen sind schrecklich und mein Beileid an die Hinterbliebenen. Was ist die richtige Entscheidung bei derartigen Bildern? Wertschätzung gegenüber dem Leben oder pro für alle Teilnehmer die sich lange auf diesen Event vorbereitet haben. Ironman hat sich bis zum jetzigen Zeitpunkt klar entschieden. Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen, einfach dem Script weiter folgen. Dies ist nur meine persönliche Meinung, Leben wertzuschätzen ist das wichtigste und ich finde der Kommerz muss an Betracht einer solchen Tragödie zweitrangig sein. Aus meiner Sicht hat sich die Marke Ironman keinen gefallen getan. Ich kann aber auch nachvollziehen, das es im „Eifer des Gefechtes“ keine leichte Entscheidung ist.

  11. Ich denke, das Rennen fortzusetzen ist die richtige Entscheidung, meines Erachtens könnte man auch mit dem richtigen Tonfall und Kommentar den Livestream fortsetzen, oder eben ggfs ohne Kommentar nur Bild. Aber die Streckenführung und Anzahl und Positionierung der Motorräder muss aufgearbeitet werden. Lasst uns aber nicht vergessen – eventuell war es einfach ein Unfall, an einer im Grunde sicheren Stelle des Rennens; dann könnte niemand wirklich etwas dafür und dieses Risiko gehört zum Leben dazu… (auch wenn sich das hart anhört). Man sollte niemanden vorschnell hier verurteilen.

    In jedem Fall ein schlimmes Ereignis, immer schrecklich wenn solche Dinge bei eigentlich wunderschönen Sportveranstaltungen passieren. Mein Beileid an die Hinterbliebenen. Hoffentlich tut Ironman etwas für Sie. Vielleicht eine Spendenaktion oder ähnliches.

    • Danke für diese Worte.
      Fortführen ist richtig solange sich die Veranstaltung weiter gestalten lässt aber es geht danach um den Umgang hiermit.

      Zum Umgang hiermit sollten bitte alle die Roth so hochhalten dagegen klar machen dass hier 2011 nach Tod im Schwimmen weiter Feuerwerk und Party geplant wurde. (Zu lesen beim BR)
      Ironman hat in der Übertragung versagt dagegen aber die Abendparty abgesagt.
      Niemand ist frei von Fehlentscheidungen

  12. Mein Beileid an die Angehörigen des Motorradfahrers.
    Man wird sicher den Unfall analysieren müssen bevor man Schlüsse zieht.
    Die jetzigen Vermutungen und das Verhalten des Veranstalters Ironman mahcen mir aber doch Sorgen: Kommerz und Vermarktung dominiert seit dem neuen Investor, dass sieht man bei Ironman an allen Stellen. Das Thema Motorräder ist ja auch nicht neu, und es bedurfte wohl leider eines tragischen Unfalls, um die Diskussion zur Sicherheit der Athleten und Begleiter zu überprüfen.

    Ob ein Abbruch die Lösung wäre, da bin ich nicht sicher. Aber der mediale Umgang des Veranstalters macht mir Sorgen.

    Ich bin auch gebranntes Kind nach einem Unfall mit dem Rad bei einem anderen Ironman. Ich erachtete auch die Radstrecke als zu gefährlich in Relation zu Sportlern und Begleitern. Und so kam es zum Unfall…

  13. Es ist so schlimm was passiert ist.
    Mein Mitgefühl ist bei den Angehörigen der vom Unfall Betroffenen.
    Ich sehe es genau so wie Bernd, dass überall beim Sport immer wieder, auch tötliche, Unfälle passieren. Ich war bei einigen Veranstaltungen dabei, allerdings nicht beim Triathlon sondern bei Laufveranstaltungen.
    Ich weiß nicht, warum ich jetzt solche merkwürdigen Kommentare lese.
    Hat einer, von den jetzt so laut Schreienden, in den ersten Jahren des Hamburg Triathlon ein Wort über irgendwelche Straßenverhältnisse geschrieben, obwohl es in etwa immer die gleiche Strecke war.
    Ich zumindest habe vorher nirgends etwas darüber gelesen und glaube es auch nicht, es ist ja auch nichts so schlimmes passiert.
    Das einzige was ich direkt als ich den Livestream gesehen und kritisiert habe, dass natürlich bevor der Unfall passiert ist, für jeden Teilnehmer in der Spitzengruppe tatsächlich ein Motorad da war. Ich denke ein Kampfrichter und ein Pressemotorad hätte da vollkommen gereicht.
    Im Nachhinein wussten die Besserwisser sowieso, dass so etwas schlimmes passieren wird.
    Eigentlich schade.

    • Meinst du uns Besserwisser oder Sebi der im Stream vor dem Crash gesagt hat das was passieren wird oder Frodo der sogar einen Kampfrichter angesprochen hat das es nicht gut gehen kann?
      Wenn du uns meinst ok, wir sollten uns kein Urteil anmaßen. Die richtigen Experten haben es leider vor dem Crash kommen sehen. Sicher nicht das es diese Tragik nimmt aber die Unverantwortlichkeit haben sie klar erkannt und benannt…

  14. Habe erst ca. eine halbe Stunde nach dem Unfall eingeschaltet und weil mein livestream der ARD nicht gleich funktionierte, direkt youtube angemacht. Dort habe ich tatsächlich nur aus den Kommentaren von anderen Zuschauern von dem Unfall erfahren, die Moderatoren haben es mit keiner Silbe erwähnt, aber die ganze Zeit Sprüche wie „das ist so ein schöner Tag in Hamburg“ etc.. geht gar nicht.

  15. Ein Unfall wie er nicht hätte passieren dürfen! Zumal man es hat kommen sehen, weil aus zwei Fahrspuren keine drei werden können. Natürlich sind bei Triathlons leider schon Menschen gestorben, weil sie z. B. im Wasser einen Herzinfarkt hatten. Das hier war aber ganz etwas anderes und geht klar auf die Kappe des Veranstalters. Die Strecke dann nicht wenigstens zu kürzen und die ganze Party an Unfallstelle und Rettungshubschrauber noch zweimal vorbei zu führen, war einfach pietätlos. Zudem hat IM fast 2h behauptet „es sei nichts ernsthaft passiert“ und damit offensichtlich bewusst versucht, die Öffentlichkeit zu täuschen. Die Wahrheit kam erst ans Licht, als Scholt den Einsatzleiter der Polizei interviewt hat. Man kann nur hoffen, dass das Rennen so nie wieder stattfindet.

  16. Mein Beileid der Familie des Motorradfahrers und gute Besserung den Verletzen. Das ist ganz furchtbarer.
    So ein Rennen abzubrechen, ist eine sehr schwere Entscheidung. Jedoch ist auch schon in Roth beim Schwimmen eine Frau gestorben und das Rennen wurde auch nicht abgebrochen.

  17. Furchtbar. Ich hoffe, dies hat endlich Konsequenzen. Dem Veranstalter gehört für die nächsten Jahre die Lizenz für Rennen in Deutschland entzogen. Es wäre eine Farce, wenn nächstes Jahr wieder ein Ironman in Hamburg stattfindet – vermutlich dann mit typischer US Erinnerungsheuchelei.
    Und welcher Idiot bei der Stadt hat diese Streckenführung freigegeben? Der gehört auch zur Verantwortung gezogen.
    Die mediale Begleitung war einfach nur unterirdisch.
    Unter der Marke Ironman werde ich nicht mehr starten. Je mehr diese boykottieren, desto besser wird unser Sport wieder werden.
    Mein Mitgefühl den Angehörigen des Toten.

  18. das Problem liegt m.E. weniger bei Ironman, sondern auch und vor allem an der katastrophalen Infrastruktur unserer Straßen. Hamburg ist in der Innenstadt eine einzige Baustelle mit Straßenverhältnissen die einer Rennstrecke unwürdig sind. Bevor ich Gäste in mein Haus einlade räume ich auch auf, warum schafft die Stadt es nicht die Baustellen, Schlaglöcher, geflickten Straßen usw in einen renntauglichen Zustand zu versetzen? Das wäre schon mal ein Anfang. Ich bin im vergangenen Jahr in Hamburg gestartet und war schockiert von der sogenannten Rennstrecke. Da kann man nur von Glück reden, dass bisher nicht mehr passiert ist. So lange es keine vernünftige Infrastruktur gibt, sollten Radrennen grundsätzlich nicht stattfinden.

    • Also bei der Tour de France schaut man, dass die Straßen notfalls frisch geteert werden – vor dem Rennen.
      Anscheinend braucht man das in Deutschland nicht.
      Ich hab überhaupt nicht verstanden warum da zig Baustellen zu sehen waren und warum es auf zig engen Straßen einen Gegenverkehr gibt.
      Die Strecke war kriminell. Die Anzahl der Motorräder sowieso.

  19. Verfolgt man die aktuelle sehr kritische Berichterstattung in Spiegel, Bild etc. kann man nur festhalten: ein Desaster für Ironman und leider auch für den Triathlonsport in Deutschland. Die über Jahre aufgebaute positive Reputation hat sich quasi an einem Tag aufgelöst, kein normaler Mensch versteht warum soviel Medienmotorräder zugelassen, nicht von der Strecke genommen, das Rennen nicht abgebrochen und im Zielbereich unverdrossen weitergefeiert wurde. Von dem Zensurstream Ironmans mal ganz abgesehen.

  20. Mein Beileid für die Familien des Motorradfahrers. Das ist tragisch und schrecklich. Leider können im Sport und vor allem auch im Triathlon solche Unfälle immer vorkommen.
    Aufgabe des Veranstalters ist es, die Sicherheit auf der Strecke so weit wie möglich sicher zu stellen und dafür alles zu unternehmen. Ich war nicht persönlich in Hamburg. Deshalb kann ich es auch nicht wirklich beurteilen. Das müssen Fachleute vor Ort tuen.

    Aber die unsensible Kommunikation des Veranstalters macht mich emotional wütend.

  21. Ich war als Teilnehmer im Rennen und musste die Unfallstelle 2x passieren. Erst im Ziel hat man mir mitgeteilt, dass der Unfall tödlich endete. Anhand der Care Teams vor Ort, war aber schon während dem Rennen vom schlimmsten auszugehen. Mein Beileid den Hinterbliebenen. Der ganze Zwischenfall muss professionell und schonungslos analysiert und aufgearbeitet werden. Ein trauriger Tag für den Sport.

      • Bin nicht Oliver aber auch Teilnehmer und hatte diese Empfindung nicht, da abgesehen von fehlendem Rechtsverkehr mancher Teilnehmer sich auch mit einem Kampfrichtermotorrad die Strecke abgesehen des Teils schlechten Straßenzustandes gut fahren ließ. Als ich die Bilder gesehen habe, dass bei einer großen Kolonne mit Motorrädern einen Überholvorgang machen, empfand ich es dennoch als unverantwortlich so viele Motorräder beisammen loszuschicken weil das rotieren nicht in der Masse klappen kann.

        Daneben wurde übrigens eine Ausweichstrecke organisiert um auf der Rückfahrt umzuleiten was aber nicht beidseitig funktioniert hat.

  22. Erstmal mein Beileid an den verstorbenen und gute Genesung an den Athleten.

    Die Anzahl der Motorräder ist natürlich erschreckend und auch überhaupt nicht nachvollziehbar.

    Unabhängig davon habe ich bei vielen Veranstaltungen aber auch das Gefühl, dass sowohl Kampfrichter als auch Motorradfahrer zu schlecht hinsichtlich der Vermeidung von Unfällen geschult werden.

    Da wird im Wettkampf zu schnell und zu dicht überholt oder in der Wechselzone rumgetanzt. Bin selbst schon einmal unglücklich zu Schaden gekommen deswegen.

    Hier sollten die Qualitätsstandards an die Ausbildung und medizinische Eignung seitens der DTU / Veranstalter deutlich überarbeitet werden.

  23. Die meisten freuen sich wenn der Sport ein mediales Echo findet. Es ist eher utopisch, dass sich alle Medien hierzu abstimmen. Auch die Organisation wer wann vorne sein darf überfordert die Organisation. Strecken zu finden und genehmigt zu bekommen ist der Horror (siehe Dresden). Selbst die Cyclassics haben Probleme weil die Leute jammern am Sonntag Probleme beim Brötchen holen haben. Die zu erwartenden Anforderungen an Sicherheitskonzepte führen zu weiterer Bürokratisierung und lassen den Sport sterben. Es war ein Fahrfehler, ein falsches Überholmanöver was andere dort auch gemacht haben. Ich bin froh dass wenigstens der Sportler überlebt hat.
    Die isolierte Problematik scheint einfach, das Problem dahinter komplexer um Risiken zu reduzieren, ausräumen dieser der Tod des Sports.

  24. Erst einmal mein Beileid den Hinterbliebenen.
    Ich bin sicherlich kein Freund mehr von Ironman und die Berichterstattung so fortzusetzen, geht überhaupt nicht.
    Jedoch hat der Motorradfahrer die StVO missachtet und ist auf die Gegenfahrbahn gefahren bei entgegenkommendem Verkehr. Dies ist umso unverständlicher da er erst Minuten zuvor dort gefahren ist. Auf dieser freien Strecke muß er den Radfahrer (oder sie) auch gesehen haben. Auf jeden Fall muss ihm bewusst gewesen sein, dass es viel Gegenverkehr gibt. Für dieses Fehlverhalten kann der Veranstalter nun wirklich nichts.
    Meines Erachtens hätte die Polizei die Unfallstelle weiträumig absperren müssen, so dass die Athleten dort nicht über den Deich hätten klettern müssen. Dann hätte der Veranstalter entscheiden können. Aber wem bringt ein Abbruch etwas? Ausgelassen feiern muss dann aber auch nicht sein, sondern alles etwas gedämpfter ausklingen lassen. Wir müssten bei der Vielzahl der Tragödien ansonsten ständig etwas abbrechen. Wird der Skibetrieb nach einem tödlichen Skiunfall im Skigebiet eingestellt? – Nur als Beispiel – Anders verhält es sich natürlich bei einer generellen Gefahr. Aber mit dem Fehlverhalten einzelner ist immer zu rechnen..
    Die Sicherheit kann seitens der Veranstalter zum einen durch eine Verringerung der Motorräder aber auch durch verschärfte Regelungen für diese erhöht werden. Wie z.B.Motorräder dürfen wie Athleten NIEMALS die Mittellinie überfahren, Missachtung führt zum sofortigen Verlust der Akkreditierung.
    Ein Wunder ist das Überleben des Triathleten.
    In diesem Sinne sollten wir uns so umsichtig wie möglich verhalten, um Tragödien wie diese so weit wie möglich zu verhindern.

  25. Ja, Unfälle passieren, aber die Handhabung danach lässt mich kopfschüttelnd zurück. Für mich war es der Tropfen, der das Fass Ironman zum Bersten gebracht hat. Ich habe aufgrund des Mythos IM mit diesem Sport begonnen und muss jetzt erkennen, dass ich die Herangehensweise, Kommunikation, Preispolitik…des/der Veranstalter leider nicht mehr mit meinen Werten vertreten kann. Ein sehr teurer Punkt weniger auf meiner Bucket List. Mein aufrichtiges Beileid an die Hinterbliebenen und gute Besserung den Verletzten.

  26. ich habe auch das Verhalten vieler Athleten nicht verstanden. Spätestes nach Passieren der Unfallstelle, muß jeden klar gewesen sein, daß hier etwas schreckliches passiert ist. Es steht auch jedem frei, einen Helfer oder Angehörigen zu fragen, was passiert ist. Stattdessen wird egozentrisch das eigene Ding durchgezogen und jubelnd ins Ziel gelaufen. Ja, der Wettkampf wurde nicht abgebrochen, aber ich hätte mir von mehr Athlten gewünscht, daß sie selber auf die Idee kommen, den Wettkampf zu beenden.

    • 650€ und monatelange Vorbereitung in den Wind schießen obwohl man nichtmal weiß was genau passiert ist?

      Mal abgesehen davon, dass man bei einem solchen Wettbewerb zu 100% mit sich selbst beschäftigt ist?

      Als Teilnehmer muss man sich darauf verlassen können, dass der Veranstalter das richtige tut.

      Und womit ist denn mehr geholfen? Indem die Leute abbrechen und in völligen Chaos versuchen sich und ihr Equipment zurück ins Hotel zu bringen oder indem man es geordnet bis zum Ende durchzieht?

      Glaube nicht, dass soviele jubelnd über die Ziellinie sind wenn sie davon wussten.

        • Ich war Teilnehmer des Rennens und natürlich ist man während des Rennens mit sich selbst beschäftigt. Auf meine Frage an den Streckenposten, was passiert sei, hat man keine Antwort bekommen – es hieß nur, man solle über den Deich gehen. Da ich mich auch nicht zum Personenkreis der Gaffer zähle, hab ich mir das ganze von oben runter nicht näher angesehen und bin eher von einem gesundheitlichen Problem eines Beteiligten ausgegangen. Erst am Ende der Radstrecke hab ich auf einer Newswall im Vorbeifahren gelesen, dass jemand gestorben ist. Auf der Laufstrecke hat mir ein Zuschauer auf Nachfrage kurz erklärt was passiert ist.
          Es kann wohl kaum die Aufgabe eine jeden Athleten sein, sich während des Rennens zu informieren! Das muss schon vom Veranstalter geschehen. Auch mit einem geordneten Abbruch hätte ich leben können.

    • Warum sollte er? Auch wenn ich den Kommentar mit dem Wissen des gestrigen Unfalls nochmals lese, würde ich ihm und seinen Lösungsansätzen zustimmen. Die Spiel- und Verhaltensregeln der Begleitmotorräder sind das Entscheidende. Auch ohne den furchtbaren Unfall hätte es – auch Dank des vorherigen Kommentars von Sebi – völlig zu Recht heftige Diskussionen um die Windschattenproblematik gegeben. Da ist gestern einiges heftig schief gelaufen. Aber wie auch Frodo sagt, ohne mediale Begleitung funktioniert kein Profisport. Und Frank Wechsel hat für mich sehr nachvollziehbar beschrieben, wie wichtig es für sein Team ist, sich während des Wettkampfes bewegen zu können, um objektive Rennberichte zu erstellen.
      Mal sehen, was er berichtet, wo sie sich während des Unfalls aufgehalten haben.

        • Dann wünsche ich Frank und auch den anderen Unfallzeugen alles Gute bei der und für die Verarbeitung der Geschehnisse! Wer schon einmal Zeuge eines solchen schrecklichen Unfalls war, der weiß, dass das tiefe Wunden hinterlassen kann. Ich würde mir wünschen, dass Frank es trotzdem an den Start in Roth oder eine andere Langdistanz schafft.

          Einige Kommentare hier sind mindestens genauso pietätlos wie die Berichterstattung von Ironman.

    • Das tri-mag ist ja nun nicht gerade für kritischen Journalismus bekannt, sondern betreibt mehr oder weniger Hofberichterstattung bzw. PR für die großen Marken (Veranstalter, Ausrüstung) und Athleten. Es passt daher bestens zu IM. Wahrscheinlich gibt es aus wirtschaftlichen Gründen auch keine andere Wahl. Ich rechne deshalb nicht damit, dass wir hier zu dem Unfall irgendetwas erfahren werden, was über die offiziellen lauwarmen Statements von IM oder der Stadt Hamburg hinausgeht.

      • Das ist wohl leider so. In die gleiche Kerbe schlägt passend die DTU (aus der FR):

        „Martin Engelhardt als Präsident der Deutschen Triathlon-Union warnte vor überzogener Schelte der Ironman-Organisatoren. „Die schnellen Reaktionen sind einerseits verständlich, weil die Leute emotional ergriffen sind. Aber man muss das meiner Ansicht nach seriös in alle Richtungen angucken. Natürlich kann dabei rauskommen, dass da auch Fehler begangen wurden.“

        Subtext: „schnelle Reaktionen“ = die anderen sind emotional, also tendenziell unsachlich.

        „Seriös in alle Richtungen gucken“ = was denn sonst, wer hat denn etwas anderes verlangt?

        „Natürlich kann dabei herauskommen, daß Fehler gemacht wurden“ = ganz, ganz vielleicht, eventuell möglicherwiese, könnten Fehler passiert sein, ganz ganz vielleicht sogar vom Veranstalter (aber von dem wohl eher nicht?)…

        Funktionärssprech vom Feinsten. Angesichts des Todes eines Menschen einfach abstoßend. Was wohl die redaktionelle Linie vom TriMag sein wird? Zum Glück kann mit mit anderen Berichten vergleichen…

  27. Mich hat das Geschehene gestern in Hamburg, wie wahrscheinlich alle, tief aufgewühlt und betroffen gemacht. Meine Gedanken sind bei den Angehörigen des Verstorbenen und den Verletzten.

    Aus meiner Sicht müssen im Nachgang nun aber einige Dinge hinterfragt werden.

    Insbesondere Ironman als Veranstalter und die Stadt Hamburg als Genehmigungsbehörde müssen hinterfragt werden, ob man die Radstrecke bei der Größe des Teilnehmerfeldes und v.a. der (aus meiner Sicht) perversen Menge an Begleitmotorrädern in dieser Form hätte freigeben dürfen. Vielleicht bin ich generell ein zu vorsichtig denkender Mensch, aber aus meiner Sicht hätte man gedanklich antizipieren können, dass es bei einer nicht wirklich breiten Straße, mit Gegenverkehr, bei der auf beiden Seiten Überholvorgänge stattfinden und zusätzlich die Rennspitze noch von einer zweistelligen Zahl an Begleitmotorädern umgeben ist, es zu potentiell gefährlichen Situationen kommen kann. Die bei einer Geschwindigkeit von mind. 40 km/h bei allen Beteiligten dann auch tragisch enden können.

    Weiterhin zu hinterfragen ist für mich auch das Verhalten der beteiligten Medienschaffenden auf den Motorrädern. Ich weiß das jeder ein subjektiv berechtigtes Interesse hat für sein Medium möglichst nah dran zu sein am Renngeschehen, weil es in dem Moment natürlich der Job und die Aufgabe ist, die man gut erfüllen möchte und muss. Aber viele oder zumindest einige der Journalisten sind selbst aktive oder ehemalige Triathleten und sollten doch erkennen können, dass es in der Situation gerade zu viele Motorräder auf einem Fleck sind und sich im Sinne der sportlichen Fairness und Sicherheit etwas zurückzuziehen um die Situation zu entzerren.
    In jedem Fall hätten aber die Rennoffiziellen erkennen und handeln müssen (Jan Frodeno im Rennen selbst und Sebi Kienle im Stream haben doch auch darauf hingewiesen) und ein paar Motoräder aus der Spitze rausnehmen.

    Ich weiß auch, dass alle Beteiligten bestrebt sind den Sport wachsen zu lassen und dementsprechend medial zu begleiten. Aber dies darf niemals und nie mehr auf Kosten von Menschenleben geschehen.

    Und natürlich kann man jetzt richtigerweise sagen Unfälle passieren und gehören zum Lebensrisiko. Aber man sollte bei solchen Veranstaltungen alles dafür tun solche Risiken zu minmieren. Daher ist die Entscheidung der Challenge Roth die Begleitmotoräder zu reduzieren, spätestens seit gestern, die einzig Richtige im Sinne des Sports und der Athleten gewesen.

    • Warum wurden Frauen- und Männerrennen bei den Profis eigentlich mal getrennt? Damit man doch nicht immer nur im Wechsel den führenden Mann und die führende Frau sieht und ansonsten vom Rennen beider Rennen nichts mitbekommt.

      Das Ergebnis gestern: Man konnte den führenden Mann aus 3-4 unterschiedlichen Blickwinkeln (eingefangen durch diverse Kameras) sehen, während man von der großen Verfolgergruppe rund um Löschke und Co. kein einziges Bild gesehen hat.

      Und um nochmal zu verdeutlichen, wie schlecht die Coverage des Rennens war, passen perfekt die Rätseleinheiten rund um Kienle und ARD, ob nun in der Führungsgruppe 6, 7 oder 8 Fahrer sind und ob Hogenhaug und Co. nun den Anschluss an die Spitzengruppe hergestellt haben oder im Niemandsland rumhängen. Die haben doch immer nur auf die Zwischenzeiten vom Live-Tracking gewartet, weil es aus den Bildern leider überhaupt nicht hervorging, was eigentlich auf der Rennstrecke los war.

      Eine Aufteilung der Kameras auf unterschiedliche Gruppen wäre so viel vernünftiger gewesen.
      Warum beim Laufen dann nur noch eine einzige Kamera beim führenden Mann existierte, ist ein Rätsel für sich. Gerade hier wäre es doch viel leichter und störungsfreier diverse Kameras einzusetzen.

  28. Ein Hammer für mich war das Interview mit der Siegerin der Frauen. Diese wusste offenbar nichts vom tödlichen Ausgang des Unfalls, wünschte den Beteiligten gute Besserung und gab der Hoffnung Ausdruck, dass nichts Schlimmes passiert ist. UND DIE INTERVIEWERIN HAT NICHTS DAZU GESAGT und weiter ihre Fragen gestellt…… Das Interview ist später als „privat“ gekennzeichnet und rausgenommen worden.

  29. Hallo zusammen,

    mein Beileid gilt allen beteiligten. Ein schlimmer Ausgang.

    Was ich aber gar nicht verstehe:
    Wir haben mittlerweile eine Vielzahl Magazine, Podcasts, Foren etc. Hier wird sich mit jedem auch noch so kleinen Details des Triathlons beschäftigt. Wieviel Gramm KH pro Stunde dürfen es denn sein…? 100 oder 110 oder 120..? Darf ich bei Gewitter nach 80 Minuten mein Radtraining beenden obwohl 90 Minuten im Plan stand…? Brauche ich einen Trainer..? Tubeless ja/ oder nein..? Wieviele Km hält die Carbonsohle etc.. Alles wird besprochen.
    Aber keines dieser Foren, Medien und dieser Podcasts hat gemerkt, dass diese Strecke für so ein Starterfeld mit so vielen Motorrädern ungeeignet ist…? Ich mache nur kleine Triathlons aber bewege mich immerhin viele km auf einem Zeitfahrrad. Und schon beim ersten Anblick der Fernsehbilder am Deich habe ich vor mich hingemurmelt „Das gibt heute ein Unglück..“ Zeitfahrrad. Blick nicht immer nach oben, aber auch oft nach unten. Vollgas. Wie es eben so ist im Rennen. Und da waren die AgeGrouper noch gar nicht alle da und die Profis auf der 1. Runde. Es war doch völlig ersichtlich, dass das nicht nur knapp nicht passt, sondern gar nicht, wenn sich noch Profis und Agegrouper überholen und dann auch noch Motoräder in der Mitte (!) fahren. Wieso hat das vorher keiner thematisiert…? Mir ist das völlig unklar, weil es völlig offensichtlich war, dass das nicht klappt. Als die ARD dann noch an dieser Engstelle stand, wo man kaum auch nur mit einem Rad in eine Richtung durchfahren konnte, war ich völlig fassungslos. Eine Baustelle am Renntag…? Wieso gibt es da keine Umleitung…? Warum sehen wir Checks der Räder der Profis, Interviews ohne Ende, aber keiner will vorher gemerkt haben, dass diese Strecke so gar nicht geht…? Finde ich sehr komisch. Das war nicht nur ein bisschen knapp, sondern das ging einfach gar nicht. Und ich würde mir wünschen, dass alle mal wieder mehr den Blick auf die Basics legen, statt darüber zu philosophieren, ob wir jetzt eine Weltbestzeit sehen werden oder wieviel % HIT und LIT den jetzt für den Freizeitsportler am besten sind. Und Basis Nummer 1 ist wohl die Sicherheit der Teilnehmer.

      • Alles völlig enthemmt. Abstände unter den Motorrädern von vielleicht 1-2 Metern bei ca. 50 Km/h wie am Ende zu sehen oder das stetige fahren auf der anderen Fahrbahnspur während der gesamten Videosequenzen ist übel anzusehen.

        Und irgendwie traurig, dass man bei all dem „Aufwand“ vom Rennen kaum was gesehen hat. Die ersten 2-3 Radler hatte man oft im Bild und dann hörte das Rennen auch schon auf. Es wurde munter gerätselt, wie viele Athleten denn jetzt eigentlich teil der Spitzengruppe waren und was dahinter abging wurde anhand von Live-Tracking Daten alle 40 Kilometer (also ca. 1x pro Stunde) sich dann zusammengereimt.

        • Hallo Frank,
          ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft die aktuelle Zeit zu meistern. Es wäre auch vollkommen verständlich sich jetzt einfach mal 2-3Tage raus zu nehmen.
          Lass nicht alles an dich ran.
          Es gibt wichtigeres im Leben als die Tastaturkrieger in den Kommentarspalten.

        • Da bin ich sehr gespannt drauf. Aber bitte nicht wieder Nebenkriegsschauplätze aufmachen, Kommentare in Foren haben noch keinen getötet. Der Wunsch nach exklusiven Bildern und Rekordzeiten von alternden Heroen aber jetzt vielleicht schon … Vielen Dank für die Ersthilfe. Wahnsinn, wie all die anderen, die den Unfall mitbekommen haben, einfach weitergefahren sind.

          • Demut und Selbstreflexion sind einer so furchtbaren Situation die einzig angemessene Haltung. Innehalten und Nachdenken sollte bei einem so schrecklichen Unfall für alle selbstverständlich sein.

            Vorschnelle Schuldzuweisungen tragen ebensowenig zur Ursachen- und Fehleranalyse bei wie Selbstabsolution und Funktionärssprech. Die Vorgägne müssen Konsequenzen haben, damit Triathlongrossveranstaltungen weiter möglich sind. Oder sie haben keine Konsequenzen, und das wars dann. Ich hoffe, daß alle Beteiligten sich dieser Verantwortung bewußt sind, und zwar vor allem der für das Leben und die Sicherheit von Athleten, Zuschauern und Medienschaffenden.

        • Hallo Frank, auch von mir die besten Wünsche, um das Erlebte zu verarbeiten. Gut, dass mit dir umgehend ein Mediziner vor Ort war. Bitte geht bei Carbon & Laktat neben den Punkten, die du bereits anführst, auch auf die (für den Unfall wahrscheinlich mit ursächliche und in jedem Fall im Rennen gefährliche und Windschatten-problematische) Motorraddichte ein (siehe auch Kommentare von Sebi/Ralf Scholt, Frodo im Rennen und diverse Kommentare in Live-Chats) sowie den negierenden und beschönigenden Umgang seitens Ironman mit der Tragödie (v.a. in deren Stream) ein. Ich hoffe, dass am Ende durch sinnvoll abgewogene Konsequenzen wenigstens noch etwas Gutes aus der ganzen Sache erwächst…

  30. Ja. Diese Bilder meinte ich. Aber danke noch einmal für den Link. Und das hat niemand vorausgesehen..? Ehrlich gesagt – und das steht ja auch unter den Tweets – ist das doch ohne Motorräder schon viel zu gefährlich. Ein Überholvorgang in Dreier Reihe – ein kleiner Schlenker und schon knallt man frontal in jemanden rein. Das ist doch noch nicht mal an der Grenze zu „könnte gut gehen“ – das ist total klar, dass das gar nicht geht. Frontale Zusammenstöße haben die höchste Verletzungsgefahr. Das weiß man doch.. da stehen noch nicht mal Pylonen in der Mitte. Es ist einfach unglaublich.

  31. @Ralf: Kurze Frage an dich, warst du schonmal in Hamburg am Start, oder urteilst du nur nach den Aufzeichnungen?
    Ich von meiner Seite kann berichten, weil ich 2018 und 2019 am Start war, dass es Platz vorhanden war, auch mit Gegenverkehr…….ich hatte mich nie unsicher gefühlt oder fand die Strecke extrem voll.

    • Ich bin mehrmals in HH gestartet und muss Ralf Recht geben. Auch ich fand die Strecke am Deich immer bedenklich…da waren dann aber auch nicht noch zusätzlich so viele Motorräder unterwegs wie am Sonntag. Die Aufzeichnungen geben adäquat wieder, wie eng es da zugeht. War immer froh, wenn die Radstrecke vorbei war. Dieses Jahr war ich zum Glück nicht dabei.

  32. Als Außenstehender könnte man denken die Strecke wurde erst kurz vorm Start bekannt gegeben. Ist aber nicht so. Seit Monaten ist die Strecke bekannt und größtenteils auch die selbe wie bei vorherigen Rennen. Vielleicht sollte man die Ereignisse erstmal sachlich auswerten bevor man wild spekuliert und Anschuldigungen ausspricht.

  33. Der Unfall war schrecklich. Besonders negativ überrascht hat mich aber, dass keiner der Profis angehalten hat. Für mich wirkte dies wie unterlassene Hilfeleistung. Ist man nicht auch im Wettkampf (nicht nur moralisch) dazu verpflichtet erst einmal zu schauen ob man helfen kann?

  34. Ich war noch nie in HH am Start. Aber eine Strecke mit Gegenverkehr ohne Pylonen in der Mitte zu haben, geht einfach nicht. Es ist doch klar, dass frontale Unfälle am schlimmsten sind. Es geht nicht um Verurteilen. Aber es geht darum, dass man sich um das Wesentliche Gedanken macht. Wo sind die Gefahren..? Ist die Sicherheit gewährleistet..? Was kann passieren..? Ich möchte nur darauf hinweisen, dass die letzte Sekunde Zeitgewinn oder das noch so tolle Bike mit gewachsten Ketten am Ende egal ist, wenn Menschen sich schwerst verletzen oder sogar sterben. Und dann kann natürlich immer und zu jederzeit noch was passieren. Risiko ist immer dabei. Aber wenn es wenigstens für diesen Teil der Strecke ein Überholverbot gibt oder man die Motorrader vor dem Abschnitt rausgenommen hätte. Wie auch immer. Und die beste Lösung ist immer, dass alle in eine Richtung fahren. Kein Gegenverkehr. In Frankfurt und Roth geht das ja offensichtlich auch.

  35. Die Strecke am Deich (ohne Motorräder…oder mit hier und da mal einem Mottorrad) war aus meiner Sicht völlig okay und breit genug. Pylonen hätten sie ja eher noch enger gemacht… und in HH ist es gerne mal windig. Man kann dort gut drücken und überholen… und rechnet sicher nicht mit einem Motorrad im Gegenverkehr, da man ewig weit gucken kann und als Radler (eigentlich) nicht zu übersehen ist. Ich hoffe unser Sportsfreund und der Beifahrer des Motorrads erholen sich schnell und vollständig! Die beiden müssen einen furchtbaren Schock (neben den physischen Verletzungen) erlitten haben. Es war schon schockierend da am Sonntag vorbei zu schieben. Zum Glück haben uns die Rettungskräfte beschwichtigt… es sei nichts allzu Ernstes passiert. Auch dafür ein großes Danke! Die Wahrheit hätte da niemanden geholfen. Sie haben einen herausragenden Job gemacht. Und wie schnell eine Umleitung gefunden wurde war auch beeindruckend, so mussten wir nur 2x statt 4x an der Unfallstelle vorbei. Meine Gedanken sind aber mit der Familie des Motorradfahrers, die einen geliebten Menschen verloren haben.

  36. Es sollte aber heissen, ein Motorrad kollidierte mit einem Agegrouper. Der Agegrouper ist auf der richtigen Strassenseite gefahren. Der Motorradfahrer hat den „Fehler“ begangen. Nichts desto trotz, es ist ein tragischer Unfall, der vermutlich hätte vermieden werden können.

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