Sonntag, 21. April 2024

Marcus (46) macht aus der Not eine Tugend

Seit fast 20 Jahren ist Marcus Engelke dem Ausdauersport auf Wettkampfebene verfallen. Triathlon aber nimmt in dieser Zeitspanne eine vergleichsweise kleine Rolle ein – was nicht bedeutet, dass der sportliche Dreikampf von der Bedeutung her ebenso gering wäre. Im Gegenteil: Als Engelke vor sieben Jahren Triathlon für sich entdeckt hat, gilt seine ganze Leidenschaft diesem Sport. 

Bisheriger Höhepunkt: Challenge Roth

Zunächst nur Läufer, hat der 46-Jährige mittlerweile auch Schwimmen und Radfahren verinnerlicht und seine Ziele peu à peu nach oben geschraubt. Angefangen hatte alles mit diversen Volks- und Sprintdistanzen, ehe der Diplom-Ingenieur auf die Mitteldistanz wechselte und unter anderem in Zell am See oder St. Pölten die Ziellinie sah. Bisheriger Höhepunkt: „2017 habe ich meine erste Langdistanz in Roth gefinisht“, sagt Engelke. 

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Komfort bei Stabitraining und Yoga

In seiner Pain Cave verbringt er fünf bis acht Stunden pro Woche. Das Sportzimmer befindet sich im ersten Stock und ist komplett mit einer Puzzlematte ausgelegt. Die minimiert die Fahrgeräusche auf der Rolle und sorgt gleichzeitig für den gebotenen Komfort beim Stabitraining und Yoga. Denn für den Münchener stehen auch alternative Übungen auf dem Programm. Die richtige Ausführung garantieren Anleitungen an einer Magnettafel, die von neun Finishermedaillen teilweise verdeckt wird. Neben einem Gymnastikball und Hanteln finden sich auch ein Balanceboard und ein Bosu in Engelkes persönlichem Fitnessstudio, das durch ein großes Fenster mit Licht geflutet wird.

privat

Drei Saisonhöhepunkte für 2021 geplant

Da die Schwimmmöglichkeiten in den vergangenen Wochen überschaubar waren, ist zuletzt auch Zugseiltraining im Programm gelandet, das Marcus Engelke vor einem Spiegel ausführt. Aus der Not macht der Münchener eine Tugend. Schließlich stehen weitere Ziele auf der Agenda – allerdings bereits für das kommende Jahr. Marcus Engelke hat sich gleich drei Höhepunkte gesteckt: den Ironman Hamburg sowie zwei Mitteldistanzen in Italien und auf Mallorca.

„Ich nutze den Raum hauptsächlich für das Indoor-Fahrradtraining, aber auch für das Krafttraining mit den TRX-Seilen und an der Klimmzugstange“, sagt Engelke. Letztere hängt wuchtig von der Decke und lenkt zumindest ein wenig ab vom Fuhrpark des 46-Jährigen. Der beinhaltet zwei Zeitfahrmaschinen. Eine wartet im Ständer auf ihren Einsatz, die andere hängt dekorativ an der Wand. Ein Cube-Rennrad ist derweil in den Wahoo-Kickr-Rollentrainer gespannt. Davor steht eine Ablage für den Laptop – oder für die richtige Lektüre während der Einheiten. 

privat

Fachliteratur verdeutlicht Leidenschaft

Davon gibt es in dem Zimmer jede Menge. Auf einem Sideboard liegen Ausgaben der triathlon knowhow. Weitere Fachliteratur findet sich unterdessen geordnet im Regal. Für manchen kommt Sport einer Ersatzreligion gleich. Bei Marcus Engelke sind die Titel zumindest Ausdruck für die Leidenschaft, die der Diplom-Ingenieur dem Ausdauersport seit 20 Jahren entgegenbringt: Die Laufbibel und die Trainingsbibel für Triathleten.


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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

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