Ironman Hawaii 2001:
Stars and Stripes and Tim DeBoom

Als am 11. September der Terror über die USA hereinbrach, stand auch der Ironman Hawaii 2001 auf der Kippe. Die Stars and Stripes, die danach überall auch auf Hawaii wehten, trugen Tim DeBoom ins Ziel.

Am 11. September 2001 begann in den USA und vielen anderen Ländern eine neue Zeitrechnung. Amerika war angegriffen worden, die Folgen in den Tagen nach den verheerenden Terrorangriffen waren unabsehbar. Sorgen um die Sicherheit, Einschränkungen im Luftverkehr, der drohende militärische Gegenschlag in Afghanistan – konnte und durfte man unter diesen Bedingungen ein Sportevent in der Größenordnung des Ironman Hawaii durchführen? Wollte man in diesen Tagen als Sportler in die USA reisen?

Ja, man konnte, sagten die Veranstalter. Und ja, man wollte, entschieden die meisten Athleten. In den USA wurden im September und Oktober so viele Stars-and-Stripes-Banner gehisst wie selten zuvor. “United we stand” war der Slogan, der selbst auf Hawaii für kurze Zeit das bekannte “Hang loose” ablöste.

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Der Titel kehrt zurück in die USA

Für die Amerikaner kam es gerade recht, dass einer von ihnen, der US-Boy Tim DeBoom, den Ironman-Titel in die Vereinigten Staaten zurückholte, nachdem er zuvor fünfmal in andere Länder gegangen war. Im Rennen, das zu den klimatisch heftigsten in der Geschichte des Ironman gezählt werden darf, war es zunächst wieder einmal Normann Stadler, der kurz vor dem Wendepunkt in Hawi die Führung übernahm und diese bis Kilometer 160 behalten sollte.

Dann – und erneut nach dem Absitzen einer dreiminütigen Zeitstrafe – begann die umjubelte Show von Tim DeBoom, der im Ziel nach 8:31:18 Stunden eine Viertelstunde Vorsprung auf den Neuseeländer Cameron Brown hatte. DeBooms Triumph war der erste für die US-Männer seit Mark Allens sechstem und letztem Sieg im Jahr 1995. Hinter Brown ein deutsches Trio: Thomas Hellriegel wurde Dritter vor Normann Stadler und Lothar Leder, Andreas Niedrig landete auf dem siebten Platz.

Ironman Hawaii 2001 | Männer

6. Oktober 2000 | Kailua-Kona, Hawaii (USA)
PlatzNameLandGesamt3,86 km Swim180,2 km Bike42,195 km Run
1Tim DeBoomUSA8:31:180:52:014:48:172:45:54
2Cameron BrownNZL8:46:100:52:164:53:292:58:05
3Thomas HellriegelGER8:47:400:55:354:47:423:01:25
4Normann StadlerGER8:49:430:56:144:45:133:05:57
5Lothar LederGER8:49:490:52:084:56:012:59:42
6Marc HerremansBEL8:51:190:54:064:58:252:55:59
7Andreas NiedrigGER8:53:000:52:134:53:263:04:44
8Cameron WidoffUSA8:55:330:54:015:02:042:57:20
9Steve LarsenUSA8:56:281:00:454:33:323:19:09
10Christoph MauchSUI8:57:300:54:035:02:422:58:10

Nina Kraft als erste Deutsche auf dem Podium

Zwei Drittel der Radstrecke lag auch bei den Frauen eine Deutsche vorn: Nina Kraft stand am Ende als erste deutsche Frau auf dem Siegertreppchen des Ironman Hawaii und wurde Dritte, eingerahmt von den ehemaligen Weltmeisterinnen Natascha Badmann, die ihren dritten Sieg in Kona feierte, Lori Bowden (2.), Paula Newby-Fraser (4.) und Karen Smyers (5.). Nina Kraft sollte noch zwei weitere Male auf dem Treppchen des Ironman Hawaii stehen und einmal sogar als Erste durch das Zieltor auf dem Alii Drive laufen – doch das ist eine Geschichte, die wir in den nächsten Tagen ausführlicher erzählen werden.

Ironman Hawaii 2001 | Frauen

6. Oktober 2001 | Kailua-Kona, Hawaii (USA)
PlatzNameLandGesamt3,86 km Swim180,2 km Bike42,195 km Run
1Natascha BadmannSUI9:28:370:59:555:16:073:09:33
2Lori BowdenCAN9:32:591:01:045:25:553:03:09
3Nina KraftGER9:41:010:54:095:29:303:14:18
4Paula Newby-FraserUSA9:41:350:56:315:28:423:12:55
5Karen SmyersUSA9:48:340:56:565:29:193:19:31
6Fernanda KellerBRA9:51:200:58:375:32:403:18:13
7Wendy IngrahamUSA9:57:330:52:155:34:103:27:34
8Gina KehrUSA9:57:360:53:155:39:143:22:57
9Heather FuhrCAN10:00:581:04:485:46:063:07:19
10Jill SavegeCAN10:03:300:52:115:51:593:15:39

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