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Jonas Deichmanns Triathlon rund um Deutschland:
Zwischensprint auf der Bobbahn am Königssee

Auf seinem 16-fachen Ironman rund um Deutschland ist eigentlich vor allem Jonas Deichmanns Ausdauerleistung gefragt. Bei der 24. Etappe musste der Extremsportler aber ausnahmsweise einmal seine Sprinterqualitäten unter Beweis stellen – im Rennen gegen Bobweltmeister im Berchtesgadener Land.

Früh und vor allem trocken ist Deichmann von seinem Schlafplatz an einer Wanderhütte in den Tag gestartet. Nach den vergangenen Tagen mit endlos flachen Wegen am Inn und an der Salzach entlang warteten nun direkt wieder einige Höhenmeter auf ihn. „Es ging immer hoch und runter am Fluss entlang. Das war wunderschön und die ersten 20 Kilometer liefen auch richtig gut“, sagt er. Bis an den Königssee im Berchtesgadener Land trugen ihn die Beine bis zur Mittagspause. An dem Gebirgssee machte Deichmann dann erst einmal eine längere Mittagspause. Allein war der Extremsportler auch am 24. Tag nicht. Nach der Rast bekam er Besuch von der Bob-Nationalmannschaft rund den vierfachen Weltmeister Johannes Lochner. Während bei Deichmanns Vorhaben, mit der 16-fachen Triathlon-Langdistanz einmal Deutschland zu umrunden, vor allem eine extreme Ausdauerleistung gefragt ist, sind es bei Lochner und den anderen Mitgliedern der Nationalmannschaft beim Start besonders die Sprintqualitäten, die über Sieg oder Niederlage entscheiden. „Das sind die schnellen Jungs, die laufen die 100 Meter in rund zehn Sekunden“, sagt Deichmann. Und mit genau diesen schnellen Jung hat ist er sich dann auch noch ein Sprintrennen die Bobbahn am Königssee hinauf geleistet.

Regen beendet den Tag früher als geplant

Malerische Wege am Nachmittag. Nach dem Zwischensprint auf der Bobbahn sammelt Deichmann einige Höhenmeter.

Nach der kleinen Sprinteinheit ging es weiter in die Berge über den ersten richtigen Anstieg der vergangenen Tage auf knapp 1.400 Meter Höhe und anschließend direkt wieder herunter. „Das lief eigentlich alles relativ problemlos. Ich habe mir lediglich eine kleine Blase gelaufen, aber sonst ging es mir heute wieder richtig gut“, sagt Deichmann. Am Nachmittag passierte er noch die 2.000-Seelen-Gemeinde Ramsau. Da es zu diesem Zeitpunkt bereits wieder ordentlich regnete und die Prognosen für den Abend auch nicht gerade besser wurden, beschloss Deichmann, noch weitere acht Kilometer zu laufen und anschließend an einer Hütte, an der er zumindest ein wenig vor dem Regen geschützt war, für die Nacht zu halten. „Das Risiko war mir einfach zu hoch, dass ich danach keinen überdachten Schlafplatz gefunden hätte“, sagt er. Jetzt komme er mit seinem minimalistischen Gepäck ohne Zelt an seine Grenzen. „Das ist jetzt die zweite Regennacht hintereinander und am kommenden Tag wird es wohl auch nicht besser“, sagt Deichmann. Die fehlenden Kilometer wolle er dann am folgenden Tag wieder hereinholen. Und in der trockenen und erholsamen Nacht träumte der Extremsportler vielleicht bereits vom nächsten Abenteuer: Von der Bob-Nationalmannschaft hat er eine Einladung für eine Fahrt im Viererbob erhalten. „Das werde ich in Zukunft auf jeden Fall einmal machen, das klingt sehr geil“, sagt Deichmann.

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Minimalistischer Regenschutz für die Nacht: Weil sich Deichmann nicht sicher ist, ob er einige Kilometer weiter noch einen trockenen Platz findet, soll ihn der Dachüberstand dieser Hütte in der Nacht trocken halten.

Jonas Deichmann berichtet auf tri-mag.de regelmäßig in Tagebuchform von seinem Abenteuer. Per Livetracker ist seine Route über seine Website jonasdeichmann.com zu verfolgen. “Der Tracker sendet alle fünf Minuten meine Position. Wer ein Stück der Strecke mit mir zusammen Radfahren oder Laufen möchte, kann das gern tun. Ich freue mich über Begleitung”, so Deichmann.

Alle Tagebucheinträge von Jonas Deichmann

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