Am Sonntag trifft ein Weltklassefeld bei einer der traditionsreichsten Langdistanzen der Triathlonwelt aufeinander. In Lake Placid geht es nicht nur um 125.000 Dollar Preisgeld – sondern auch um Comebacks und Premieren.

Am kommenden Sonntag kehrt die Ironman Pro Series nach Lake Placid zurück. Das Rennen ist eine der traditionsreichsten Langdistanzen Nordamerikas. Mehr als 80 Profiathletinnen und -athleten kämpfen in der US-Ostküstenstadt um 5.000 Punkte für die Serienwertung, ein Preisgeld von insgesamt 125.000 US-Dollar sowie vier WM-Slots pro Geschlecht.
Der Kurs liegt im Herzen der Adirondack Mountains. Geschwommen wird im klaren Mirror Lake, bevor die Radstrecke mit knapp 2.000 Höhenmetern durch die raue, bewaldete Berglandschaft führt. Der Marathon durch das historische Lake Placid bietet eine Mischung aus langen Anstiegen und ikonischer Olympia-Atmosphäre. 1932 und 1980 wurden dort die Olympischen Winterspiele ausgetragen.
Comebacks und Debüts
Vorjahressiegerin Danielle Lewis (USA) kehrt als aktuelle Vierte der Pro-Series-Wertung zurück an den Ort ihres größten Erfolgs: Im vergangenen Jahr siegte sie mit einem spektakulären Lauf in Lake Placid – ihrem ersten Ironman-Sieg überhaupt. Doch die Konkurrenz ist 2025 noch stärker.
Jackie Hering (USA), im Vorjahr Zweite in Lake Placid und Gesamtzweite der Ironman Pro Series 2024, reist mit Rückenwind aus Australien an: In Cairns feierte sie zuletzt ihren jüngsten Langdistanzsieg. Jetzt soll in den Adirondacks der nächste Coup folgen. Für internationales Flair sorgt Marta Sanchez (ESP), Sechste im Pro-Series-Ranking. Nach ihrem starken Saisonauftakt mit Rang zwei beim Ironman Südafrika startet sie erstmals in Nordamerika
Besonders gespannt blicken viele auf Holly Lawrence (GBR). Die Ironman-70.3-Weltmeisterin von 2016 gibt in Lake Placid ihr Langdistanz-Debüt – nur ein Jahr nach der Geburt ihres ersten Kindes. Ihr Ziel ist klar: die Qualifikation für Kona 2025.
Weitere Podiumsanwärterinnen sind Rookie-Weltbestzeithalterin Solveig Løvseth (NOR), Lotte Wilms (NED), Regan Hollioake (AUS), Maja Stage Nielsen (DEN) und Sarah True (USA).
Foley, Høgenhaug, Hanson & Co: Wer holt den Sieg bei den Männern?
Bei den Männern trägt Trevor Foley (USA) die Startnummer eins. Sein Marathon von 2:36:31 war 2024 das Maß der Dinge in Lake Placid und sicherte ihm damals den Sieg. Doch diesmal ist das Feld noch dichter. Herausgefordert wird Foley unter anderem von Matthew Marquardt (USA), der zuletzt in Cairns triumphierte und sich für die knappe Niederlage im Vorjahr revanchieren will. Mit Matt Hanson (USA) steht zudem ein Routinier am Start, der in Lake Placid nach drei Teilnahmen ohne Sieg noch eine Rechnung offen hat.
Ebenfalls stark eingeschätzt: Kristian Høgenhaug (DEN), der nach seinem zweiten Platz in Frankfurt mit Selbstvertrauen anreist und dort vor allem mit seinem Radfahren überzeugte – wie schon so oft in der Vergangenheit. Komplettiert wird das Feld von Léon Chevalier (FRA), Braden Currie und Mike Phillips (beide NZL), Mattia Ceccarelli (ITA), Bradley Weiss (RSA), Robert Kallin (SWE) und dem US-Amerikaner Colin Szuch.

Deutsches Quartett mit Ambitionen in Lake Placid
Auch aus deutscher Sicht lohnt sich der Blick nach Lake Placid. Bei den Frauen steht mit Laura Jansen eine erfahrene Athletin am Start, die wichtige Punkte für die Pro Series sammeln will. Beim Ironman Südafrika wurde sie Anfang des Jahres Vierte. Reicht es diesmal fürs Podium?
Im Männerrennen sind gleich drei deutsche Profis gemeldet: Dominik Sowieja, Leonard Arnold und Sven Wies. Während Sowieja bereits für die WM in Nizza qualifiziert ist, geht es für Arnold und Wies noch um die begehrten Slots.
Live dabei
Das Rennen in Lake Placid wird live übertragen – auf der Website des Veranstalters und dem YouTube-Kanal von Ironman. Der Startschuss für die Profi-Männer fällt am Sonntag um 6:18 Uhr Ortszeit (12:18 Uhr MESZ), die Frauen folgen fünf Minuten später.









