Seine zu schmutzig: Schwimmtraining am Sonntag abgesagt

Die Wasserqualität der Seine bereitet den Olympia-Organisatoren weiter Kopfzerbrechen. Am Sonntag wurde das angesetzte Schwimmtraining im Hauptstadtfluss abgesagt.

Frank Wechsel / spomedis Blauer Himmel, brauner Fluss: Das Wettkampfareal der Triathleten am Sonntagmorgen.

Bei den starken Regenfällen am Eröffnungstag sowie am Samstag war es bereits zu befürchten: Die Wasserqualität der Seine ist durch den Regen der letzten Tage wieder schlechter geworden. Die Veranstalter sahen sich daher gezwungen, das für den heutigen Sonntag angesetzte Schwimmtraining der Triathleten in der Seine abzusagen. Die Entscheidung traf das Organisationskomitee in Abstimmung mit World Triathlon und lokalen Behörden. „Die Wasserqualität stellt keine ausreichende Garantie für die Ausführung der Veranstaltung dar“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Einzelrennen am Dienstag (Männer) und Mittwoch (Frauen) sollen aber nicht gefährdet sein. Am 5. August ist außerdem das Mixed Relay angesetzt.

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„Wir haben Alternativtraining organisiert“

„Wir hatten gestern schon im Meeting der Trainer eine Andeutung erhalten, dass es so kommen kann. Es ist immer mit ein bis zwei Tagen Beeinträchtigung der Wasserqualität zu rechnen“, sagte DTU Chef-Bundestrainer Thomas Moeller. „Wir haben Alternativtraining organisiert. Wir hoffen jetzt, dass die Sonne dafür sorgt, dass alles so weitergeht, wie es geplant war.“

Die aktuellen Wettervorhersagen stimmen die Verantwortlichen optimistisch, dass sich die Werte bis zum Start der Triathlon-Rennen wieder normalisieren. Die Entscheidung über das Schwimmtraining der Frauen, an der auch die Männer teilnehmen könnten, wird am Montagmorgen getroffen.

Die Wasserqualität der Seine war in den letzten Wochen Dauerthema in Paris. Zuletzt hatte das sonnige Wetter zu einer deutlichen Verbesserung geführt. Kurz vor Beginn der Spiele war die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo demonstrativ zum Schwimmen in den Fluss gesprungen.

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Peter Jacob
Peter Jacob
Abitur, Studium der Sportwissenschaft und Volontariat bei dpa änderten nichts daran, dass Peter eines blieb: Ausdauersportler mit Leidenschaft. Auch wenn der Hamburger heute öfter die Laufschuhe schnürt, sind die Stärken des ehemaligen Leistungsschwimmers klar verteilt. Man munkelt, die Sportart Swimrun sei nur für ihn erfunden worden.

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