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SzeneDiese Athletinnen kämpfen beim Ironman Hamburg um die letzten Hawaii-Slots

Diese Athletinnen kämpfen beim Ironman Hamburg um die letzten Hawaii-Slots

Jule Radeck / spomedis Anna-Lena Best-Pohl, Svenja Thoes und Carolin Lehrieder (v.l.n.r) gehen beim Ironman Hamburg an den Start. Doch nur eine von ihnen will ernsthaft nach der WM-Qualifikation greifen.

Insgesamt 26 Profiathletinnen stehen auf der Startliste des Ironman Hamburg am kommenden Sonntag, den 29. August 2021. Für sie ist es die letzte Möglichkeit, sich für die nächste Ironman-Weltmeisterschaft im Februar 2022 zu qualifizieren, doch nur zwei Athletinnen werden am Ende das Kona-Ticket lösen können. Die Chancen für die teilnehmenden deutschen Sportlerinnen stehen dabei nicht schlecht.

Deutsche Beteiligung mit Siegchancen

Jule Radeck / spomedis Das letzte Langdistanz-Finish von Carolin Lehrieder liegt rund zwei Jahre zurück. Am Sonntag will sie der Konkurrenz das Leben schwer machen.

Eine, die dabei keine Rolle spielen wird, jedoch sicherlich im Rennen um die Top-Platzierungen, ist Carolin Lehrieder. Durch ihren Sieg beim Ironman Italy 2019, der gleichzeitig ihr bisher letztes Langdistanz-Finish war, ist die Würzburgerin bereits qualifiziert, doch der Ironman Hamburg ist ihr persönliches Saison-Highlight, auf das sie sich nach längerer Durststrecke sowie einigen Rückschlägen fokussiert vorbereitet hat. „Ich habe die Coronazeit gut für mich genutzt und nochmal einen Sprung gemacht. Die Langdistanz liegt mir mehr als die Mitteldistanz und da hoffe ich, dass ich den Mädels am Sonntag einen schweren Tag bereiten kann.“ Ihre größte Stärke ist die zweite Disziplin, doch auch danach wird sich Lehrieder nicht verstecken. „Ich hoffe, dass es windig wird, um harte Bedingungen auf dem Rad zu haben. Doch es wird dann aufs Laufen ankommen. Das kann ich mittlerweile auch gut und am Ende will ich ganz vorne sein“, fasst sie ihren Plan zusammen.

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Jule Radeck / spomedis Nur zwei Wochen Pause zwischen zwei Langdistanzen? Svenja Thoes sieht dieser Herausforderung optimistisch entgegen.

Die letzte Langdistanz von Svenja Thoes liegt nur kurze Zeit zurück und sie will nun einen neuen Angriff auf die Qualifikation starten. Aufgrund eines Defekts hat sie beim Ironman Finnland vor zwei Wochen diese mit Platz sechs verpasst. Für sie wird entscheidend sein, dass die Regeneration nach diesem Rennen abgeschlossen ist und sie ihr Potenzial somit erneut abrufen kann. Thoes selbst ist zuversichtlich: „Ich bin mega fit und habe mich gut regeneriert.“ Ihre Ziele für den Renntag macht sie derweil weniger an ihren Konkurrentinnen fest. „Ich bin mein eigener Gegner und will einfach alles aus mir rausholen“, sagt sie. Bedenken habe sie lediglich hinsichtlich der kühlen Temperaturen, doch Finnland sei dafür eine gute Generalprobe gewesen.

Ein Fragezeichen steht auch hinter dem Namen von Laura Zimmermann. Sie musste ihren Start in Finnland kurzfristig erkältungsbedingt absagen, sodass es für sie in den vergangenen zwei Wochen darum ging, die Form nach vollständig abgeschlossener Langdistanzvorbereitung zu halten. Wenn ihr das geglückt und der Infekt vollständig auskuriert ist, kann Zimmermann definitiv ganz vorn ins Renngeschehen eingreifen. Auf Anfrage von tri-mag.de bestätigte sie, fit am Start zu stehen und stellte außerdem klar, mit den zu erwartenden kühlen Temperaturen keine Probleme zu haben.

Jule Radeck / spomedis Als Langdistanz-Rookie blickt Anna-Lena Best-Pohl entspannt und ohne Druck auf den Renntag. „Meine allergrößte Angst ist, dass ich einen Platten habe“, verriet sie in der Pressekonferenz.

Mit Spannung erwartet wird außerdem der Auftritt von Anna-Lena Best-Pohl. Sie wird in Hamburg ihr Langdistanz-Debüt geben und kann somit völlig ohne Druck ins Rennen gehen. Mit Blick auf zurückliegende Premieren ihrer Kolleginnen, zeigt sich jedoch, dass es dabei oftmals zu positiven Überraschungen mit Top-Platzierungen kommen kann. „Es ist lange her, dass ich so entspannt und locker ins Rennen gehen konnte. Ich bin mega heiß auf Sonntag“, sagt die Top-Schwimmerin. Das Wichtigste sei es, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Die Qualifikation spielt für Best-Pohl dabei eine untergeordnete Rolle.„Hawaii habe ich bewusst zur Seite genommen. Ich habe natürlich Ambitionen und will nicht einfach nur finishen, trotzdem will ich vor allem meine erste Langdistanz genießen“, sagt sie. 

Ebenfalls auf der Startliste stehen aus deutscher Sicht Katharina Grohmann, die beim Ironman Finnland Platz sieben hinter Svenja Thoes belegte, sowie Annika Timm und Leonie Konczalla, die neben ihrem Vollzeitjob als Ärztin im Uni Klinikum Eppendorf bei ihrem Heimrennen erstmals über die Langdistanz an den Start geht.

Internationale Konkurrenz

Jule Radeck / spomedis Lauren Brandon gilt als Überschwimmerin und wird ihre Konkurrentinnen von Beginn an distanzieren wollen.

Aus internationaler Sicht ist es vor allem eine Athletin, die den Deutschen die Kona-Slots beziehungsweise den Sieg streitig machen könnte. Mit der Startnummer eins geht die US-Amerikanerin Lauren Brandon ins Rennen. Als ehemalige Leistungsschwimmerin wird die 36-Jährige bereits während der ersten 3,8 Kilometer in der Alster für klare Verhältnisse sorgen wollen und es wird für sie vor allem darauf ankommen, den starken Läuferinnen Paroli zu bieten. Zuletzt hatte sie beim Ironman Lake Placid die Hawaii-Qualifikation unter anderem aufgrund von Magenproblemen verpasst. Für Brandon ist es das erste Rennen überhaupt auf deutschem Boden. „Nach zwei hügeligen Rennen freue ich mich auf die komplett flache Strecke. Ich möchte am Sonntag einen guten Wettkampf zeigen ohne Defekt oder Probleme mit der Verpflegung – was auch immer dann das Ergebnis sein wird“, sagt Brandon.

Besondere Rahmenbedingungen in Hamburg

Der Ironman Hamburg ist die erste Outdoor-Großveranstaltung im öffentlichen Raum der Hansestadt. Die Vorfreude ist nicht nur bei den jeweils rund 1.500 gemeldeten Athleten und Volunteers groß, sondern auch bei den Verantwortlichen der Stadt und des Veranstalters. „Wir sind alle ein bisschen aufgeregt, weil das alles ein Stück weit Experimente sind“, sagt Staatsrat Christoph Holstein. Ironman-Chef Oliver Schiek kann derweil zumindest auf ein zurückliegendes Event zurückblicken: „Frankfurt war super und wir haben einige Erkenntnisse zur Umsetzung der Auflagen gewonnen, die wir nun anwenden werden“, sagt Schiek. Wichtig sei es, keine Zuschauer-Hotspots entstehen zu lassen. Sein Appell: „Bleibt zu Hause und schaut euch das Rennen auf Facebook an.“ Keine Tribünen, keine zusätzliche Moderation, keine Party – die Gestaltung der Strecke sei bewusst „möglichst langweilig“ gewählt worden.

Neuigkeiten und Ausblick

Zwei weitere Neuigkeiten wurden verkündet, die Triathlon-Fans bereits jetzt freudig auf die kommenden Jahre blicken lassen. Ab 2022 wird im Rahmen des Ironman Hamburg die Europameisterschaft der Profifrauen ausgetragen. Die männlichen Europameister werden weiterhin in Frankfurt ermittelt. Des Weiteren haben die Stadt und der Veranstalter ihren Vertrag verlängert, sodass der Ironman mindestens für die nächsten drei Jahre in der Hansestadt bleiben wird.

Anna Bruder
Anna Bruder
Anna Bruder wurde bei triathlon zur Redakteurin ausgebildet. Die Frankfurterin zog nach dem Studium der Sportwissenschaft für das Volontariat nach Hamburg und fühlt sich dort sehr wohl. Nach vielen Jahren im Laufsport ist sie seit 2019 im Triathlon angekommen und freut sich auf die erste Langdistanz.
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2 Kommentare

  1. „Strecke möglichst langweilig gestalten..“ na danke! Bin grad auf dem Weg nach HH und zu dem miesen Wetter kommt noch dieser Appel an die Zuschauer.
    Die Vorfreude wird dadurch echt gedrückt.

  2. Den Ausschluss Genesener und negativ Getesteter finde ich skandalös, da hätte man das Rennen besser absagen sollen. So ist es die Blaupause zur Diskriminierung und Ausgrenzung von Sportlern die aus welchem Grund auch immer (noch) nicht geimpft sind.

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