Mittwoch, 17. April 2024

Hindernisse auf den letzten Kilometern

Das Ziel vor Augen musste Jonas Deichmann auf seiner fünften Etappe beim Triathlon rund um Deutschland noch einmal alles geben: Die letzten Kilometer nach Bodman zeigte sich die Bodenseeregion von ihrer unangenehmen Seite. Strömung, Wellengang und starker Wind sorgten dafür, dass der Schlussspurt beim Schwimmen zum Kraftakt wurde. „Ich bin mittags kaum noch vorangekommen. Die letzten Kilometer waren extrem hart“, sagt der Extremsportler.

Durchhalten: Nur noch wenige Meter trennen Jonas Deichmann von der Wechselzone.

Die Schlussetappe in der ersten Disziplin hatte derweil wie geplant begonnen. „Ich bin morgens um sieben Uhr bei Regen gestartet und gut vorangekommen. Ich habe Gas gegeben, da die Windvorhersage für mittags starken Gegenwind angedeutet hatte.“ So kam es auch. „Die ersten neun Kilometer sind richtig gut gelaufen, ich bin immer entlang des einsamen und spektakulären Südufers geschwommen. Dort gibt es eine tiefe Abbruchkante und ich habe meistens den Grund gar nicht mehr gesehen.“

- Anzeige -

Durchschnaufen dann nach insgesamt rund 70 Kilometern im Wasser: Als Jonas Deichmann in die „Wechselzone“ kommt, warten sein Vater und einige Radfahrer auf ihn. „Die haben mich auf den ersten 35 Kilometern zum Warmwerden begleitet“, berichtet Deichmann, vor dem nun rund 2.800 Kilometer auf dem Fahrrad liegen. „Ich bin froh, jetzt bei meiner Paradedisziplin zu sein und dass sich mein Körper etwas erholen kann.“

Nach seinem Wechsel auf das Fahrrad hat Deichmann die ersten Kilometer Gesellschaft.

Das Schwimmen war Neuland für den Extremsportler gewesen. In Vorbereitung auf seinen ab September anstehenden Triathlon um die Welt hat er im Bodensee wichtige Erfahrungen gesammelt. „Das war ein sehr guter Test für den großen Triathlon – und ich werde sicherlich ein paar Anpassungen vornehmen“, so Deichmann, der betont: „Das Wichtigste: Wer 70 Kilometer Schwimmen kann, der kann auch 460 Kilometer Schwimmen. Es dauert nur etwas länger.“

privat Paradedisziplin: Auf dem Rad erholt sich Jonas Deichmann von den Schwimmstrapazen.

Jonas Deichmann berichtet auf tri-mag.de regelmäßig in Tagebuchform von seinem Abenteuer. Per Livetracker ist seine Route über seine Website jonasdeichmann.com zu verfolgen. “Der Tracker sendet alle fünf Minuten meine Position. Wer ein Stück der Strecke mit mir zusammen Radfahren oder Laufen möchte, kann das gern tun. Ich freue mich über Begleitung”, so Deichmann.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Jonas Deichmann erklärt im Video, auf welches Fahrrad-Equipment er setzt.

Alle Tagebucheinträge von Jonas Deichmann

Fehler gefunden? Bitte teile uns hier mit, was wir verbessern können!

Für öffentliche Kommentare und Diskussionen nutze gern die Funktion weiter unten.

- Anzeige -
Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

Verwandte Artikel

Till Schenk und Jonas Deichmann: Fahrlässige Trainingsvorschläge auf dem Rad

Dass der Abenteurer Jonas Deichmann Rad fahren kann, ist bekannt. Und dass er hohe Belastungen besonders gut verkraftet, ist ebenfalls offensichtlich. Spontane Vorschläge zur Gestaltung der Trainingsrunde können zur Grenzerfahrung werden, wie Till Schenk selbst erfahren musste.

Sixpack und Erdnussbutter: Till Schenk über das Training mit Jonas Deichmann

Event-Moderator Till Schenk ist ein Freund von Abenteuern. Ebenso wie sein derzeitiger Trainingspartner Jonas Deichmann. Auf tri-mag.de berichtet Schenk über die gemeinsamen Aktivitäten und darüber, wie verrückt ein Extremsportler sein muss.

ePaper | Kiosk findenAbo

Aktuelle Beiträge

Frederic Funk nach Singapur T100: „Es war eine brutale Hitze“

0
Die Bedingungen waren hart. Unvorstellbar hart. Das hat uns Frederic Funk nach seinem neunten Platz beim Rennen der T100 Triathlon World Tour im asiatischen Stadtstaat erzählt. Im Interview spricht der 26-Jährige über Überraschungen und Erkenntnisse.

Mehr lesen und erleben mit triathlon+

Triathlon ist mehr als Schwimmen, Radfahren und Laufen. Mit der Mitgliedschaft bei triathlon+ erlebst du den schönsten Sport der Welt so umfangreich wie nie zuvor. Wir haben drei attraktive Modelle für dich: Mit dem Monatsabo hast du die volle Flexibilität. Mit dem Halbjahresabo kannst du unseren Service umfangreich testen und mit dem Jahresabo sparst du bares Geld.

Monatsabo

9,95 -
Jetzt mitmachen bei triathlon+
  • volle Flexibilität
  • € 9,95 pro Monat
  • monatlich kündbar
Empfehlung!

Jahresabo

89,95 -
Größte Ersparnis bei triathlon+
  • Mindestlaufzeit 12 Monate
  • danach monatlich € 9,95
  • nach 1 Jahr monatlich kündbar

Halbjahresabo

39,95 -
Ein halbes Jahr zum Vorteilspreis
  • Mindestlaufzeit 6 Monate
  • danach monatlich € 9,95
  • nach 6 Mo. monatlich kündbar