Rang zwei bei der Challenge Roth! Nach seinem dritten Platz beim Langdistanzdebüt beim Ironman Südafrika beeindruckte Jonas Schomburg beim Klassiker im Frankenland. Es offenbart das Potenzial des 31-Jährigen über die 226 Kilometer. Bis dorthin war es ein langer Weg über kurze Strecken. Die Odyssee eines oft unterschätzten Athleten.
Man muss es so deutlich sagen: Im Rampenlicht standen lange Zeit andere. Doch es hat sich etwas verändert. Jonas Schomburg pendelte jahrelang zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Abgestempelt, missverstanden, unterschätzt – der Weg des gebürtigen Hannoveraners im Triathlon besteht eher aus Kopfsteinpflaster denn aus Flüsterasphalt. Dafür sorgte er oftmals selbst. Hohe Ziele, achtbare Erfolge, aber auch ehrliche Enttäuschungen. Das gibt der heute 31-Jährige unumwunden zu. „Man sollte Dingen aber nicht nachtrauern, sondern sie abhaken. Der Sport ist schnelllebig.“ Jonas Schomburg weiß, wovon er spricht. Gestern noch weitgehend unter dem Radar als Kurzdistanzathlet, heute nach seinem öffentlichkeitswirksamen Lenkerdefekt beim Ironman Frankfurt und dem zweiten Platz bei der Challenger Roth in aller Munde. Seine Worte mögen abgeklärt klingen, sie sind die durchwachsene Zwischenbilanz aus zwölf emotionalen Jahren Elitesport. Und er ist sich sicher: Die beste Zeit liegt noch vor ihm. Der Weg dahin? Vielseitig – und längst nicht vorgezeichnet. Eine Odyssee.