Montag, 24. Juni 2024

Training nach Gefühl

(c) Djedzura | Dreamstime.com

Wenn du auch überzeugt bist, dass nur das, was auf Strava oder Trainingpeaks steht, auch wirklich passiert ist, kommt heute eine extreme Prüfung auf dich zu. Versuche doch einmal, bei deinen nächsten Einheiten auf deinen heiß geliebten Minicomputer zu verzichten. Sportuhr, GPS-Tracker und Fahrradcomputer bleiben dann zu Hause. Öffne stattdessen deine Sinneskanäle und höre mal wieder auf dein Tempogefühl und deine innere Uhr! Vielleicht fällt dir dabei auf, wie gut es sich anfühlen kann, sich gelegentlich von Zahlen und Daten zu befreien und wie früher den puren Spaß an der Bewegung zu genießen. Und seien wir doch mal ehrlich: Ist der ganze Informationsballast nicht längst zum Informations-Overkill mutiert? Verstehen wir überhaupt noch, was da alles analysiert, gemessen und berechnet wird? Heute machen wir es mal ganz anders.

Mehr Instinkt im Rennen

Da du deine Hausrunde natürlich bis auf den letzten Meter haargenau kennst, solltest du für dieses Training deine gewohnten Pfade verlassen. Sonst ist die Versuchung allzu groß, doch wieder auf irgendeine Kirchturm- oder Bahnhofsuhr zu schielen und die Pace zu berechnen. Das passiert unterbewusst und ist absolut kein Vorwurf. Als Datenjunkies sind wir einfach machtlos dagegen. Doch lasse es gar nicht erst so weit kommen, dass ein Lauf nur noch dann ein guter Lauf ist, wenn du unter einer bestimmten Kilometerzeit bleibst. Vertraue auch auf dein gutes (oder schlechtes) Gefühl nach einem Training. Du wirst dadurch deinen Körper wieder besser kennenlernen und erlangst die Fähigkeit, Signale wie das subjektive Belastungsempfinden, die Schritt-, Tritt- und Zugfrequenz oder die Atmung genau zu analysieren und richtig zu interpretieren. Am Raceday könnte dein neu entwickelter Instinkt für eine große Überraschung sorgen.

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2 Kommentare

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Peter Jacob
Peter Jacob
Abitur, Studium der Sportwissenschaft und Volontariat bei dpa änderten nichts daran, dass Peter eines blieb: Ausdauersportler mit Leidenschaft. Auch wenn der Hamburger heute öfter die Laufschuhe schnürt, sind die Stärken des ehemaligen Leistungsschwimmers klar verteilt. Man munkelt, die Sportart Swimrun sei nur für ihn erfunden worden.

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