Samstag, 28. Januar 2023
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SzeneFrederic Funk im Interview vor den PTO Canadian Open

Frederic Funk im Interview vor den PTO Canadian Open

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José Luis Hourcade Insbesondere die anspruchsvolle Radstrecke der PTO Canadian Open passt zu Frederic Funks Athletenprofil

Am kommenden Sonntag um 20:30 Uhr deutscher Zeit fällt für männlichen Profis der Startschuss für das erste Rennen der PTO Tour 2022: die Canadian Open in Edmonton. Insgesamt 100 Kilometer ist die Strecke lang, bestehend aus zwei Kilometern Schwimmen, 80 auf dem Rad und 18 Kilometern Laufen. Es geht um eine Million US-Dollar Preisgeld und das Startfeld dürfte eines der besten sein, die es im Triathlon gibt. Aus Deutschland geht bei den Männern neben Sebastian Kienle auch Frederic Funk an den Start. Im Interview mit tri-mag.de spricht 24-Jährige über seine Vorbereitung, welchen Rennverlauf er erwartet und was er zu dessen Ausgang beitragen möchte.

Frederic Funk, was reizt dich am Format der PTO Tour und speziell an den Canadian Open in Edmonton?

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Ich finde richtig cool, was die PTO mit Canadian und US Open aufgezogen hat, und im nächsten Jahr sogar noch mit den European und Asian Open. Es gibt mega viel Preisgeld, was natürlich extrem starke Athletenfelder anzieht. Ich mache den Sport, um mich mit den besten der Welt zu messen. Wenn alle an einem Ort aufeinandertreffen, und es nicht nur bei einer Weltmeisterschaft die Möglichkeit dazu gibt, ist das natürlich super. Ich freue mich deshalb richtig auf das Rennen.

Wie schätzt du den Rennverlauf sowie die Taktik des Rennens ein, welcher Athletentyp wird am Ende die Nase vorn haben?

Der Rennverlauf ist schwierig vorherzusagen. Gerade bei dieser hohen Leistungsdichte kann wirklich alles passieren, auch sehr viel Unerwartetes. Ich erwarte ein sehr schnelles Schwimmen, da viele gute Schwimmer am Start sind. Die Radstrecke ist technisch anspruchsvoll, hat nicht den besten Straßenbelag und geht immer rauf und runter. Zusätzlich gibt es eine 20-Meter-Regel, da bin ich sehr gespannt, wie sich das auf die Gruppengröße auswirken wird. Wer im Radfahren eine Schwäche hat, wird bei diesem Rennen am Ende nicht vorn landen, das spielt mir natürlich in die Karten. Gewinnen wird ein Athlet, der schnell schwimmt, schnell Rad fährt und schließlich auch schnell läuft, bei dieser Leistungsdichte darf man sich keine Schwäche erlauben.

Hast du für die Canadian Open aufgrund der leicht veränderten Distanzen anders trainiert als für andere Mitteldistanzen oder einen speziellen Fokus gesetzt?

Ich hatte vor dem Rennen noch einen VO2max-Block, habe ansonsten aber nicht anders trainiert. Trotz etwas kürzeren Distanzen ist es immer noch eine Mitteldistanz, die von der Belastungsdauer vielleicht 20 Minuten kürzer ist. Ich gehe auf jeden Fall sehr gut vorbereitet in das Rennen.

Wo siehst du dich am Sonntag im Gesamtfeld?

Ich versuche, dem Rennen meinen Stempel aufzudrücken und auch mal das Zepter in die Hand zu nehmen. Natürlich will ich beim Radfahren meine Karten ausspielen und da das Rennen schnell machen. Ich muss gucken, dass mein Rückstand nach dem Schwimmen so gering wie möglich ist und ich am Ende noch einen starken Lauf hinlegen kann. Mein Mindestziel wären die Top Ten. Da kommt es dann eher drauf an, was die anderen machen, das kann ich nicht beeinflussen. Ich bin selbstbewusst und zuversichtlich, dass ich auf jeden Fall in den Top ten landen kann, vielleicht sogar weiter vorn.

Welche Konkurrenten hast du besonders im Blick?

Bei den Konkurrenten kommen einem als Erstes die beiden Norweger und Alistair Brownlee in den Sinn, weil die für eine ganz andere Renndynamik sorgen werden. Im Rennen werde ich aber nicht auf jemanden speziell schauen, sondern mein Rennen machen und taktisch spontan agieren, unabhängig von irgendwelchen Namen. Ich glaube, dass es am Sonntag viele Überraschungen geben wird und ich hoffe, eine davon zu sein.

Anna Bruder
Anna Bruder
Anna Bruder wurde bei triathlon zur Redakteurin ausgebildet. Die Frankfurterin zog nach dem Studium der Sportwissenschaft für das Volontariat nach Hamburg und fühlt sich dort sehr wohl. Nach vielen Jahren im Laufsport ist sie seit 2019 im Triathlon angekommen und freut sich auf die erste Langdistanz.
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