Samstag, 25. Mai 2024

Der zweite Wechsel ist in Sicht

Jonas Deichmann ist wieder in seinem Element: ein Streckenprofil mit bis zu 18 Prozent Steigung und Gefälle wartete auf der 15. Etappe. Kleine Rampen, lange Klettertouren durch bewaldete Gegenden und auf den Kuppen erlauben die Berge durch weniger hohe Vegetation einen weiten Blick über die Landschaft. „Es macht richtig Spaß. Ich bin froh, wieder mehr Anstiege zu haben, das hat mir die letzten Tage beim Radfahren ein bisschen gefehlt“, sagt der 33-Jährige auf seinem Triathlon durch Deutschland.

privat Beweisfoto: Auf Jonas Deichmann warteten Rampen mit 18 Prozent Steigung.

Die Etappe startete am Mittwochmorgen schon vor sieben Uhr. „Es ging direkt in die Sächsische Schweiz, durch die ich von einem Mitfahrer begleitet wurde. Eine wunderschöne Gegend, mit den Felsformationen. Ich habe direkt Gas gegeben, bis ich an die Elbe kam“, berichtet Deichmann. Dort habe das Fernsehteam eines regionalen Senders einer großen TV-Anstalt auf ihn gewartet – und ihn vorerst ausgebremst. Szenen einfangen, Interview führen. „Für solch einen Sender nimmt man sich natürlich Zeit“, betont Deichmann. „Ich habe dann die Elbe überquert und es ging direkt ins Erzgebirge, dort folgte ein schöner Anstieg auf den anderen und einige Rämpchen mit 18 Prozent“, so Deichmann.

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Immer die tschechische Grenze entlang

Der dichte Wald sorgte für Schatten, da kaum Autos unterwegs waren, hatte Jonas Deichmann die Strecke beinahe für sich allein. „Ich bin über viele kleine Straßen gefahren, immer an der tschechischen Grenze entlang.“ Abends kam ihm noch ein Triathlet aus Zwickau entgegen, der ihn 30 Kilometer begleitet hat. „Ich bin zunächst bis Schwarzenberg gekommen. Dort habe ich noch einen Supermarkt gefunden, der bis 22 Uhr geöffnet hat. Anschließend bin ich noch ein bisschen weitergefahren, so dass ich am Ende des Tages knapp über 200 Kilometer mit fast 4.000 Höhenmetern geschafft habe.“

privat Verpflegungspause: Jonas Deichmann genießt die Abgeschiedenheit.

40 Kilometer waren es am Donnerstagmorgen noch bis zur bayerischen Landesgrenze. „Da geht die Kletterei dann weiter mit Fichtelgebirge und Bayerischem Wald“, frohlockt Deichmann, den noch einmal 3.800 Höhenmeter erwarten. „Abends werde ich schon sehr nah an die zweite Wechselzone herankommen.“ Der Abenteurer spannt seine Follower und die tri-mag.de-Leser für seinen letzten richtigen Radtag auf die Folter. „Ob ich vielleicht sogar ganz durchfahre oder mir den letzten Anstieg für Freitagmorgen aufspare, entscheide ich spontan.“

privat Auf seiner Tour wartet nicht nur landschaftliche Idylle auf den Abenteurer.

Jonas Deichmann berichtet auf tri-mag.de regelmäßig in Tagebuchform von seinem Abenteuer. Per Livetracker ist seine Route über seine Website jonasdeichmann.com zu verfolgen. “Der Tracker sendet alle fünf Minuten meine Position. Wer ein Stück der Strecke mit mir zusammen Radfahren oder Laufen möchte, kann das gern tun. Ich freue mich über Begleitung”, so Deichmann.

Alle Tagebucheinträge von Jonas Deichmann

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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

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