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Ironman-Chef Andrew Messick:
Drei Schlüsselfaktoren für das Comeback der Rennen

Mit einem Dreistufenplan will Ironman zum regulären Rennbetrieb zurückkehren. Auf der Konferenz Endurance Exchange erläuterte Ironman-Chef Andrew Messick den Fahrplan.

Nur wenige Ironman-Rennen haben seit dem Beginn der Corona-Pandemie vor einem Jahr stattgefunden. Doch Andrew Messick, CEO der Ironman Group mit Sitz im Tampa (Florida, USA), hat nun einen Fahrplan vorgelegt, mit dem der Veranstalter im Laufe des Jahres zum Regelbetrieb zurückkehren wolle. Wie Messick auf der am Wochenende virtuell abgehaltenen Konferenz “Endurance Exchange 2021” erläuterte, drehten sich die Überlegungen vor allem um drei Faktoren: die Verbreitung des Virus in den Zielmärkten, das dortige Impfgeschehen und die Reisebeschränkungen.

Virusverbreitung, Impfprogramme, Reisebeschränkungen

Bei der Virusverbreitung gehe es aus Sicht von Ironman darum, dass von den Events keine Gefahren für die Teilnehmer, die Helfer und die örtlichen Community als Gastgeber ausgehe. Dabei gehe es nicht nur um Inzidenzwerte, sondern auch um die Stimmung in der Bevölkerung und die Auslastung des Gesundheitswesens. Messick hält eine Austragung zudem in Ländern für wahrscheinlicher, in denen die Impfprogramme erfolgreich anliefen. Als positives Beispiel für einen guten Impfstart nannte Messick Israel, wo Ironman derzeit allerdings kein Rennen anbietet. Ob der Start bei einem Ironman-Rennen an einen Impfnachweis geknüpft werden könne, sagte Messick nicht. Als dritten Faktor für eine erfolgreiche Austragung von Ironman-Rennen benannte Messick den Abbau von Reiserestriktionen.

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“Müssen uns willkommen fühlen”

“Die Entscheidung, ob wir ein Rennen austragen oder absagen, beruht immer auf der Kombination der drei Faktoren”, sagte Messick. Ironman gehe daher von einer stufenweisen Rückkehr ins Renngeschehen aus. Im ersten Quartal 2021 könne man Rennen nur dort austragen, wo es kaum aktives Virusgeschehen gebe. Als Beispiele nannte Messick die Rennen in Australien, Neuseeland, Taiwan und Vietnam, die aufgrund der Reiserestriktionen dann eher ein lokales Athletenfeld ansprächen. Für das zweite Quartal hofft Ironman auf eine weitere Verbesserung der Lage, sagte aber: “Wir müssen uns auch von der Bevölkerung willkommen fühlen.” Er sei optimistisch und hoffnungsvoll, dass die Problematik dann in immer mehr Regionen kontrollierbar werde.

“Wir werden so hart wir können dafür kämpfen, dass es bald wieder Rennen gibt”, sagte Messick. “Und wir glauben daran, dass wir sichere Rennen durchführen können. Sicher für die Gastgeber, die Helfer und die Athleten”, versprach Messick, fügte aber hinzu: “Das gilt selbstverständlich nur dort, wo wir auch einen Einfluss darauf haben.” Außerhalb des Wettkampfs, beispielsweise bei der Anreise, seien die Athleten selbst verantwortlich.

Regelbetrieb erst im dritten Quartal

Ironman sehe auch in diesem Jahr einen großen Bedarf an Rennen. Überall auf der Welt seien die angekündigten Events ausverkauft oder kurz davor. “Die Athleten wollen Rennen bestreiten, das signalisieren sie uns überall. Sie wollen wieder auf ein Ziel trainieren, ihr Leben auf ein Event hin ausrichten. Und wir wollen das den Athleten wieder möglich machen, das ist in unserer DNA.” Dennoch gebe es für alle angekündigten Ironman-Rennen der ersten Jahreshälfte konkrete Backup-Pläne. Die Rückkehr zum Regelbetrieb halte Messick erst im dritten Quartal des Jahres 2021 für möglich: “Dann werden wir überall sinkende Coronazahlen sehen, in vielen Regionen durch die Impfungen in die Nähe einer Herdenimmunität kommen und immer weniger Reiserestriktionen haben.”

Die vom US-Triathlonverband USAT ausgetragene Konferenz “Endurance Exchange 2021” fand vom Donnerstag bis Samstag als Online-Tagung mit rund 1.000 Teilnehmern statt. Einer der Schwerpunkt neben dem Umgang mit der Corona-Problematik war das Thema Diversität. Das Programm mit 132 Speakern und 79 Bildungs- und Netzwerksitzungen zog nach Veranstalerangaben 629 Trainer, 165 Rennleiter, 187 Clubleiter und 53 medizinische Fachleute sowie Hunderte von Athleten an.

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