Donnerstag, 12. Februar 2026

Triathlon trifft Sightseeing

Grundsätzlich lässt sich Jonas Deichmann nicht vom Weg abbringen. Bei seinem Triathlon rund um Deutschland macht er allerdings die eine oder andere Ausnahme. Zuletzt auf der 14. Etappe, die ihn nach dem Start in Frankfurt an der Oder nach Görlitz führte. „Dort bin ich in die Altstadt gefahren und habe mit eine halbe Stunde gegönnt, um mich dort umzusehen“, erklärt Deichmann. Triathlon meets Sightseeing – das sind die Vorzüge einer Extremdistanz. Es kommt nicht auf Sekunden oder Minuten an.

privat Sonnenuntergang: Die Landschaft hält für Jonas Deichmann auf seiner Tour einige Höhepunkte bereit.

„Der Start war locker, es ging flach durch Brandenburg an der polnischen Grenze entlang“, berichtet Deichmann, der einmal mehr durch „unbesiedeltes Gebiet mit schöner Natur“ fuhr, ehe er „eine längere Mittagspause“ einlegte. Am frühen Nachmittag erreichte er Sachsen und steuerte Görlitz an. Nach der kleinen Stadterkundung ging es weiter nach Zittau. „Dort liegt das Dreiländereck mit Deutschland, Polen und Tschechien“, erklärt der 33-Jährige, der nach einem Abbiegemanöver in Zittau die Flachetappen vollständig hinter sich gelassen hat. „Sofort ging es hoch und runter. Es war schön in Norddeutschland, aber jetzt freue ich mich, dass es nun wieder in die Berge geht“, so Deichmann.

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In Zittau war ihm noch ein Radfahrer entgegengekommen, der ihn anschließend die letzten 40 Kilometer begleitete. Auch für diesen Mitfahrer ließ sich Deichmann von seinem Weg abbringen, wenn auch nur leicht. „Er hat mich zu sich nach Hause eingeladen. Das lag zwar vier Kilometer abseits der Strecke, aber ich habe die Einladung gern angenommen.“

Am Mittwoch steht jetzt die Königsetappe mit 4.000 Höhenmetern durch die sächsische Schweiz über die Elbe und durch das Erzgebirge auf Deichmanns Programm. „Am Donnerstag dürfte es im Bayerischen Wald ähnlich werden. Und dann kommt auch schon die Laufstrecke, darauf freue ich mich mittlerweile auch“, betont Deichmann.

privat Für Einladungen zum Essen oder einen Schlafplatz verlässt Jonas Deichmann gern die Idealroute.

Jonas Deichmann berichtet auf tri-mag.de regelmäßig in Tagebuchform von seinem Abenteuer. Per Livetracker ist seine Route über seine Website jonasdeichmann.com zu verfolgen. “Der Tracker sendet alle fünf Minuten meine Position. Wer ein Stück der Strecke mit mir zusammen Radfahren oder Laufen möchte, kann das gern tun. Ich freue mich über Begleitung”, so Deichmann.

Alle Tagebucheinträge von Jonas Deichmann

Happy Valentine's Day

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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

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