NEU! triathlon-News Ausgabe vom 16. Oktober, 12:02 Uhr · 1:12 Min · Kurzfassung

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Triathlon unterm Hallendach

Triathlon – das sind spektakuläre Bilder von Massenstarts im Freiwasser, Menschenmassen am Solarer Berg und der Einsamkeit im Natural Energy Lab. Doch auch unter dem Hallendach hat Triathlon Tradition: Schon in den 1980er-Jahren fanden in Frankreich erste Wettkämpfe statt, auch in Luxemburg, Kanada und Asien wurden Events durchgeführt, oft in Sportkomplexen mit Radrennbahn und angrenzendem Schwimmbad.

In Deutschland war es lange still um diese Variante des Sports. Im Februar 2000 waren Anja Dittmer und Lothar Leder bei einem Rennen mit temporärem Becken im Berliner Velodrom die Gewinner, doch es gab auch Verlierer: Der damalige Landesverband ging in einem wirtschaftlichen Desaster zugrunde.

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Triathlon auf engstem Raum

Einen neuen Anlauf gibt es seit fünf Jahren in Rostock. Das Team des Vereins ­Trizack um den jungen Organisator ­Jannis Dammann hat mit dem Indoorman ein Event kreiert, das auf modernster Fitness­technik und langjähriger Erfahrung im Schwimmsport aufbaut. Zunächst sind 375 Meter (15 Bahnen) im Pool des Neptun­bads zu absolvieren – jeder Lauf wird aufgerufen und moderiert wie bei einem Schwimmwettkampf, kein Teilnehmer geht in der Masse unter. Jeder Triathlet ist nicht erst beim Finish, sondern schon vor dem Start ein Star.

Auf sechs Bahnen können zwölf Starter pro Lauf ins Rennen gehen. Möglich machte das ein Sponsor, der zu den sechs eingeplanten Radergometern und Laufbändern je weitere sechs aus Hamburg anfahren lässt, um die Teilnehmerkapazität zu verdoppeln. So warten in der kleinen Wechselzone an der Kopfseite des Pools zwölf Kisten auf die Schwimmer, die sich hier für die zweite und dritte Disziplin umkleiden.

Der Wind als Freund

Ein Treppen­sprint führt auf die Empore zum Radfahren, wo acht Kilometer zu absolvieren sind. Die Aerodynamik bekommt hier einen neuen Stellenwert: Wind ist nun kein Gegner mehr, sondern Freund. Bei tropischen Hallentemperaturen stehen zahlreiche handtuch­wedelnde Helfer bereit, um den Sportlern Kühlung zu verschaffen.

Indoorman Rostock
Frank Wechsel / spomedis Die „Laufstrecke“ des Indoorman in Rostock

Nach dem hochfrequenten Ergometerpart geht es auf die andere Seite des Beckens, wo zwölf Laufbänder in einer Reihe auf die Athleten warten. 2,5 Kilometer sind statio­när zu absolvieren. Das Tempo bestimmt ­jeder Teilnehmer selbst. Erst wenn das Band am Ende gestoppt hat, darf der Endspurt zu einer echten Ziellinie angesetzt werden.

Apropos Ziele: „Ich habe den Traum, dass das Format noch an weiteren Orten veranstaltet wird“, sagt Organisator Dammann. „Das ist aber noch Zukunftsmusik, da man dafür deutschlandweite Großsponsoren braucht.“

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Mehr Informationen

Infos zum Indoorman

Mit fünf Austragungen hat sich der Indoorman in Rostock als Formtest etabliert. Neben vielen Lokal­matadoren aus Mecklenburg-­Vorpommern nutzen auch einige Ligamannschaften aus dem ganzen Land, Abenteuerstaffeln und Langstreckler das Event in der Neptunschwimmhalle der nordostdeutschen Sportmetropole zum ersten Kräftemessen. Legendär ist auch die Party zwischen den beiden Wettkampftagen im Marmorsaal der ­Halle, an die mit dem Sportforum ein auf Sportler ausgelegtes Hotel angrenzt. 

  • Datum > 18./19. Januar 2020
  • Location > Neptunbad Rostock
  • Strecken > 0,375 – 8 – 2,5 km
  • Meldegebühr > Kinder 10, Erwachsene 20, Staffeln 30 Euro (für 2020 ausgebucht)
  • Informationen unter > indoorman.de
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Frank Wechsel
Frank Wechselhttps://tri-mag.de
Frank Wechsel ist Publisher der Medienmarken SWIM und triathlon. Schon während seines Medizinstudiums gründete er im Oktober 2000 zusammen mit Silke Insel den spomedis-Verlag. Frank Wechsel ist 15-facher Langdistanz-Finisher im Triathlon – 1996 absolvierte er erfolgreich den Ironman auf Hawaii.

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