Der Verstand siegt über das Herz. An Tag zehn kam für Josefine Rutkowski bei ihrem Weltrekordprojekt mit 60 Langdistanzen an 60 aufeinanderfolgenden Tagen vorzeitig das Aus. Eine Verletzung stoppte die Extremsportlerin.

Dieses Ende kam abrupt. An Tag zehn ihres Weltrekordprojekts mit 60 Langdistanzen an 60 aufeinanderfolgenden Tagen hieß es bei Josefine Rutkowski: Nichts geht mehr. „Mit schwerem Herzen, aber klarem Verstand“, habe sie ihr Projekt beenden müssen, schrieb sie auf Instagram. „Eine Verletzung am Sprunggelenk“ zwinge sie zur Pause. Auf Nachfrage von tri-mag.de erklärte sie, dass sich eine Knochenhautentzündung am rechten Schienbein breitgemacht hat. Hinzu kommt ein immobiles Fußgelenk. Beides zusammen habe sie dazu gezwungen, ihr Projekt vorzeitig zu beenden. „Und ja, es fühlt sich an wie Pech. Wie ein Rückschritt“, schreibt sie weiter. „Aber vielleicht … ist auch das Teil eines größeren Plans. Vielleicht bringt genau diese Pause neue Wege, neue Inspiration, neue Kraft.“
Trotzdem glücklich
Gegenüber tri-mag.de sagte Josefine Rutkowski: „Das ist nun mal das Risiko, welches Sportler tragen. Ich bin dennoch überrascht und glücklich, wie gut mein Körper durch die neun Langdistanzen gezischt ist. Alle waren super schnell und mir ging es so gut.“ Das sei acht Tage lang der Fall gewesen – bis Marathon Nummer neun anstand. „Nach zwölf Kilometern ging es mit den Schmerzen los und es steigerte sich von Schritt zu Schritt“, so Josefine Rutkowski. „Zum Schluss war es unerträglich.“ Es sei soweit gegangen, dass sie sogar teilweise rückwärts gelaufen sei, um den Tag überhaupt zu schaffen.
Emotional gefasst
In ihrem Social-Media-Post betonte die Extremsportlerin: „Was bleibt, ist tiefe Dankbarkeit. An mein Team – für eure Kraft. An euch da draußen – für euer Mitfiebern, eure Nachrichten, eure Herzen. Ihr habt mich alle motiviert und viel Kraft gegeben.“ Wie es jetzt weitergeht? „Jetzt steht für mich im Vordergrund, meinem Körper die nötige Zeit zur Heilung zu geben“, sagte Josefine Rutkowski. „Ich bin emotional gefasst und akzeptiere den aktuellen Stand. Wenn ich wieder bei 100 Prozent bin, werde ich umdenken und neu planen.“ Der Blick gehe mit Optimismus nach vorn. „Ich werde eine Entscheidung treffen, wie es weitergeht, wenn meine Verletzung auskuriert ist.“









