Montag, 24. Juni 2024

Wer gewinnt die Ironman-Weltmeisterschaft in Utah?

Donald Miralle for IRONMAN

Der Countdown läuft. Am Samstag um 14:15 Uhr deutscher Zeit fällt der Startschuss für die erste von zwei Ironman-Weltmeisterschaften im Jahr 2022. In St. George im US-Bundesstaat Utah werden zunächst die Männer die 3,86 Kilometer lange Schwimmstrecke angehen, ehe fünf Minuten später die Frauen folgen werden. Die Vorzeichen versprechen ein spannendes WM-Rennen. Vielleicht sogar das spannendste WM-Rennen seit Jahren. Wer live dabei sein möchte, hat mehrere Möglichkeiten. Unter anderem wird das Event als Livestream auf sportschau.de gezeigt. Wer lieber englischen Kommentar hören möchte, kann auf die Facebook-Seite von “Ironman now” ausweichen. Die Favoritinnen und Favoriten haben wir euch in zwei Galerien bereits vorgestellt. Hier geben wir euch einen kleinen Überblick über die Strecke und wollen von euch wissen: Wer hat das Zeug zum Weltmeister und sichert sich den Titel bei den Männern und Frauen? Ihr könnt abstimmen.

Orientierung beim Schwimmen erschwert

Die Bedingungen in der ersten Disziplin dürften für die Athleten herausfordernd werden. Vorhergesagt sind Winde, wodurch es im circa 17 Grad kalten Sand Hollow Reservoir zumindest wellig werden dürfte. Die weitere Herausforderung besteht darin, dass die Athleten zunächst gegen die aufgehende und dadurch tief stehende Sonne schwimmen werden. Durch die relativ gerade Strecke ohne allzu viele Bojen wird die Orientierung zusätzlich erschwert. Es wird spannend zu sehen, wie schnell die große Gruppe an Athleten in einzelne kleinere zerfallen wird und wie zersplittert die Athletinnen und Athleten letztlich möglicherweise aus dem See steigen, und wie sich das Feld auf dem Rad anschließend sortiert.

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Zwei größere Anstiege am Ende der Radstrecke

Auf der 180,2 Kilometer langen, selektiven Radstrecke geht es auf und ab. Schnelle Passagen mit gutem Asphalt wechseln sich mit Steigungen und Abschnitten ab, auf denen der Straßenbelag weniger gut ist. Sebastian Kienle bilanzierte zur zweiten Disziplin: „Da ist für jeden was dabei.“ Die großzügigen Straßen und die Streckenführung mit einem ersten Wendepunkt nach wenigen Kilometern und einigen Schleifen lassen es zu, dass sich die Athleten und Gruppen mehrfach in der Lage befinden werden, den Abstand untereinander einzuschätzen. Nach einem überwiegend welligen Teil folgen zum Ende der 2248 Höhenmeter umfassenden Radstrecke hin zwei größere Anstiege. An diesen Stellen könnten etwaige Gruppen auseinanderfallen, da dort ein Angriff für eine gute Ausgangslage beim Marathon durchaus Erfolg versprechend ist – vorausgesetzt, die Beine machen mit. Zunächst geht es nach rund 120 Kilometern „The Wall“ nach Veyo hoch, ehe eine schnelle Abfahrt zurück nach St. George folgt und anschließend eine kleine Klettertour Snow Canyon hoch ansteht. Wer in der ersten Phase der zweiten Disziplin bis zu diesen Punkten zu viele Körner lassen musste, um den Anschluss zu halten oder Lücken zuzufahren, dürfte spätestens an einem dieser beiden Punkte abreißen lassen müssen. Es dürfte viel Bewegung ins Feld kommen. Wie beim Schwimmen kann auch in der zweiten Disziplin der Wind eine Rolle spielen. Heftiger Gegenwind bei ausgedehnten Bergaufpassagen kann den einen oder anderen durchaus zermürben.

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Gibt es ein spannendes Finish?

Über die 42,195 Laufkilometer, die in zwei Runden auf einer Wendepunktstrecke absolviert werden, wird es ebenfalls auf und ab gehen. Auf den insgesamt 431 Höhenmetern werden sehr schnelle Abschnitte dabei sein, die den Athleten entgegenkommen, die schnelles Bergablaufen sicher beherrschen. Auf der anderen Seite fordern die Anstiege mentale Stärke, wenn es mühselig und wenig abwechslungsreich wird. Auch auf der Laufstrecke lässt sich gut abschätzen, wo man im Vergleich zur Konkurrenz steht. Die muskuläre Belastung ist durch das Streckenprofil mit abwechselnden Steigungen und Gefälle sehr hoch, sodass ein zu früher Ausreißversuch Risiken birgen kann. Bei einem eher taktisch geprägten Rennen dürften bis zum letzten Wendepunkt rund eine Handvoll Athletinnen und Athleten innerhalb von ein bis zwei Minuten Abstand liegen. Eine Konstellation, die auch angesichts der finalen fünf abschüssigen Kilometer ein spannendes Finish verspricht. Wer macht am Ende das Rennen?

Die Ironman-WM in St. George

Profis: Unsere WM-Favoriten bei den Männern und Frauen
Agegrouper: Alle Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz
TV: Hier seht ihr das Rennen live
Alle Beiträge auf unserer Sonderseite zur Ironman-WM.

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2 Kommentare

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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

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