Justus Nieschlag nach dem Ironman 70.3 Lanzarote: „Das Rennen gibt mir einen guten Boost“

Mit dem Sieg beim Ironman 70.3 Lanzarote hat Justus Nieschlag einen perfekten Auftakt in seine Premierensaison als Mitteldistanzler hingelegt, nachdem er seit Ende des vergangenen Jahres nicht mehr Teil des DTU-Kaders ist. Der 31-Jährige ist nun ausschließlich auf den längeren Strecken unterwegs und das gemeinsame Projekt mit Trainer Dan Lorang trägt bereits Früchte. Im Interview spricht er über das Rennen.

IRONMAN LANZAROTE / Club La Santa – James Mitchell

Herzlichen Glückwunsch zum Sieg, Justus! Der Saisoneinstand hätte nicht besser geplant werden können. Lief denn alles so, wie du es dir gedacht hast?

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Ich freue mich sehr über den Einstand, den ich hier hingelegt habe. Eine Renntaktik gab es nicht so richtig, wir wollten erst einmal schauen, wie die Form ist, und das Rennen allgemein konservativer angehen, nicht wie in Kraichgau mit der Brechstange. Auf dem Rad bin ich etwas sportlicher losgefahren und habe mich gut gefühlt.

Ein Blick auf alle drei Disziplinen verdeutlicht, dass du dir kaum eine Schwäche geleistet und bei allen drei Disziplinen vorn mitgespielt hast. Wo siehst du noch Raum für Verbesserungen im Hinblick auf die Ironman-70.3-WM in Lahti? Das Ticket hast du jetzt ja in der Tasche.

Obwohl das Laufen am Anfang auch relativ gut ging, hat es sich aber die ganze Zeit über etwas zäh angefühlt. Und leichte Magenprobleme hatte ich auch, sodass ich nicht optimal Nahrung zuführen konnte.

Ist solch ein Rennen in gewisser Weise eine Genugtuung, weil du weißt, dass du in der Weltspitze mitspielst?

Das Rennen gibt mir natürlich einen guten Boost, da ich weiß, dass ich durch mein Schwimmen und Radfahren in einer guten Ausgangsposition bin.

Die frühe Qualifikation gibt dir ja sicherlich etwas Entspannung für den Rest der Saison, da du das WM-Ticket schon in der Tasche hast. Plant ihr dadurch jetzt etwas anders?

Das Ticket in der Tasche zu haben, ist auf jeden Fall gut. Jetzt warten wir ab, was bei der Bewerbung für die Wildcard der PTO European Open rauskommt.

Wie gestalten sich die nächsten Tage? Hast du etwas gefeiert und jetzt ein paar Tage Zeit zum Entspannen oder geht es direkt weiter?

Die nächsten Tage stehen im Zeichen der Erholung. Ich merke die Mitteldistanz muskulär schon sehr extrem, sodass ich erst einmal schauen muss, wann ich mich dann wieder einigermaßen bewegen kann.

Dein nächster Wettkampf führt dich wieder zurück unter das Hallendach der Arena Games in London. Was ist da für dich noch drin?

Meine Teilnahme habe ich noch nicht abgeschrieben und ich hoffe, dass es dann in London ein bisschen besser läuft als zuletzt in Sursee. Es hängt aber natürlich auch davon ab, wann und wie ich jetzt wieder ins Training einsteigen kann. Dann werde ich versuchen, mich auf das Podium zu schieben.

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Jan Luca Grüneberg
Jan Luca Grüneberg
Nach dem Studium der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln ist Jan Luca Grüneberg seit 2022 bei spomedis und wurde dort zum Redakteur ausgebildet. Wenn er gerade mal nicht trainiert, hört oder produziert er wahrscheinlich Musik.

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