Mittwoch, 22. Mai 2024

Hayden Wilde wird Weltmeister im Supersprint – Hellwig Achter – Blummenfelt verpasst Medaille

Triathlon-Party mitten in der Stadt: In einem mitreissenden Rennformat krönt sich ein Neuseeländer in Hamburg zum neuen Weltmeister im Supersprint.

Peter Jacob Hayden Wilde läuft als neuer Weltmeister ins Ziel.

Hayden Wilde ist Triathlon-Weltmeister im Supersprint. In Hamburg setzte sich der Neuseeländer am Samstag im spannenden Eliminator-Format durch, bei dem sich die Zahl der zunächst 30 Profis Runde für Runde um zehn verringerte. In jedem Durchgang absolvierten die Verbliebenden einen Kurztriathlon mit 300 Metern Schwimmen, 7,5 Kilometern Radfahren und 1,75 Kilometern Laufen. Anschließend konnten sie etwa 30 Minuten lang verschnaufen. Im Finale der besten Zehn hatte Wilde die meisten Reserven. Er gewann in 19:26 Minuten vor Vasco Vilaca aus Portugal und dem Briten Alex Yee. Auf Platz vier kam Ironman-Weltmeister Kristian Blummenfelt ins Ziel. Bester Deutscher wurde Tim Hellwig als Achter. Er hatte als einziger von fünf gestarteten DTU-Athleten das Finale erreicht. Bereits am Vortag mussten sich die Triathleten für die Finalrunden qualifizieren. Dabei war unter anderem der Norweger Gustav Iden ausgeschieden.

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Peter Jacob Tim Hellwig spielt im Finale der Schnellsten mit.

So verliefen die drei Rennen zwischen dem Hamburger Rathausmarkt, Jungfernstieg und Gänsemarkt.

1. Runde mit 30 Athleten (10 scheiden aus)

Sichere Sache für vier der fünf deutschen Starter. Lasse Lührs, Simon Henseleit, Valentin Wernz und Tim Hellwig lassen auf der Zielgerade locker austrudeln, denn sie sind klar unter den 20 Besten. Mit in die nächste Runde rutscht Kristian Blummenfelt dank eines starken Laufs. Der Norweger schafft es zwar nur in die zweite Radgruppe, dennoch reicht es im Ziel für den Olympiasieger. Ausgeschieden ist dagegen der deutsche Meister Lasse Nygaart Priester auf Platz 24.

2. Runde mit 20 Athleten (10 scheiden aus)

Matt Hauser aus Australien wechselt nach dem Schwimmen als Führender auf das Rad und auch Tim Hellwig und Simon Henseleit sind ganz vorn mit dabei. Eine Spitzengruppe will sich aber nicht bilden und so fahren erst 14, dann 18 der 20 Teilnehmer gemeinsam die 7,5 Kilometer. Alles deutet auf eine Laufentscheidung hin und genau die bekommen die vielen Zuschauer rund um Jungfernstieg und Rathausmarkt geliefert. Blummenfelt, Hayden Wilde, Alex Yee und Hauser sehen sehr sicher aus und die Topfavoriten auf den Titel setzen sich schließlich problemlos durch. Tim Hellwig schafft als einziger Deutscher als Neunter den Finaleinzug. Ausgeschieden sind Simon Henseleit, Lasse Lührs und Valentin Wernz.

3. Runde mit 10 Athleten

Im Finale um die Medaillen liegen alle zehn Teilnehmer beim Schwimmen und Radfahren nahezu gleich auf, wobei Blummenfelt auf dem engen City-Radkurs immer wieder versucht, seine Rivalen mit Attacken mürbe zu machen oder aus dem Konzept zu bringen. Das gelingt nur zum Teil, denn letztlich erreichten doch alle Athleten innerhalb weniger Sekunden T2. Nun muss der harte Lauf die Entscheidung bringen, und Wilde machte gleich von Beginn an Druck. Noch auf der ersten Runde läuft der 25-Jährige einen kleinen Vorsprung heraus, den er bis ins Ziel verteidigt. Dahinter sieht es zunächst aus, als könnte Blummenfelt die Medaille holen, doch im Zielsprint durch die Poststraße und auf den Rathausmarkt haben Vilaca und Yee noch etwas mehr zu bieten. Tim Hellwig verkauft sich bis zum Schluss teuer und läuft 28 Sekunden nach dem Sieger als Achter ins Ziel. Gemeinsam mit Henseleit sowie Laura Lindemann und Annika Koch wird Hellwig am Sonntag in der Mixed Relay erneut um WM-Medaillen kämpfen.

Peter Jacob Alex Yee führt Kristian Blummenfelt, Vasco Vilaca und Matt Hauser in die letzte Runde.
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Peter Jacob
Peter Jacob
Abitur, Studium der Sportwissenschaft und Volontariat bei dpa änderten nichts daran, dass Peter eines blieb: Ausdauersportler mit Leidenschaft. Auch wenn der Hamburger heute öfter die Laufschuhe schnürt, sind die Stärken des ehemaligen Leistungsschwimmers klar verteilt. Man munkelt, die Sportart Swimrun sei nur für ihn erfunden worden.

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