Das Radfahren der diesjährigen Challenge Roth hat es in sich: Debütanten, die ein beachtliches Tempo an den Tag legen und Lücken, die immer größer werden.

Mit einem etwas langsameren Wechsel als Schomburg und Laidlow ging Bogen schließlich als Dritter auf die Radstrecke, konnte die Lücke von circa 15 Sekunden jedoch schnell schließen. Das Trio setzte sich daraufhin von Große-Freese und Koolhaas ab. Dahinter nahmen Funk und Blummenfelt die Verfolgung auf, genauso wie Magnus Ditlev, der die beiden bis Kilometer 26 eingeholt hatte. Patrick Lange fiel dahinter immer weiter zurück, zu diesem Zeitpunkt befand er sich bereits sechs Minuten hinter der Spitze.

Trio macht Druck – Keine Chance für Lange
Bei der ersten Überfahrt des Solarer Berges bei Kilometer 70 führte Debütant Bogen das Feld an, Laidlow und Schomburg weiterhin dicht auf den Fersen. Ditlev, Blummenfelt, Funk und Koolhaas, der sich dem Trio angeschlossen hatte, folgten mit knapp fünf Minuten Rückstand.
Fortan machte die Spitzengruppe weiter Druck und die Lücken wurden größer. Erst bei Kilometer 130 kam es zu einer überraschenden Wendung: Jonas Schomburg fiel aus dem Führungsgespann heraus und verlor Zeit auf die beiden starker Radfahrer Laidlow und Bogen. Nur zehn Kilometer später lag er bereits eine Minute hinter beiden zurück. Auch in der Gruppe um Blummenfelt gab es Schwund. Funk und Koolhaas verpassten ebenfalls den Anschluss und das einstige Quartett hatte sich auf den Norweger und Ditlev reduziert – 8:30 Minuten hinter den Führenden. Für Patrick Lange sah es zu diesem Zeitpunkt weiterhin wie ein gebrauchter Tag aus: Mehr als 17 Minuten trennten ihn von der Spitze des Rennens.

Schomburg-Lücke wächst
Und auch Jonas Schomburg verlor immer mehr Zeit: Bei Kilometer 170 war der Abstand nach vorn bereits auf mehr als fünf Minuten angewachsen, während Bogen und Laidlow vorn auf Kurs Radstreckenrekord waren. Und so kam es auch: Nach 3:54:45 Stunden erreichte Rico Bogen als Erster die zweite Wechselzone und unterbot damit die Bestzeit von Magnus Ditlev aus dem Jahr 2023 um ganze drei Minuten. Dicht gefolgt von Sam Laidlow machte er sich auf den Weg zur Laufstrecke am Kanal.
Jonas Schomburg kam schließlich als Dritter in T2 an – sieben Minuten hinter der Spitze. Ditlev und Blummenfelt bekamen mehr als 12 Minuten aufgebrummt. Hatte sich das Thema Sieg für den Norweger bereits zu diesem Zeitpunkt erledigt? Mit 15 Minuten Rückstand erreichten schließlich Funk, Høgenhaug und Koolhaas das Wechselzelt. Patrick Lange kassierte rund 25 Minuten.












