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Supersprint-WM begeistert Hamburg: Laura Lindemann holt Bronze im neuen Rennformat

WM-Bronze für Laura Lindemann: Deutschlands beste Kurzdistanz-Triathletin musste sich in Hamburg nur einer Französin und einer Britin geschlagen geben.

Der Weltmeistertitel im Supersprint geht an Cassandre Beaugrand. Die Triathletin aus Frankreich behauptete sich im Finale in Hamburg nach 300 Metern Schwimmen, 7,5 Kilometern Radfahren und 1,75 Kilometern Laufen vor der Britin Beth Potter und Laura Lindemann aus Deutschland. Die DTU-Athletin fightete im entscheidenden Rennen des Eliminator-Formats bis zum letzten Meter und wurde mit Bronze belohnt. Dahinter machten Annika Koch als Vierte und Marlene Gomez-Göggel als Fünfte das starke deutsche Mannschaftsergebnis perfekt.

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Erstmals wurde die Supersprint-WM als Eliminator ausgetragen. Für die Athletinnen galt es, sich Runde um Runde im Rennen zu halten und das Ausscheiden zu vermeiden. Bereits am Vortag war das Feld in zwei Qualifikationsrunden auf 30 Teilnehmerinnen reduziert worden. Dabei hatten sich sieben deutsche Athletinnen für die Finalrennen am Samstag qualifizieren können.

So verliefen die drei Rennen zwischen dem Hamburger Rathausmarkt, Jungfernstieg und Gänsemarkt.

Erste Runde mit 30 Athletinnen (10 scheiden aus)

Souveräne Vorstellung von Laura Lindemann und Marlene Gomez-Göggel, die diese Runde für sich entscheiden und als Erste und Zweite weiterkommen. Auch Annika Koch und Lena Meißner erreichen das Ziel mit der Spitzengruppe und können vom Finale träumen. Anabel Knoll zieht als 20. gerade noch in die nächste Runde ein. Schluss ist dagegen für die frischgebackene deutsche Meisterin Lisa Tertsch, die durch eine 10-Sekunden-Zeitstrafe ausgebremst wird. Beim zweiten Wechsel öffnete sich ihr Helmverschluss, nachdem sie ihr Rad bereits einige Meter geschoben hatte. Ein kleiner Fehler, den die Schiedsrichter knallhart bestraften. Nach der kurzen Pause im Penaltyzelt auf dem Rathausmarkt versucht es Tertsch mit einem beherzten Endspurt, es reicht aber nur noch zu Platz 23. Raus aus dem Rennen sind außerdem Seline Klamt sowie Rio-Olympiasiegerin Gwen Jorgensen aus den USA.

Zweite Runde mit 20 Athletinnen (10 scheiden aus)

Zsanett Bragmayer aus Ungarn kommt nach 300 Metern als Erste aus dem Wasser, gleich dahinter liegen Laura Lindemann und Lena Meißner in sehr guter Position. Vier der fünf deutschen Athletinnen schaffen es sofort in die erste Radgruppe, am Ende der ersten Runde hat auch die fünfte, Anabel Knoll, den Anschluss gefunden. Nach zwei von drei gefahrenen Runden liegen mit Lindemann, Meißner und Marlene Gomez-Göggel drei Deutsche auf den ersten drei Positionen. Am Ende führen Lindemann und Gomez-Göggel rund 15 Athletinnen in die zweite Wechselzone. Mit den Laufschuhen an den Füßen übernimmt die Französin Cassandre Beaugrand die Führung mit Lindemann und Annika Koch in der Verfolgung. Beaugrand macht das Rennen und ist sicher im Finale. Auch Lindemann, Koch und Gomez-Göggel gelingt der Sprung unter die besten zehn. Nicht ganz mithalten können Meißner und Knoll, für die nach dieser Runde Schluss ist.

3. Runde mit 10 Athletinnen

Im Finale um den WM-Titel sorgen Beaugrand und Lindemann im Wasser für Tempo und laufen auch als Erste zu ihren Rädern auf dem Rathausmarkt. Folgen hat das zunächst aber nicht, denn auf dem Rad schiebt sich das Feld der zehn Finalistinnen wieder eng zusammen. Sogar die Schweizerin Cathia Schär, die zeitweise 20 Sekunden allein hinterherfährt, schließt in der zweiten Runde wieder auf. So kommt es zur von allen erwarteten Laufentscheidung, bei der sich Beaugrand wie schon im zweiten Rennen absetzen kann. Die 26-Jährige hat eindeutig die besten Beine und läuft am Ende elf Sekunden schneller als die zweitbeste Läuferin im Feld. Das reicht fast schon locker zum WM-Titel, den Beaugrand in der Gesamtzeit von 21:35 Minuten vor Potter und Lindemann perfekt macht. Die deutsche Top-Frau hat zusammen mit Koch am Sonntag einen weiteren Einsatz. Dann steht gemeinsam mit Tim Hellwig und Simon Henseleit die Mixed Relay an.

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Peter Jacob
Peter Jacob
Abitur, Studium der Sportwissenschaft und Volontariat bei dpa änderten nichts daran, dass Peter eines blieb: Ausdauersportler mit Leidenschaft. Auch wenn der Hamburger heute öfter die Laufschuhe schnürt, sind die Stärken des ehemaligen Leistungsschwimmers klar verteilt. Man munkelt, die Sportart Swimrun sei nur für ihn erfunden worden.
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