World Triathlon unterstützt Rückkehr russischer und belarussischer Athleten bei internationalen Wettkämpfen

Tommy Zaferes

Die Entscheidung ist gefallen. Der Triathlon-Weltverband World Triathlon hat seine grundsätzliche Unterstützung für die Empfehlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) beschlossen, Athleten mit russischem und belarussischem Pass wieder an internationalen Wettkämpfen teilnehmen zu lassen. Die Suspendierungen, die nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine ausgesprochen wurden, sollen aufgehoben werden. So könnten sie wieder bei Veranstaltungen von World Triathlon starten. Die Sanktionen hatte der Verband Anfang März 2022 ebenfalls auf Empfehlung des IOC gemäß den Grundsätzen der Olympischen Charta verhängt. So wollte World Triathlon die Sicherheit aller Athleten bei seinen Veranstaltungen gewährleisten.

Unabhängiger Überprüfungsprozess vor Rückkehr zu Wettkämpfen

In einer Erklärung des Weltverbands heißt es: „Grundsätzlich unterstützt World Triathlon die Entwicklung eines Weges für unabhängige, neutrale und individuelle Athleten sowie Offizielle mit russischem und belarussischem Pass, um an unseren Sportarten teilzunehmen.“ Gleichzeitig nennt der Verband Bedingungen, die vor einer Rückkehr stehen sollen. So werde World Triathlon in Absprache mit dem IOC und ASOIF (Vereinigung internationaler Sportverbände, die an den Olympischen Sommerspielen teilnehmen) an der Entwicklung notwendiger unabhängiger Überprüfungsprozesse arbeiten. Erst dann plane und ermögliche der Verband eine „Rückkehr der Personen zu unseren Wettkämpfen und Veranstaltungen.“

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World Triathlon bekräftigt Solidarität mit Ukraine

Weiterhin bekräftigt der Exekutivausschuss von World Triathlon seine Solidarität mit der Ukraine „angesichts des andauernden Kriegs mit Russland“. Der Weltverband betont: „Die Unabhängigkeit eines jeden Athleten oder Offiziellen ist eine absolute Bedingung für die Rückkehr zu einer World Triathlon-Veranstaltung.“

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Bengt Lüdke
Bengt Lüdke
Bengt-Jendrik Lüdke ist Redakteur bei triathlon. Der Sportwissenschaftler volontierte nach seinem Studium bei einem der größten Verlage in Norddeutschland und arbeitete dort vor seinem Wechsel zu spomedis elf Jahre im Sportressort. In seiner Freizeit trifft man ihn in Laufschuhen an der Alster, auf dem Rad an der Elbe – oder sogar manchmal im Schwimmbecken.

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