Ironwar 2.0, Schwimmrekord in Gefahr und DTU-Stellungnahme:
Der Sonntag in Kailua-Kona

Mark Allen erwartet Ironwar 2.0, fünf schwimmen schneller als Rekord, DTU bezieht Stellung zu Schmerzmittel-Sponsor: Die Nachrichten und Randnotizen vom Sonntag in Kailua-Kona.

Mark Allen erwartet deutschen Ironwar

Am Sonntagabend hatte Zwift die Community derer, die sich indoor auf das große Outdoor-Abenteuer vorbereitet haben, zum Get-together in die Berge über der Kona-Küste geladen. Prominenz inklusive – und die musste natürlich ihre Tipps für den Rennausgang am kommenden Samstag abgeben. Tim Don und Craig Alexander waren sich einig, dass Alistair Brownlee Weltmeister vor Jan Frodeno wird und Daniela Ryf vor Sarah True gewinnt. Die wiederum rechnet mit einem Sieg Frodenos – vor Sebastian Kienle. Und Mark Allen weiß, dass es 30 Jahre nach seinem historischen Duell mit Dave Scott zu einem neuen Ironwar kommt – und zwar zwischen Jan Frodeno und Patrick Lange.

Terenzo Bozzone sagt ab

Der Neuseeländer Terenzo Bozzone (34) muss erneut seinen Start beim Ironman Hawaii absagen. Der einstige Shooting-Star, den viele schon in den vergangenen Jahren auf dem höchsten Triathlon-Thron gesehen haben, hat Probleme mit der Achillessehne.

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Jan Frodeno steckt sein Revier ab

Jan Frodeno wird erst morgen auf Big Island eintreffen, doch die Crew des zweifachen Weltmeisters hat bereits das Revier abgesteckt: Und zwar am Alii Drive, direkt neben dem legendären Lava Java, wo es erstmals eine “Frodissimo-Lounge” geben wird. Frodeno hat dazu seine Partner Ryzon und deBoer-Wetsuits mit ins Boot geholt. Auch an anderen Stellen wird eifrig gewerkelt: Garmin und On haben ihre Popup-Stores eröffnet, die Ironman-Partner rüsten sich für die Expo und am Alii Drive wehen immer mehr Flaggen der Triathlonindustrie vor den schmucken Meerblick-Villen.

Brownlee, Bräutigam und Co. schwimmen beim Test schneller als Sibbersen 2018

Beim Hoala Swim, dem offiziellen Trainingswettkampf auf der Schwimmstrecke des Ironman Hawaii, blieben gleich fünf Schwimmer unter dem im vergangenen Jahr von Jan Sibbersen aufgestellten Ironman-WM-Schwimmrekord. Allen voran Alistair Brownlee, der sechs Tage vor seinem Kona-Debüt in 46:07 Minuten gewann – vor dem deutschen Agegrouper Tim Bräutigam, Gordon Benson, Josh Amberger (der einen Angriff auf Sibbersens Rekord angekündigt hat) und Klagenfurt-Sieger Daniel Bakkegard. Alle fünf blieben unter der Sibbersen-Bestmarke von 46:29 Minuten. Ein Ironman-Schwimmrekord wird allerdings nur im Rennen selbst anerkannt und auch nur dann, wenn der Athlet das Ziel erreicht. Das Hoala Swim der Frauen gewann Sarah Crowley in 49:40 Minuten. Bester Schwimmer unserer Redaktion war Peter Jacob, der unter den über 600 Finishern in 55:13 Minuten auf Platz 56 landete. Simon Müller verpasste die Stundenmarke in 1:00:00,3 Stunden hauchdünn. Silke Insel landete bei den Frauen in 1:02:48 Stunden auf Platz 39. Frank Wechsel, der bei 3.200 Metern von Silke überholt wurde, hatte nach 1:03:49 Stunden wieder festen Boden unter den Füßen – Platz 201.

DTU bezieht Stellung zu Schmerzmittel-Sponsor

Die Deutsche Triathlon Union hat über ihren neuen Anti-Doping-Beauftragten Dr. Christoph Simsch (52), einem mehrfachen Ironman-Finisher, auf die aktuellen Entwicklung bei den Sponsoren des Ironman reagiert. “Die Deutsche Triathlon Union (DTU) hat mit Unverständnis auf die Bekanntmachung von Ironman reagiert, in der Aleve als neuer Sponsor vorgestellt wird. Aleve ist ein Schmerzmittel der Firma Bayer”, schreibt der Verband in einer Pressemitteilung. „Sowohl aus medizinischer als auch aus ethischer Sicht können wir diese Partnerschaft nicht gutheißen. Die Botschaft, die den Altersklassen-Athleten damit vermittelt wird, nämlich zu Schmerzmitteln zu greifen, um Training und Wettkampf besser ertragen zu können, ist ethisch mehr als fragwürdig“, wird Dr. Simsch darin zitiert. „Die DTU hat sich seit ihrer Gründung dem Anti-Doping-Kampf verschrieben und setzt dabei vor allen Dingen auf das Mittel der Prävention. Wir wollen gerade auch Agegrouper aufklären, was für Auswirkungen die Einnahme von Medikamenten auf die körperliche Gesundheit haben kann und welchen Risiken sie sich aussetzen.“ Das Medikament Aleve gehöre zur Gruppe der nichtsteroidalen Antiphlogistika (NSAR). Unter intensiver körperlicher Belastung könnten sich bei Gebrauch erhebliche gesundheitliche Risiken einstellen wie zum Beispiel schwerwiegende Nierenfunktionsstörungen. Auch das erhöhte Risiko, an einem akuten Herztod zu sterben, sei mittlerweile belegt.

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3 Kommentare
  1. Ben

    Ihr solltet unbedingt Tim Bräutigam mal interviewen. Sehr interessanter Triathlet der bereits in Buschhütten an Frodos Fuss klebte und in Frankfurt als erster Age Grouper aus dem Wasser kam.

    1. Frank Wechsel

      Deinen Wunsch haben wir gern erfüllt – in unserer heutigen Live-Show hatten wir ein Interview mit ihm:
      https://youtu.be/tjeYIg9OADA

  2. Ben

    👏🏼👏🏼👏🏼👏🏼

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