NEU! triathlon-News Ausgabe vom 19. Oktober, 18:01 Uhr · 1:08 Min · Kurzfassung

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Ironman Legacy Program: Bedingungen für 2024 erschwert

Frank Wechsel / spomedis Einmal im Triathlonleben auf Hawaii starten: Mit dem Ironman-Legacy-Programm ist das auch Agegroupern möglich, die an der Qualifikationshürde scheitern.

Es ist und bleibt der Traum vieler Triathleten, einmal an der Ironman-Weltmeisterschaft auf Hawaii teilnehmen zu können. Doch weil es vielen Altersklassenathleten aufgrund der Qualifikationshürde immer vergönnt bleibt, hat Ironman im Jahr 2012 das Legacy-Programm einführt, das die treuesten und engagiertesten Agegrouper belohnt. Für das Ironman Legacy Program können sich Athletinnen und Athleten bewerben, die noch nie an einer Weltmeisterschaft teilgenommen haben – und erhalten möglicherweise über diesen Weg einen Startplatz.

Die Bewerbungsfrist für das Ironman Legacy Program 2023 ist am 5. Februar abgelaufen, die Anforderungskriterien sahen wie folgt aus:

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  • Die Bewerberin oder der Bewerber muss vor der Bewerbung mindestens zwölf Langdistanzrennen der Marke Ironman absolviert haben.
  • Die Bewerberin oder der Bewerber darf noch nie an einer Ironman-Weltmeisterschaft in Kailua-Kona teilgenommen haben.
  • Die Bewerberin oder der Bewerber muss in jedem der beiden Jahre vor der Bewerbung für das Legacy-Programm mindestens eine Veranstaltung der Marke Ironman absolviert haben.
  • Die Bewerberin oder der Bewerber muss 2023 für eine Langdistanz der Marke Ironman registriert sein.

Sollten die Athleten die Teilnahmebedingungen erfüllt und sich beworben sowie eine Bestätigung erhalten haben, landen sie in der Regel auf einer Warteliste – und müssen in jedem Rennjahr vor ihrem zugewiesenen Kalenderjahr an mindestens einem Ironman-Event teilnehmen.

Bei leistungsstarken Agegroupern ist das Programm seit jeher umstritten

Das Programm ist seit Einführung umstritten, viele leistungsstarke Agegrouper rümpfen die Nase oder verurteilen diese Art der Hawaii-Teilnahme: Es sei nichts weiter als ein Kundenbindungsprogramm von Ironman, es senke zudem das Niveau einer Weltmeisterschaft und würde den eigentlichen Charakter des Triathlonsports unterlaufen. Dennoch erfreut sich das Legacy Program immer größerer Beliebtheit und Nachfrage, die Wartelisten sind inzwischen lang.

Eine neue Bedingung für 2024 erschwert die Anforderung an die Bewerber

Jetzt gab Ironman die Anforderungen für das Jahr 2024 bekannt, der Bewerbungszeitraum dafür ist vom 29. November bis 31. Dezember 2023. Neu ist für die nächste Bewerbung, dass die Agegrouper nicht mehr allein zwölf Ironman-Langdistanzrennen absolviert haben müssen (in beliebiger Zeit). Nun müssen die Athletinnen und Athleten diese zwölf Rennen in einem Zeitraum von mindestens zwölf Jahren absolviert haben. Wer sich also für 2024 bewerben möchte, muss seine erste Langdistanz der Marke Ironman mindestens im Jahr 2012 bestritten und gefinisht haben. Die Jahre nach dem ersten Rennen müssen nicht lückenlos sein. Ein Athlet, der Ende der 1990er-Jahren erstmals an einem Ironman-Wettkampf teilgenommen hat, es aber trotz einer 15 Jahre langen Pause auf zwölf Rennen bringt, wäre teilnahmeberechtigt.

Anders gesagt: Zwölf absolvierte Rennen sind die Mindestzahl, das erste davon muss mindestens im Jahr 2012 gewesen sein, die anderen elf können sich kunterbunt auf die Jahre danach verteilen. Wobei unverändert mindestens ein Rennen über eine volle Distanz in den beiden Jahren vor der Bewerbung stattgefunden haben muss. Das alles lässt sich im Legacy-Program-Update auf der Ironman-Website nachlesen und wird dort auch in den „Häufig gestellten Fragen“ gut beantwortet.

Die Warteliste für Hawaii-Bewerber dürfte sich weiter verlängern

Das aktuelle Problem für die Bewerber des Legacy-Programms ist sicherlich die jüngste Entscheidung von Ironman, die Weltmeisterschaft für Frauen und Männer im jährlichen Wechsel auf Hawaii stattfinden zu lassen. Aufgrund der hohen Bewerberanzahl wird es im Programm stets mehr Athletinnen und Athleten geben, als Plätze verfügbar sind. Daher werden die Sportler entsprechend dem Zeitpunkt ihrer Online-Bewerbung auf eine Warteliste gesetzt.

Doch die Startgenehmigung für Kailua-Kona kann jetzt für jedes Geschlecht nur noch alle zwei Jahre zugewiesen werden. D. h., die Wartezeit dürfte sich verlängern. So lässt sich auch die zusätzliche Hürde für die Bewerber mit dem ersten Ironman-Rennen vor mindestens zwölf Jahren erklären. Ironman schreibt dazu: „Diese Aktualisierungen haben wir vorgenommen, damit wir weiterhin Weltmeisterschaftsplätze durch das Programm bieten und Anzahl der Jahre auf der Warteliste für die Athleten minimieren können.“

Bewerben müssen sich die Athletinnen und Athleten zwar nur einmal, aber um die Teilnahmebedingungen weiterhin aufrechtzuerhalten, muss in jedem Kalenderjahr der Wartezeit ein Rennen der Marke Ironman (Langdistanz, 70.3 oder 5150) bestritten werden.

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Christian Wriedt
Christian Wriedt
Schreiben und Bearbeiten von Texten, Verbesserung der internen Abläufe und Erstellung von Abgabeplänen – das ist der tägliche Dreikampf von Christian Wriedt in der triathlon-Redaktion. Der studierte Sportwissenschaftler ist vor allem aufgrund seiner langjährigen journalistischen Erfahrung verpflichtet worden. Dem Triathlon begegnet der gebürtige Hamburger und leidenschaftliche Fußballer mit großer Neugier und noch größerem Respekt.

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