Andreas Dreitz greift nach dem frühen Hawaii-Ticket

Die 22. Auflage des Rennens im Nordwesten Floridas am Golf von Mexiko ist alles andere als eine gewöhnliche. Zum einen beherrscht noch immer weltweit das Coronavirus nahezu täglich die Schlagzeilen, weshalb die meisten Ironman-Rennen dieses Jahres ersatzlos gestrichen wurden und der Ironman Florida somit eine echte Rarität im Triathlonkalender 2020 darstellt. Zum anderen, weil die Vereinigten Staaten von Amerika kurz nach der Wahl am Dienstag noch immer auf das endgültige Ergebnis der Präsidentschaftswahl warten. Doch von beiden Parametern will sich Andreas Dreitz so gut es geht distanzieren.

Eine Handvoll ebenbürtiger Gegner für Andreas Dreitz

„Nachdem klar war, dass ich als Sportler mit einer Sondergenehmigung nach Florida reisen darf, bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass es absolut vertretbar ist, wenn man vorsichtig ist und die gegebenen Regeln einhält. Ich habe keine Bestrebungen, großartig Kontakt mit anderen zu haben“, sagt Dreitz im Podcast triathlon talk am Donnerstag zwei Tage vor dem Rennen. Nachdem auch bei Dreitz die Höhepunktwettkämpfe im Rennkalender gestrichen wurden, sei er wahnsinnig froh, dass er jetzt überhaupt noch bei einem größeren Rennen starten dürfe. „Das nehme ich als große Motivation mit in den Wettkampf“, sagt er.

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Auch wenn die letzte ins Ziel gebrachte Langdistanz mit seinem Heimsieg bei der Challenge Roth 2019 schon knapp eineinhalb Jahre her ist, rechnet sich Dreitz realistische Chancen aus, nach dem Rennen ein frühes Hawaii-Ticket im Gepäck zu haben. Danach will er, sofern die Wettkämpfe stattfinden, zwei Wochen später beim Ironman-70.3-Rennen in Texas und Anfang Dezember bei der PTO-WM in Daytona starten.

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Die Grundvoraussetzungen für einen Kona-Slot beim Rennen in Florida am kommenden Wochenende sind zumindest auf dem Papier erst einmal ziemlich gut: Im knapp 25 Teilnehmer starken Profifeld der Männer werden aller Voraussicht nach drei Slots für die WM auf Hawaii im Oktober 2021 vergeben. In einem relativ homogenen Feld mit mehr als einer Handvoll Profis auf einem ähnlichen Niveau dürfte Dreitz beim Kampf um die vorderen Plätze vor allem von den vier US-Amerikanern Sam Long, Matt Russell, Matt Hanson und Chris Leiferman, den beiden Kanadiern Cody Beals und Brent McMahon sowie von Joe Gambles (Australien) Konkurrenz bekommen. Sam Long wird Dreitz zumindest nicht bei der Vergabe der Kona-Slots gefährlich, da dieser noch sein Ticket vom Ironman Chattanooga Ende September 2019 innehat.

Platz fünf könnte für einen Kona-Slot im Frauenrennen reichen

Auch im Profirennen der Frauen kämpfen 25 Athletinnen um drei Hawaii-Tickets. Größte Chancen auf einen Platz auf dem Podium haben dabei sicherlich die US-Amerikanerinnen Skye Moench, Heather Jackson und Meredith Kessler sowie die Britin Katrina Matthews. Für eine Überraschung in den Top 5 könnte zudem Matthews Landsfrau Ruth Astle sorgen, die 2019 auf Hawaii als schnellste Agegrouperin des Gesamtfelds ins Ziel kam und jetzt in den ersten Monaten ihrer Profikarriere steckt. Neben Heather Jackson hat auch bereits Meredith Kessler einen WM-Startplatz. Somit könnte vielleicht sogar ein fünfter Platz im Frauenrennen mit einem Kona-Slot belohnt werden.

Chris Nikic im Fokus der Öffentlichkeit

Neben dem Ausgang der Profirennen wird beim Ironman Florida vermutlich besonders ein Athlet im Fokus der Öffentlichkeit stehen: der US-Amerikaner Chris Nikic. Der 21-Jährige will bei dem Wettkampf in Panama City Beach der erste Mensch mit Trisomie 21 werden, der eine Triathlon-Langdistanz ins Ziel gebracht hat. Im Sommer hat Nikic bereits eine Mitteldistanz in Eigenregie gemeistert.

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Marvin Weber
Marvin Weberhttp://marvinweber.com/
Marvin Weber ist Multimedia-Redakteur bei triathlon: Neben Artikeln fürs Magazin und die Homepage ist der gebürtige Siegerländer auch immer auf der Suche nach den besten Motiven für die Foto- und Videokamera. Nach dem Umzug in die neue geliebte Wahlheimat Hamburg genießt er im Training vor allem die ausführlichen Ausfahrten am Deich.

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