Montag, 15. April 2024
€ 0,00

Es befinden sich keine Produkte im Warenkorb.

Technik-Tipps: Freiwasser-Simulation im Schwimmbad

Isaak Papadopoulos

Beim Schwimmen im Schwimmbecken gibt es klare Regeln, die von allen im Wasser eingehalten werden sollten: Geschwommen wird hintereinander im Kreisverkehrsystem. Wer überholen möchte, schert aus der Reihe aus und schwimmt links an den anderen vorbei – wie im Straßenverkehr auch. Dagegen sieht das Schwimmen bei einem Triathlon völlig anders und hektisch aus. Beim Massenstart ähnelt das Schwimmen eher einem Kampfsport, von den „Laborbedingungen“ im Schwimmbad bleibt nicht mehr viel übrig. Deswegen solltet ihr bereits früh in der Saison damit beginnen, das Training unter Wettkampfbedingungen zu absolvieren. In den Winter- und Frühjahrsmonaten ist es zwar meist noch zu kalt für das Freiwasser, einige Situationen lassen sich aber auch im Becken simulieren.

Startet in einer größeren Gruppe gemeinsam statt hintereinander, so könnt ihr euch an die Nähe zu anderen Schwimmern und die sogenannte Waschmaschine gewöhnen. Anders als im Becken gibt es im Freiwasser oft einen freien Start ohne Abstoßmöglichkeit von einer Wand. Auch das lässt sich trainieren: Beginnt eure Schwimmstrecke ein bis zwei Meter vom Beckenrand entfernt aus der Schwimmlage, dazu eignen sich ein kräftiger Kraulbeinschlag oder eine Brustgrätsche, um Tempo aufzunehmen. Auch unterschiedliche Renntaktiken sollten vorher trainiert und ausprobiert werden. Wollt ihr es nach dem Start direkt schnell angehen, um dem Feld zu entkommen, und dann erst euer Renntempo finden? Dann probiert das beim Training aus. Schwimmt zum Beispiel 200 Meter, bei denen ihr die ersten 100 Meter schneller zurücklegt, um danach in euer individuelles Tempo überzugehen. Wenn ihr im Schwimmbad die Möglichkeit habt, verzichtet auf den Wandkontakt. Dazu könnt ihr entweder kurz vor dem Rand wenden oder, noch besser, um eine (gedachte) Boje herumschwimmen. Bittet außerdem eure Trainingspartner, für etwas Wellengang im ruhigen Schwimmbadwasser zu sorgen. So ist das Training im Becken zwar nicht das Gleiche wie der Wettkampf im Freiwasser, ihr könnt euch aber schon daran gewöhnen und seid vorbereitet, wenn es in einigen Monaten nach draußen geht.

- Anzeige -

Kreativ werden

Um das ruhige Schwimmbecken zu verwandeln, ist Kreativität gefragt. Mit Schwimmbrettern oder Armen und Händen könnt ihr Wellen erzeugen, viele Leute auf einer Bahn simulieren den Massenstart oder das Schwimmen im Pulk. Anstatt um eine Boje könnt ihr um einen Trainingspartner herumschwimmen. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Schwierig wird es allerdings mit den Sichtverhältnissen. Schwimmbadwasser erlaubt fast immer einen klaren Blick, das ist im Freiwasser anders. Legt deswegen zwischendurch kurze Strecken mit geschlossenen Augen zurück. So lernt ihr, auch ohne Sichtkontrolle geradeaus zu schwimmen.

Fehler gefunden? Bitte teile uns hier mit, was wir verbessern können!

Für öffentliche Kommentare und Diskussionen nutze gern die Funktion weiter unten.

- Anzeige -

6 Kommentare

  1. Seid Ihr bescheuert? Glaubt Ihr wirklich dass wir Schwimmer Lust auf diese Simulation von Nichtschwimmern, also Triathleten, haben? Es reicht schon wenn sie sich mit letzter Kraft an den Beckenrand katapultieren um anschließend sofort auf die Uhr am Handgelenk zu blicken und dabei alle hinter ihnen bei der Wende blockieren.

  2. Korrekt, was Michaela oberhalb schreibt. Freiwasserschwimmen im Hallenbad trainieren….
    Auf so einen Stuss muss man erstmal kommen. Das nennen ich typisch deutsche Überspanntheit. Im besten Fall ist es „Gutmeinungstum“. An alle Triathleten: Wer viele Trainingskilometer übers Jahr absolviert, der macht auch automatisch Openwatererfahrungen. Wer Openwater im Hallenbad trainieren muss, sollte sich besser gleich einen anderen Sport aussuchen. Und zwar einen weniger komplizierten. Im übrigen: Die Openwaterleistungsschwimmer machen über 90% ihres Trainingsumfangs im Hallenbad. Ohne Wellenschlag und ähnlichen Blödsinn.

  3. Warum so böse? Freut euch doch einfach darüber, dass ihr so gut schwimmen könnt, dass euch keine Situation aus der Ruhe bringen könnte. Ich glaube nicht, dass es Triathleten gibt, die die Tipps im normalen Betrieb ausprobieren würden. Also alles kein Problem. Frohe Weihnachten!

  4. Notiz an die gesamte Redaktion: Lasst uns 2023 doch mal was zum Thema „Mit dem Triathlonrad im Radsportclub-Peloton“ machen. Da werden die Kommentare bestimmt noch spannender und die Beleidigungen gegen uns und unsere Arbeit noch heftiger als „bescheuert“ oder „Stuss“.

    Und liebe Schwimmer: Wir haben euch wirklich lieb, siehe https://swim.de, das kommt auch von uns. Traut euch doch einfach mal an den Start eines Triathlons. Da geht es wirklich zur Sache und anders als im Freiwasserschwimmen pfeift nicht gleich der Schiri und wedelt mit seiner Fahne oder einer gelben Karte, wenn man seinem Sportsfreund mal etwas zu nah kommt.

    Habt alle ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch! Und nun habt euch wieder lieb!

    Euer Frank

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Redaktion triathlon
Redaktion triathlonhttps://tri-mag.de
Die Redaktion der Zeitschrift triathlon und von tri-mag.de sitzt in Deutschlands Triathlonhauptstadt Hamburg im Stadtteil Altona. Das rund zehnköpfige Journalistenteam liebt und lebt den Austausch, die täglichen Diskussionen und den Triathlonsport sowieso. So sind beispielsweise die mittäglichen Lauftreffs legendär. Kaum ein Strava-Segment zwischen Alster und Elbe, bei dem sich nicht der eine oder andere spomedis-Mitarbeiter in den Top Ten findet ...

Verwandte Artikel

Mika Noodt auf Rang sechs: Youri Keulen gewinnt Singapur T100 mit eindrucksvoller Performance

Youri Keulen hat dem Rennen der T100 Triathlon World Tour in Singapur seinen Stempel aufgedrückt. Der Niederländer siegte nach 3:21:01 Stunden vor Sam Long, der nach einem schwachen Schwimmen eine Aufholjagd hinlegte. Das Podium komplettierte Pieter Heemeryck aus Belgien. Die beiden deutschen Athleten Mika Noodt und Frederic Funk finishten auf den Plätzen sechs und neun.

15. Oktober 1994: Greg Welch besiegt in Kona den 40-jährigen Dave Scott

Das Jahr 1994 geht in die Ironman-Geschichte mit dem ersten Sieg eines Nicht-Amerikaners ein: Der Australier Greg Welch bezwingt den 40-jährigen Dave Scott. Paula Newby-Fraser holt ihren siebten Titel.

ePaper | Kiosk findenAbo

Aktuelle Beiträge

Mika Noodt auf Rang sechs: Youri Keulen gewinnt Singapur T100 mit eindrucksvoller Performance

0
Youri Keulen hat dem Rennen der T100 Triathlon World Tour in Singapur seinen Stempel aufgedrückt. Der Niederländer siegte nach 3:21:01 Stunden vor Sam Long, der nach einem schwachen Schwimmen eine Aufholjagd hinlegte. Das Podium komplettierte Pieter Heemeryck aus Belgien. Die beiden deutschen Athleten Mika Noodt und Frederic Funk finishten auf den Plätzen sechs und neun.

Mehr lesen und erleben mit triathlon+

Triathlon ist mehr als Schwimmen, Radfahren und Laufen. Mit der Mitgliedschaft bei triathlon+ erlebst du den schönsten Sport der Welt so umfangreich wie nie zuvor. Wir haben drei attraktive Modelle für dich: Mit dem Monatsabo hast du die volle Flexibilität. Mit dem Halbjahresabo kannst du unseren Service umfangreich testen und mit dem Jahresabo sparst du bares Geld.

Monatsabo

9,95 -
Jetzt mitmachen bei triathlon+
  • volle Flexibilität
  • € 9,95 pro Monat
  • monatlich kündbar
Empfehlung!

Jahresabo

89,95 -
Größte Ersparnis bei triathlon+
  • Mindestlaufzeit 12 Monate
  • danach monatlich € 9,95
  • nach 1 Jahr monatlich kündbar

Halbjahresabo

39,95 -
Ein halbes Jahr zum Vorteilspreis
  • Mindestlaufzeit 6 Monate
  • danach monatlich € 9,95
  • nach 6 Mo. monatlich kündbar