Die 8-Stunden-Marke ist die große Barriere im Langdistanztriathlon der Frauen. Mit der schnellen Rother Strecke und einem möglichen Duell zweier Top-Athletinnen könnte sie geknackt werden – denn historische Zeiten entstehen selten im Alleingang.
Lange galt eine Zeit unter acht Stunden auf der Langdistanz bei den Frauen als unrealisierbar. Inzwischen hat sich die Perspektive verschoben. Die Leistungsdichte an der Spitze ist gestiegen, die Marathonzeiten sind schneller geworden, ebenso wie die Zeiten auf dem Rad. Die offizielle Weltbestzeit hält Anne Haug mit 8:02:38 Stunden, aufgestellt bei der Challenge Roth 2024. Seitdem sind weitere Zeiten knapp oberhalb der acht Stunden hinzugekommen – ein klares Signal, dass sich die Lücke schließt und die Marke geknackt werden kann.
Beim Ironman Hamburg 2025 brauchte Laura Philipp 8:03:13 Stunden und stellte mit 2:38:27 Stunden den schnellsten jemals gelaufenen Langdistanzmarathon einer Frau auf. Katrina Matthews blieb dort mit 8:05:13 Stunden ebenfalls deutlich unter bisherigen Referenzzeiten.
Rechnerisch fehlen für eine Zeit von 7:59:xx Stunden also nur rund drei Minuten. In absoluten Zahlen ist das eine deutliche Differenz. Im Kontext der jüngsten Leistungsentwicklung wirkt sie jedoch längst nicht mehr unüberwindbar.
Aussage aus dem Matthews-Umfeld
Im Podcast „Pro Tri News“ äußerte sich Mark Matthews, Ehemann und Manager von Katrina Matthews, klar zu einem Roth-Start. Wörtlich sagte er:
„Kat wird in Roth starten.“
Eine offizielle Mitteilung des Veranstalters steht zwar noch aus, doch die Aussage aus dem direkten Umfeld deutet darauf hin, dass Matthews 2026 in Roth antreten wird. Parallel spekulierte Matthews außerdem, dass auch Laura Philipp in Franken starten könnte. Bestätigt ist das bislang nicht. Sportlich wäre es jedoch konsequent: Roth ist eine der schnellsten Strecken im Kalender – und damit genau der richtige Ort für eine Zeitjagd.
Warum es ein Duell braucht
Entscheidend ist jedoch die Renndynamik. Historische Zeiten entstehen selten in kontrollierten Solorennen (außer man heißt Anne Haug), sondern wenn Athletinnen gezwungen sind, über die Komfortzone hinauszugehen. Genau hier liegt die Bedeutung eines möglichen Duells.
Katrina Matthews ist in der Lage, das Rennen auf dem Rad aktiv zu gestalten und hohe Leistungswerte zu forcieren, so wie sie es bereits beim vergangenen Ironman Hamburg tat. Laura Philipp verfügt derzeit wahrscheinlich über den stärksten Marathon im Triathlon. Sollte Matthews auf dem Rad Druck machen und Philipp mit überschaubarem Rückstand in T2 kommen, würde sich das Tempo automatisch in Richtung Sub8 verschieben.