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Lange nach starkem Rennen auf Platz vier
Jan Frodeno gewinnt Challenge Gran Canaria vor Pablo Dapena und Nick Kastelein

Ein klarer Sieg für Jan Frodeno, ein spannender Kampf um das Podium und vier Deutsche in den Top Ten – das war das Männerrennen auf Gran Canaria.

Die Siegesserie von Jan Frodeno scheint sich auch im Jahr 2021 fortzusetzen: Nach seinem Triumph bei der Challenge Miami vor sechs Wochen konnte sich der 39-Jährige auch bei der Challenge Gran Canaria durchsetzen. Es war der elfte Profi-Sieg in Folge für Frodeno, der zuletzt am 14. Oktober 2017 beim Ironman Hawaii nicht als Erster über die Ziellinie gelaufen war.

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Salvisberg nach dem Schwimmen vorn

Nach dem Schwimmen war es der Schweizer Kurzdistanzler Andrea Salvisberg, der nach 21:43 Minuten und 1,9 Kilometern als Erster aus dem an diesem Tag sehr ruhigen Wasser stieg, gleichauf mit dem Franzosen Sam Laidlow. Mit drei Sekunden Rückstand lag Jan Frodeno an Position drei. Nach einem schnelleren Wechsel verließ dieser jedoch als Zweiter die erste Wechselzone vor dem Belgier Pieter Heemeryck. Auch Frodenos Trainingspartner Nick Kastelein sowie der Spanier Pablo Dapena befanden sich in dieser ersten Gruppe. Patrick Lange ging an Position elf liegend mit 50 Sekunden Rückstand auf die anspruchsvolle 90-Kilometer-Radstrecke. Wenige Sekunden hinter ihm befand sich ein deutsches Trio aus Nils Frommhold, Andreas Böcherer und Frederic Funk.

Viele Positionswechsel auf dem Rad

Auf dem Rad formte sich bald eine fünfköpfige Führungsgruppe, bestehend aus Jan Frodeno, Pieter Heemeryck, Sam Laidlow, Giulio Molinari und Pablo Dapena. Innerhalb dieser Gruppe kam es zu häufigen Positionswechseln, was aufgrund der Topografie zu erwarten war. Insgesamt mussten vier Runden auf einer Wendepunktstrecke gefahren werden. Während Sam Laidlow und Thomas Davis das Rennen aus unbekannten Gründen beenden musste, blieb die Führungsgruppe beisammen und insbesondere Frodeno und Heemeryck schienen die ersten Positionen unter sich auszumachen. Patrick Lange machte sich derweil auf, die Lücke zur Spitze zu schließen. 20 Kilometer vor der zweiten Wechselzone hatte Lange gemeinsam mit Frederic Funk noch 50 Sekunden Rückstand auf die Führenden Jan Frodeno, Pieter Heemeryck und Giulio Molinari.

Ungefährdeter Sieg für Frodeno, spannender Kampf um das Podium

Jan Frodeno war es auch schließlich, der nach 2:06:16 Stunden als Erster in die Laufschuhe wechselte. Nur eine Sekunde hinter ihm hatte sich Andreas Böcherer an Heemeryck vorbei auf Platz zwei nach vorn gearbeitet. Heemeryck konnte sich zunächst wieder Position zwei sichern, die er jedoch wieder an Pablo Dapena begeben musste. Der Belgier fiel schließlich immer weiter zurück. Ebenfalls in der ersten Gruppe befand sich das italienische Duo Giulio Molinari und Matthias Ceccarelli. Patrick Lange und Nils Frommhold gingen an Position sieben und acht liegend auf die Laufstrecke. Patrick Lange konnte stetig aufholen und hatte nach vier Kilometern noch rund zwei Minuten Rückstand auf Frodeno. Er konnte weitere Positionen gutmachen und lief nach sechs Kilometern schließlich auf Rang drei liegend rund 30 Sekunden hinter Pablo Dapena.

Lange dreht auf

Lange lief gemeinsam mit Nick Kastelein. Nach knapp neun Kilometern hatte sich ihr Rückstand auf Dapena auf lediglich 16 Sekunden verringert. Der Vorsprung von Jan Frodeno bleib derweil bei komfortablen 1:30 Minuten. Weitere deutsche Athleten in den Top Ten waren Andreas Böcherer (Rang fünf) und Nils Frommhold (Rang zehn). Frederic Funk und Sebastian Neef lagen zu diesem Zeitpunkt auf den Plätzen 13 und 14. Lange stellte schließlich seine Laufstärke unter Beweis und konnte Dapena den zweiten Platz abnehmen – mit Nick Kastelein direkt an den Fersen. Der Rückstand auf Frodeno betrug nach gut 13 Kilometern noch 1:21 Minuten. 

Während Jan Frodeno ungefährdet dem Sieg entgegenlief, entbrannte hinter ihm regelrecht ein Kampf und die Podiumsplatzierungen. Kastelein und Dapena hatten Lange überlaufen und diesen nun auf Position vier verwiesen. Dieser befand sich jedoch stets in Sichtweite mit nur wenigen Metern Rückstand. Die vierköpfige Spitzengruppe hatte ihren Vorsprung nach 18 Kilometern auf mehr als sieben Minuten ausgebaut. Die Verfolger wurden angeführt von Andreas Böcherer. 

Frodeno: “Ehrliches Rennen”

Nach 3:41:22 Stunden lief Jan Frodeno schließlich als Erster über die Ziellinie und bewies ein weiteres Mal in beeindruckender Manier, dass derzeit an ihm einfach kein Weg vorbei führt. Er bezeichnete den Wettkampf als ein ehrliches Rennen, das ihm viel abverlangt habe. Dahinter kam es zum Duell zwischen Pablo Dapena und Nick Kastelein. Dapena konnte dieses schließlich mit dem zweiten Platz nach 3:42:30 Stunden für sich entscheiden, zwölf Sekunden dahinter komplettierte Kastelein das Podium. Patrick Lange musste sich nach einem starken Rennen und nur 23 Sekunden Rückstand auf Kastelein mit dem undankbaren vierten Platz zufrieden geben (3:43:05 Stunden). Andreas Böcherer landete weitere 2:30 Minuten hinter Lange auf Platz fünf. Andrea Salvisberg wurde Siebter (3:47:33 Stunden), Nils Frommhold konnte seine Top-Ten-Platzierung ins Ziel retten und wurde Neunter (3:48:30 Stunden). Sebastian Neef landete auf Platz 14 (3:51:45 Stunden), Frederic Funk auf Platz 15 (3:52:23 Stunden).

Challenge Gran Canaria | Profi-Männer

24. April 2021 | Anfi, Gran Canaria (Spanien)
PlatzNameNationGesamt1,9 km Swim90 km Bike + T221,1 km Run
1Jan FrodenoGER3:41:2121:452:06:161:10:04
2Pablo DapenaESP3:42:3021:522:06:261:10:58
3Nick KasteleinAUS3:42:4221:482:07:321:09:57
4Patrick LangeGER3:43:0522:292:06:401:10:34
5Andreas BöchererGER3:45:3622:432:05:041:14:18
9Nils FrommholdGER3:48:3022:472:06:321:15:48
14Sebastian NeefGER3:51:4723:332:08:281:16:16
15Frederic FunkGER3:52:2322:462:06:191:19:39
17Marc EggelingGER3:54:5723:322:10:351:16:58
21Markus ThomschkeGER3:58:2924:542:11:261:18:43
23Per van VlerkenGER4:00:0623:442:13:171:19:30
24Julian ErhardtGER4:00:2124:042:19:481:12:53
41Fabian RahnGER4:21:4127:202:23:411:26:58

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1 Kommentar
  1. Dani C.

    Wäre nett, wenn die ersten 10 komplett angegeben würden, dann sehen wir Schweizer Abonnenten auch unsere Landsmänner. Merci

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