Gustav Iden und sein Rennrad wurden zum Symbol der Ironman-70.3-WM 2019. Doch hinter der ungewöhnlichen Materialwahl steckte ebenso viel Vorbereitung wie hinter Daniela Ryfs fünftem Titel. Vor der Rückkehr nach Nizza lohnt ein genauer Blick auf das Rennen vor sieben Jahren.
Getty Images for IRONMAN Gustav Iden krönte sich 2019 erstmals zum Ironman-Weltmeister.
Ein Specialized Venge ViAS mit Auflieger: Auf diesem Rennrad wurde Gustav Iden am 8. September 2019 in Nizza Ironman-70.3-Weltmeister. Einprägsamer als jede Zwischenzeit war das Bild vom Sieger auf dem ungewöhnlichen Rad. War es zugleich die Erklärung seines Erfolgs? Vor der WM-Rückkehr nach Nizza am 12. und 13. September 2026 lohnt es sich, das damalige Rennen noch einmal einzuordnen. Denn der Schlagabtausch an der Côte d‘Azur zeigte, wie eng Materialwahl, Fahrtechnik und Renneinteilung zusammenhängen.
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Materialwahl
Als alt und schwer beschrieb Gustav Iden sein Zeitfahrrad, die Bremsen als nicht funktionsfähig. Auf seinem Rennrad dagegen hatte er Hunderte Stunden verbracht. Darauf fühlte er sich wohl und aerodynamisch gut positioniert. Der hügelige Kurs passte dazu. Sein Erfolg zeigte, dass sein vertrautes Setup konkurrenzfähig war. Zur Materialwahl kamen organisatorische Pannen. Iden lieh sich Laufräder, weil die Lager seiner eigenen Räder verschlissen waren. Noch 24 Stunden vor dem Rennen fehlte ihm außerdem ein Helm; nach einem Instagram-Aufruf bekam er rechtzeitig einen zur Verfügung gestellt. Zudem vergaß er seine für das Radfahren eingeplanten Gels und verlor eine Flasche.
Frank Wechsel / spomedis Sorgte mit seiner Materialwahl für eine Überraschung: Gustav Iden.
Sportlich war Iden allerdings deutlich besser vorbereitet, als diese Details vermuten lassen. 2019 wurde er Dritter beim WTCS-Rennen auf Bermuda und jeweils Vierter beim olympischen Testevent in Tokio sowie beim Grand Final in Lausanne. Diese drei Rennen hatte er als Saisonhöhepunkte eingeordnet. Nizza folgte gut eine Woche nach Lausanne und damit zu einem Zeitpunkt, an dem Iden seine Form bereits unter Beweis gestellt hatte. Im Frauenrennen führte am Ende des
Sportlich war Iden allerdings deutlich besser vorbereitet, als diese Details vermuten lassen. 2019 wurde er Dritter beim WTCS-Rennen auf Bermuda und jeweils Vierter beim olympischen Testevent in Tokio sowie beim Grand Final in Lausanne. Diese drei Rennen hatte er als Saisonhöhepunkte eingeordnet. Nizza folgte gut eine Woche nach Lausanne und damit zu einem Zeitpunkt, an dem Iden seine Form bereits unter Beweis gestellt hatte. Im Frauenrennen führte am Ende des
Sportlich war Iden allerdings deutlich besser vorbereitet, als diese Details vermuten lassen. 2019 wurde er Dritter beim WTCS-Rennen auf Bermuda und jeweils Vierter beim olympischen Testevent in Tokio sowie beim Grand Final in Lausanne. Diese drei Rennen hatte er als Saisonhöhepunkte eingeordnet. Nizza folgte gut eine Woche nach Lausanne und damit zu einem Zeitpunkt, an dem Iden seine Form bereits unter Beweis gestellt hatte. Im Frauenrennen führte am Ende des
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Nach dem Studium der Sportwissenschaften an der Deutschen Sporthochschule Köln ist Jan Luca Grüneberg seit 2022 bei spomedis und wurde dort zum Redakteur ausgebildet. Wenn er gerade mal nicht trainiert, hört oder produziert er wahrscheinlich Musik.
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