Pain Caves:
Bernd (43) macht aus der Trainingshölle eine Partyhöhle

Früher war das persönliche Fitnesscenter von Bernd Pfeiffer ein Dojo. Heute finden auch seine Kinder genug Tools zum Toben in dem leicht modifizierten Raum.

Die Zeugen der Vergangenheit führen ein Schattendasein. Der Sandsack liegt teilnahmslos in der Ecke. Er dient mittlerweile als „Sofa“ für den Nachwuchs, wenn der nach einer ausgiebigen Tobe-Session kurz verschnaufen muss – oder dem Papa beim Training einfach nur zuschauen möchte. Früher war die Pain Cave von Bernd Pfeiffer ein Dojo. Der ehemalige Kampfsportler drosch auf den Boxsack ein, der von der Decke hing. Heute aber dient der dafür vorhandene Haken als Aufhängung für ein Kletterseil. „Ich versuche, meinen Sport so familienfreundlich wie möglich zu machen, selbst bei gutem Wetter mache ich im Keller Sport, wenn meine Mädchen parallel toben wollen“, sagt der 43-Jährige. Aus der Trainingshölle ist eine Partyhöhle geworden.

Seit 20 Jahren Triathlon

In der verbringt der Ingenieur im Winter acht bis zehn Stunden pro Woche, im Sommer mindestens zwei. Das Equipment ist sorgsam verstaut in Regalen und einem Schrank. An dessen Türen sind Übungsanleitungen angepinnt. Denn trotz der Partys, die teilweise stattfinden, weiß Pfeiffer um den eigentlichen Sinn des Raumes. Seit mehr als 20 Jahren betreibt der 43-Jährige Triathlon – dazwischen lag eine mehrjährige Pause, ehe er seit vier Jahren wieder aktiv im Training ist. 

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Vorbereitung vorerst vergebens

Pfeiffer hat sich in seinem Keller zuletzt auf das Event schlechthin vorbereitet; jedenfalls für einen Frankfurter: den Ironman in der Mainmetropole, der aber aufgrund der Corona-Pandemie nicht am geplanten Termin stattfinden kann. Es wäre seine erste Ironman-Langdistanz gewesen. Bisher war der Hesse vornehmlich auf kürzeren Distanzen unterwegs, absolvierte die Frankfurt-Hero-Wettkämpfe mit dem Radrennen, dem Halbmarathon und dem City-Triathlon. Auch eine Mitteldistanz findet sich bereits im Portfolio.

privat

Selbstbau ist sein Schmuckstück

Auf auffällige Medaillensammlungen verzichtet der Frankfurter allerdings in seiner Pain Cave. Stattdessen ziert die rückwärtige Wand zwischen den beiden Fenstern ein ganz besonderes Schmuckstück. „Als Ingenieur interessieren mich außergewöhnliche technische Lösungen. Deshalb habe ich mein altes 26-Zoll-Triathlonrad auf einen selbst konstruierten und selbst gebauten Holzrahmen umgerüstet“, erklärt Pfeiffer. Darunter lehnt sein Wettkampfrad an der Wand. „Ich fahre ein Beam Bike.“

Rollentrainer und Laufband stehen nebeneinander

In seinem Fitnessraum hat der 43-Jährige die Voraussetzungen geschaffen, zumindest zu zwei Dritteln gut auf Triathlon-Wettkämpfe vorbereitet zu sein. In der Tacx-Rolle steht ein Cannondale-Renner, direkt daneben lädt ein Maxxus-Laufband zu leichten Koppeleinheiten ein. Mit Fernseher und Boxen kann sich Bernd Pfeiffer derweil die Zeit vertreiben, ohne an jeden Schritt oder jede Kurbelumdrehung denken zu müssen. 

privat

Nachwuchs sorgt für Motivation

Ablenkung verschafft ihm ansonsten der Nachwuchs – gern auch während Pfeiffers Einheiten. Und wenn eine Verschnaufpause von der Tobe-Party ansteht, dann ist die nicht nur auf dem Sandsack in der Ecke möglich. Neben dem ursprünglichen Haken für den Boxsack sind zwei weitere hinzugekommen; für eine Schaukel, direkt neben dem Laufband. Von dort haben die Töchter Papa bestens im Blick und können auch für die nötige Motivation sorgen, falls die Einheit doch einmal zur Hölle werden sollte.


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Smarttrainer, Laufband, Hantelstangen: Triathlontraining findet längst nicht mehr nur outdoor statt. Wir möchten zeigen, wir es in den privaten Trainingsräumen im Lande aussieht.

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